img-0.jpeg

TIAN-SHAN-GEBIRGE TERSKEY-ALATAU (Karakol-Tal)

Gipfel S. Tjulenina (4240 m) über den Pass Ašutor

Die Route ist etwa der Kategorie 3B, kombiniert

Sitchichin Ju.V., Rjabuchin A.G., Meškova N.B., Karpenkov M.N., 12. August 1982

img-1.jpeg

Foto 1. Gesamtansicht des Gipfels

img-2.jpeg

Foto 2. Ausschnitt der Gesamtansicht (Bastion)

Kurzbeschreibung des Anstiegs zur Route

Das ursprüngliche Biwak befindet sich am See unter dem Nordhang des Gipfels Ajuter. Der Anstieg hierher auf dem Weg aus dem Tal des Flusses Karakol dauert 3 Stunden. Vom Biwak aus, den See links umgehend, steigt man über die große Moränenhalde auf und bewegt sich dann in nordwestlicher Richtung auf den Pass Ašutor zu. Der Pass liegt zwischen dem Gipfel S. Tjulenina und dem Gipfel Ašutor. Seine Höhe beträgt etwa 3700 m. In der Nähe des Passes geht die Moräne in einen Gletscher mit unbedeutenden Spalten über. Der Anstieg zum Pass dauert 1 Stunde. Der Aufstieg vom Gletscher auf den Pass erfolgt über eine große Schutthalde (Schneefeld) mit einer Länge von etwa 60–70 m. Der Pass-Turm befindet sich in der rechten Einsenkung des Passes. img-3.jpeg

img-4.jpeg

Datum, UhrzeitBezeichnungMittlere Steilheit, GradLänge, mCharakter des ReliefsSchwierigkeitZustandWetterbedingungenHaken (Fels)Bemerkung
6:30R0–R15040Felsiger Kamin2VereistBewölktKontroll-Turm am Pass Ašutor
7:00R1–R26010Schräge Platte3Monolith1
8:00R2–R335160Kette von Gendarmen2Zerstört
8:40R3–R47025Spalte mit Pfropfen und Wand4Monolith2
9:00R4–R55055Platten3Monolithisch1
9:25R5–R64530Schräger Sims nach links, Ecke3Verschneit1
9:50R6–R74045Wechselnde Platten2Lose Steine
10:30R7–R88040Innere Ecke, Sims4Vereist4
11:00R8–R98035Innere Ecke44
11:30R9–R1035120Gendarmen mit Wänden 3–5 m2Verschneit
11:50R10–R118018Innere Ecke mit Spalte4VereistEs schneit2
12:20R11–R1230150Kette von Wänden und Gendarmen1Verschneit
12:40R12–R13-130Schnee-Eis-Grat mit Gendarmen1Starker SchneefallKontroll-Turm
13:00R13–R14-180Schnee-Eis-Grat1
13:30R14–R1535120Gipfel-Fels-Turm3VerschneitGipfel-Turm

Der Abstieg vom Gipfel erfolgt auf dem gleichen Weg wie der Aufstieg. Auf den Abschnitten R10–R11, R8–R9, R7–R8 wurden Abseilmanöver durchgeführt, 3 Fels-Haken wurden eingeschlagen. Für den Abstieg wurden 4 Stunden benötigt.

Beschreibung der Route auf den Gipfel S. Tjulenina (4240 m) vom Pass Ašutor

Vom Lager unter dem Gipfel Ajuter (am Bergsturzsee) steigt man über die Moräne zum Pass Ašutor auf. Der Aufstieg auf den Pass erfolgt über den rechten (hier und im Folgenden in Bewegungsrichtung) Schutt-Kamin und einfache kurze Felsen. Kontroll-Turm (Pass-Turm). Die Route führt insgesamt über den NW-Grat des Gipfels S. Tjulenina. Zunächst wird der Pass-Gendarm passiert, dann folgt der Aufstieg über eine geneigte Platte (10 m). Anschließend eine Kette niedriger, zerstörter Gendarmen, die meist frontal überwunden werden. Die Sicherung erfolgt durch Anbringen des Seils an Vorsprüngen. Durch eine kleine Spalte im Grat (mit Pfropfen) gelangt man auf eine 25 m hohe Wand, die nach Osten ausgerichtet ist. Weiter folgt der Aufstieg zu einer Bastion, die den Grat versperrt. Zunächst Aufstieg über Platten (55 m), dann über einen geneigten Sims nach links zum Rand der Wand. Über eine kurze innere Ecke gelangt man zu Platten mit einer Steilheit von 45–50°, die mit Sicherung über Vorsprünge überwunden werden. Von der Oberkante der Bastion aus folgt ein kleiner Abstieg über Schutt in eine Senke zum Anschluss des Haupt-, NW- und Seiten-Grates. Aufstieg über die rechte innere Ecke im Anschluss dieser Grate — 75 m. In der Mitte befindet sich ein Sims für die Organisation einer Haken-Sicherung und zum Empfang der Kameraden. Weiter — über niedrige Wände (3–5 m) und durch eine innere Ecke (18 m) — Aufstieg über den Grat zum letzten Gendarm, wo der Felsgrat steil nach links unten in einen Schnee-Eis-Hang mit einer Steilheit von 60° abbricht. Neben dem Gendarm — Kontroll-Turm. Man hält sich an die Felsinseln — Aufstieg über den Schnee-Eis-Abschnitt des Grates (300 m) zur Gipfel-Basis des Gipfels S. Tjulenina. Aufstieg über zerstörte einfache Felsen auf den Gipfel — von der Lagerstatt aus 7–8 Stunden. Der Abstieg erfolgt auf dem gleichen Weg wie der Aufstieg. Beim Abstieg wurden 3,5 Abseilmanöver (40 m) organisiert, 3 Schlingen und Haken zurückgelassen.

Insgesamt dauert die Begehung der Route 10–12 Stunden.

img-5.jpeg

Foto 5. 75 Meter hohe innere Ecke

Angehängte Dateien

Quellen

Kommentare

Melden Sie sich an, um einen Kommentar zu hinterlassen