PÄSS
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Klasse der Aufstiege — FELS
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Gebiet des Aufstiegs — Tian Shan, Terkskei Ala-Too-Gebirgskamm
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Gipfel, Höhe, Aufstiegsroute: MENDELEEVEC, 4122 m, durch das ZENTRUM des DREIECKS der NORDWAND.
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Schwierigkeitskategorie — 5B (ungefähr). Pr. 588, Nr. 6
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Charakteristik der Route: Die Länge des Wandabschnitts der Route beträgt 583 m, der Höhenunterschied 1000 m, die Länge der Abschnitte der 5.–6. Schwierigkeitskategorie 377 m, die Steilheit der Wand — 68°
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Eingeschlagene Haken: Felshaken 122/11, Klemmkeile 50/4, Bohrhaken 2/0
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Anzahl der Gehstunden — 20 Stunden, davon 15 Stunden an der Wand und 3 Tage.
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Anzahl der Übernachtungen und ihre Charakteristik: eine liegende Übernachtung im Zelt.
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Zusammensetzung der Mannschaft:
Leiter:
- Zhmaev Veniamin Vasil'evič — KMS
- Gadeev Ravil' Gareevič — KMS
- Selivanova Nina Nikolaevna — KMS
- Arkhipov Valerij Aleksandrovič — 1. Sportkategorie
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Trainer der Mannschaft: Zhmaev V.V.
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Aufbruch zur Route: 12. Juli 1988
Gipfel — 13. Juli 1988 Rückkehr — 13. Juli 1988
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Organisation: KFK «Almaz», Stadt Čeljabinsk.

Route der 5B-Schwierigkeitskategorie durch das Zentrum des Dreiecks der Nordwand, Route der 5A-Schwierigkeitskategorie entlang der rechten Kante der Nordwand.
Aufnahmedatum — 9. Juli 1988, 16:00. Objektiv — T-43 4/40 LOMO. Entfernung zur Wand — 1500 m. Aufnahmepunkt auf der Karte — «v». Aufnahmehöhe — 3000 m.

TAKTISCHE Aktionen DER MANNschaft
Für die Teilnahme an der Meisterschaft der Oblast Čeljabinsk im Alpinismus wurde von der Mannschaft des KFK «Almaz» eine Route auf den Gipfel Mendeleeveec durch das Zentrum des Dreiecks der Nordwand angemeldet, Erstbegehung, ungefähr 5B Schwierigkeitskategorie. Die Route ist eine Wandroute und erfordert von den Teilnehmern eine ernsthafte Felskletterausbildung. Unter Berücksichtigung dessen wurde ein taktischer Plan entwickelt.
Bei der Entwicklung des taktischen Plans wurde Folgendes berücksichtigt:
- Steilheit und Vielfalt des Felsreliefs.
- Fehlen von geeigneten Orten für Übernachtungen am Wandabschnitt der Route.
- Möglichkeit ungünstiger Wetterbedingungen während der Begehung der Route.
Der Schlüsselabschnitt der Route war der obere Teil des Dreiecks der Nordwand: R21–R22, R24–R28, R30–R34. Beim Begehen der oberen Wand wurden häufig ITO verwendet, obwohl die Teilnehmer der Mannschaft in Turnschuhen arbeiteten. Beim Begehen der Wand wurden häufiger Haken sowohl für ITO als auch für die Sicherung verwendet. Die Mannschaft brach in voller Besetzung zur Route auf, die Seilschaften wurden unter Berücksichtigung der körperlichen, technischen und moralisch-willensmäßigen Eigenschaften der Teilnehmer gebildet: 1. Seilschaft Zhmaev — Arkhipov, 2. Seilschaft Gadeev — Selivanova. Vom Beginn der Route bis zum oberen Drittel der Wand arbeitete zuerst die Seilschaft Zhmaev — Arkhipov. Weiter bis zum Ausstieg auf den Felssporn ging zuerst die Seilschaft Gadeev — Selivanova voran. Eine solche Taktik ermöglichte es der Mannschaft, sich gleichmäßig und sicher zu bewegen. Die Seilschaften waren eigenständige strukturelle Einheiten und blieben bis zum Ende des Aufstiegs unverändert. Für die Verpflegung während des Aufstiegs hatten die Teilnehmer individuelle hochkalorienreiche Nahrung. Normale Wetterbedingungen, gute Akklimatisation, körperliche und technische Ausbildung der Teilnehmer der Mannschaft ermöglichten es, die gegebene Route in gutem Tempo und ohne Abweichungen vom Zeitplan des taktischen Plans zu begehen.
Der erfolgreichen Begehung der Route förderlich waren:
- Hohe individuelle Meisterschaft der Mannschaftsmitglieder — alle Teilnehmer haben den bestätigten Rang KMS im Klettern.
- Taktische Kompetenz.
- Leichtes Gepäck, gute Ausrüstung.
- Zusammenhalt, klares Verständnis und Zusammenwirken der Seilschaften.
Sicherheitsmaßnahmen: Zur Gewährleistung der Sicherheit wurde das erste Glied an einem doppelten 11-mm-Seil rigaer Produktion gesichert, zusätzlich wurde ein Stoßdämpfer verwendet; der Erste stieg ohne Rucksack; die Mannschaft verfügte über einen kompletten Verbandskasten, der eine effektive erste Hilfe ermöglichte; die «mittleren» arbeiteten an den Sicherungsleinen mit Sicherung; der Letzte an einem doppelten Seil.
Die Verbindung wurde regelmäßig über das Funkgerät «Lastočka» aufrechterhalten. Außerdem war der Wandabschnitt der Route vom Basislager im Tal AYU-TOR aus gut einsehbar, wo sich ständig eine Rettungsmannschaft aufhielt.
Leiter (Trainer) der Mannschaft V.V. Zhmaev.
Der Zugang zur Route erfolgt über den Schutthang, der direkt von der Standplatzebene unter dem Dreieck des Gipfels Mendeleeveec und seiner Nordwand beginnt.
BESCHREIBUNG DER ROUTE NACH ABSCHNITTEN
Der Abschnitt R0–R1 stellt sich als mehrere aufeinanderfolgende kleine Wände der 4. Schwierigkeitskategorie dar, die zu einem schwarzen Sims (R2) führen, rechts davon befindet sich ein innerer Winkel. Die Sicherungsstation ist nicht sehr bequem (R3).
Weiter muss man sich links hinaufbewegen (R4), allmählich von der Wand (R4) in den inneren Winkel (R5) übergehend. Dann über einen schuttbedeckten breiten Sims (R6) zu einem von der Wand getrennt stehenden Winkel, 4–5 m hoch, mit einem Riss links davon (R7) gelangen. Hier muss eine Sicherungsstation eingerichtet werden.
Danach muss man sich nach links (R8–R10) unter Überhängen zu einem schwarzen Fleck bewegen — hier befindet sich der erste Kontrollpunkt.
Weiter:
- senkrecht hinauf durch einen nicht breiten Kamin und inneren Winkel (R11) auf einen kleinen Sims;
- dann aufeinanderfolgend mehrere kleine Wände (R12–R13), die unter eine riesige Stirnwand führen, die von den Standplätzen aus gut sichtbar ist;
- im linken Teil — ein breiter Kamin (R14), der auf eine geneigte Wand führt, welche zu einem riesigen Felszahn führt, der im unteren Teil des linken oberen schwarzen Flecks steht (R15);
- weiter über einen Sims nach links zu einem riesigen Kamin mit Überhängen und Rinnsalen (R16–R17).
Hinter dem Kamin:
- geneigte Wände und Simse über 4–5 m;
- dann beginnt ein breiter innerer Winkel, der nach rechts hinauf unter einen riesigen inneren Winkel führt, der in der Mitte des oberen Teils der Wand von den Standplätzen aus gut sichtbar ist (R18–R20);
- und dann durch den rechten Teil dieses inneren Winkels allmählich nach rechts (R21–R24).
Weiter:
- über einen kleinen Sims 3–4 m durch kleine Wände (R25–R27);
- zu einem geneigten inneren Winkel (R28), der zum 2. Kontrollpunkt führt.
Danach:
- über die Wand (R30) zum Sims (R31);
- über den Sims und die Wand (R32) nach links — ein bequemer Ort für eine Sicherungsstation;
- weiter ein wenig nach rechts durch den inneren Winkel, über die Wand zu einem kleinen 2 m Sims (R34) und dann auf einen Sims (R35).
Dann:
- über wechselnde Wände und Simse (R36–R37) in einen inneren Winkel, der nach links hinaufführt und zum 3. Kontrollpunkt leitet;
- danach senkrecht hinauf über Wände direkt zum Zentrum des Dreiecks der Wand (R38–R39);
- weiter über den Grat (R40) bis zum Gipfel Mendeleeveec.
Schema der Route und Bezeichnungen
| Nr. des Abschnitts | Länge (m) | Steilheit (Grad) | Schwierigkeitskategorie |
|---|---|---|---|
| R40 | 1200 | 45 | 4 |
| R39 | 45 | 45 | 3 |
| R38 | 20 | 60 | 3 |
| R35–R37 | 30 | 35–60–30 | 3–3 |
| R33–R34 | 31 | 60–85 | 3–3 |
| R32 | 28 | 60 | 3 |
| R30–R31 | 30 | 75–90 | 5–2 |
| R28–R29 | 17 | 85 | 5 |
| R27 | 30 | 60 | 4 |
| R25–R26 | 24 | 95–65 | 5–2 |
| R22–R24 | 28 | 80–70–80 | 5–4–5 |
| R21 | 19 | 80 | 5 |
| R19–R20 | 25 | 65–70 | 4–5 |
| R18 | 22 | 40 | 3 |
| R17 | 22 | 70 | 3 |
| R16 | 28 | 60 | 5 |
| R15 | 25 | 25 | 3 |
| R14 | 15 | 70 | 4 |
| R13 | 30 | 60 | 4 |
| R12 | 10 | 75 | 3 |
| R11 | 18 | 70 | 5 |
| R8–R10 | 12 | 80–60–80 | 5–4–5 |
| R7 | 14 | 60 | 4 |
| R6 | 18 | 40 | 3 |
| R5 | 8 | 50 | 3 |
| R4 | 10 | 30 | 2 |
| R2–R3 | 20 | 85–50 | 3–2 |
| R1 | 20 | 60 | 2 |

Technisches Foto der Route auf den Gipfel Mendeleeveec:
- 5B durch das Zentrum des Dreiecks der Nordwand
- 5A entlang der linken Kante des Dreiecks der Nordwand
- 5A entlang der linken Kante des Dreiecks der Nordwand
Aufnahmedatum — 11. August 1988, 18:00, Objektiv T-43 4/40 LOMO. Entfernung zum Objekt — 2000 m, Punkt auf der Karte — «g», Höhe — 3500 m.

- 5B durch das Zentrum des Dreiecks der Nordwand
- 5A entlang der rechten Kante des Dreiecks der Nordwand
- R0–R1–R2
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