Aufstiegspass

I. Aufstiegsklasse — technisch. 2. Aufstiegsgebiet — Tian-Shan, Tschatkal-Kamm. 3. Aufstiegsroute — auf den Gipfel Bolschoi Tschimgan über die Nordwestwand, Höhe des Gipfels — 3207 m ü. M. 4. Charakteristika des Aufstiegs: — Höhenunterschied — 1500 m, — durchschnittliche Steilheit — 65°, — Länge des schwierigen Abschnitts — 600 m. 5. Eingeschlagene Haken: — Fels — 55 — Eis — — Bohrhaken — 6. Anzahl der Gehstunden — 15. 7. Anzahl und Charakteristik der Übernachtungen — ohne Übernachtungen. 8. Name der Mannschaft — Zentralsowjet der Sportorganisation "Mehnat". 9. Name, Initialen des Leiters, der Teilnehmer und ihre Qualifikation:

  1. Schirnowa F. Ju. — 2. Klasse.
  2. Walijew N. — 2. Klasse.
  3. Schirnow W. A. — 1. Klasse.
  4. Perziger F. I. — Meisterkandidat.
  5. Trainer der Mannschaft — Tysjatschtnaja G. G.
  6. Daten des Aufbruchs und der Rückkehr — 4. Mai 1979 – 4. Mai 1979.

BESCHREIBUNG DER AUFSTIEGSROUTE

auf den Gipfel Bolschoi Tschimgan über die Nordwestwand. Vom Lager im Gebiet der 12 Quellen hinunter auf der Straße und rechts in die Schlucht des Flusses Koksai. 1 km aufwärts in der Schlucht, dann über eine Lawine zu den Oberläufen in Richtung der inneren Ecke, die von der NW-Wand und dem Zentralgrat gebildet wird. Im oberen Teil unter der Wand erhöht sich die Steilheit des dichten, gefrorenen Schnees auf 60°, Felsinseln treten auf (150 m, 60°). In der tiefen Grotte vor der Felswand — Kontroll-Tour Nr. 1. Aufwärts über monolithische, nasse Felsen mit Sand, Griffe nach außen (40 m, 85°), links — Gletscherschliffe, rechts — Gesimse des Zentralgrats. Schräger Travers nach links über stark verwitterte Felsen (20 m, 45°) auf monolithische Bänke, auf ihnen aufwärts — Klettern mittlerer Schwierigkeit, aber auf den Bänken — kleine Steine (80 m, 60°). 40 m aufwärts über sehr steilen Schnee bis 70°, an der Kontaktstelle mit den Felsen — angewehter Schnee. Bis zu diesem Punkt verlief die Bewegung fast parallel zur inneren Ecke, jetzt — 70 m links aufwärts über Felsen vom Typ "Gletscherschliffe" (am Ende des Abschnitts — Kontroll-Tour Nr. 2) in Richtung eines nicht deutlich ausgeprägten Grates, hinter dem in der inneren Ecke 40 m sehr schwierige Felsen mit Überhängen im oberen Teil folgen. Dann 40 m fast horizontaler Travers nach links auf geneigte Bänke (mit Anwendung einer Pendelbewegung), auf ihnen auf einen monolithischen Grat, auf ihm 60 m aufwärts. Unter einem kleinen Schneefeld rechts — aufwärts mit Ausgang auf stark verwitterte Felsen, auf ihnen 80 m, 75° aufwärts über den linken Rand einer breiten Rinne mit Schneepflöcken. Die Rinne führt auf eine breite Schneeterrasse, von der aus 40 m rechts über den oberen Schneepflock auf den Zentralgrat unter seinem zweiten Gendarmen. Über die rechte Wand des Gendarmen zum Kontroll-Tour Nr. 3 (identisch mit Tour Nr. 2 der Route 2B der Schwierigkeitsklasse über den Zentralgrat). Vom Tour — aufwärts über den Grat und rechts über den Grat des Bergmassivs zum Gipfel. Auf dem Travers des Grates besteht die Hauptschwierigkeit in 2 Abstiegen von je 30 m im sportlichen Stil. Abstieg über den Westgrat auf der Route 1B der Schwierigkeitsklasse.

Schlussfolgerungen

Der Wandteil der Route ist sehr kalt und wird nur in seinem oberen Drittel bei Sonnenuntergang beleuchtet. Das Begehen und die Organisation der Sicherung werden durch das fast völlige Fehlen von Vorsprüngen und tiefen Spalten sowie durch den Wechsel von Felsabschnitten mit reinem "Gummischuh"-Charakter und Schneefeldern erschwert. Die Bewegung erfolgt überall abwechselnd, die Sicherung ist ausschließlich hakenartig. Es sollte geplant werden: — eine Übernachtung — oder ein früher Aufbruch um 3–4 Uhr. Nicht empfehlenswert als erste Route der 4. Schwierigkeitsklasse.

Tabelle der wichtigsten Charakteristika der Aufstiegsroute

Auf den Gipfel Bolschoi Tschimgan über die Nordwestwand, 4A Schwierigkeitsklasse, ungefähr.

DatumPassierte AbschnitteDurchschnittliche Steilheit (°)Länge (m)Charakter des Reliefs, Schwierigkeitsklasse, Art der Überwindung, SicherungGehzeit (min.)Eingeschlagene Haken: FelsEingeschlagene Haken: EisEingeschlagene Haken: BohrhakenBedingungen für Übernachtungen
04.05.1979R0–R160150Schnee, Rinne, 2B, gleichzeitig, gut257
R1–R28540Monolith, Felsen, 5B, abwechselnd, hakenartig708
R2–R34520verwitterte Felsen, 3B253
R3–R46080geneigte Bänke, 4A25–4037
R4–R56040Schneebank, 4B406
R5–R65070Gletscherschliffe, 4A406
R6–R78540—, 5B507
R7–R84540geneigte Bänke, 4B255
R8–R97060Felsgrat, 4A, zufriedenstellend503
R9–R107040verwitterte Felsen, 4A253
R10–R117580Rand der Rinne, 4B507
R11–R124540Schneepflock, 3A, abwechselnd, m. Eispickel15
R12–R136060Gendarm, 2B, Vorsprung25
R13–R14201000Fels-Schnee-Grat, 2B, gleichzeitig70
R14–R1520400Schneegrat, 2A20
R15–R164580Gendarm, 3A, abwechselnd, m. Vorsprung20
R16–R173540—, 3A20
R17–R185050Felsgrat, 3B20
R18–R1945160Schneegrat, 2A, gleichzeitig15
R19–R2015400Schneehang, 1B15

img-0.jpeg img-1.jpeg

Angehängte Dateien

Quellen

Kommentare

Melden Sie sich an, um einen Kommentar zu hinterlassen