Pass des Aufstiegs

  1. Klasse des Aufstiegs: Traversierung
  2. Gebiet des Aufstiegs: Tian Shan, Terskej-Alatau
  3. Route des Aufstiegs: Traversierung der Gipfel Karbyschew, Blücher und Tuchatschewski von Norden nach Süden mit dem Aufstieg auf den Gipfel Karbyschew über die südliche Kante.
  4. Charakteristik des Aufstiegs: Aufstieg auf den Gipfel Karbyschew nach 5A Kat. Schwierigkeit. Länge der Traversierung 2600 m. Höhenunterschied zwischen den Gipfeln und den Verbindungsgraten – 400 m. Länge der schwierigen Abschnitte – 850 m.
  5. Anzahl der gesetzten Haken: Fels – 142, Eis – 15
  6. Anzahl der Gehstunden: 36,5
  7. Anzahl der Übernachtungen und ihre Charakteristik: 2 liegende Übernachtungen.
  8. Name der Mannschaft: Mannschaft des Oblsowjet DSO "Zenit"
  9. Vor- und Nachname des Leiters, der Teilnehmer, ihre Qualifikation: Pentschuk W.L. – MS (Leiter) Schurzdin W.I. – KMS (Teilnehmer) Kalinitschew B.S. – KMS (Teilnehmer) Sedow G.K. – KMS (Teilnehmer)
  10. Trainer der Mannschaft: MS Pentschuk W.L.
  11. Datum des Aufbruchs und der Rückkehr: 1.–5. August 1976

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Beschreibung der Aufstiegsroute

  1. August. Der Weg vom Basislager "Ala-Too" zum Gipfel Karbyschew und der Aufstieg auf den Gipfel (nach der Route 5A Kat. Schwierigkeit) sind bekannt und werden hier kurz beschrieben (Beschreibung - überall im Verlauf).

Der Anmarsch zum Beginn der Route führt entlang des rechten (in Marschrichtung) Ufers der Schlucht Ojunator, dann entlang der rechten Moräne des Karakol-Gletschers bis zur Mündung des Karbyschew-Gletschers. Weiter entlang der rechten Seite des Karbyschew-Gletschers bis zum Beginn des östlichen Konterfors des Gipfels Karbyschew, an dessen Fuß die Gruppe ihr Biwak aufschlug (7 Gehstunden vom Basislager).

  1. August. Aufbruch um 7:00 Uhr. Der Aufstieg auf den Gipfel Karbyschew beginnt am Fuße des inneren Winkels, der durch die südliche Wand des Gipfels und den östlichen Hang des Grats gebildet wird, in dem sich der Gipfel befindet. Die Kante dieses Winkels ist eine schmale Rinne, die steil 400 m nach oben zur vertikalen Südwand des Gipfels führt (R1). Die Route nimmt sofort einen Wandcharakter an.

Hier (R1) erscheint der Abschnitt des Übergangs der schmalen Schlundrinne und weiter der Ausgang über die Wand auf der rechten Seite der Rinne zur südlichen Wand des Gipfels Karbyschew als das Schwierigste. Die Wand ist vom Typ "Widderstirn" ohne Umgehungsmöglichkeiten:

  • rechts – überhängende Abschnitte;
  • links – steinschlaggefährdeter Teil der Rinne (Foto).

Es ist zu beachten, dass die gesamte untere Partie bis zu diesem Punkt die Gruppe in den frühen Stunden passieren muss, da hier nach Sonnenaufgang recht häufig Steinschlag auftritt.

Weiter 250 m entlang der südlichen Wand nach links-aufwärts bis zum Verbindungsgrat im Kamm (R2). Hier wechseln sich einfache Abschnitte mit Abschnitten schwierigen Kletterns über schneebedeckte und mit Auftau-Eis bedeckte Felsen bis zu 80–85° Steilheit und einer Länge von 30–40 m ab. Für den Aufstieg bis zum Verbindungsgrat benötigte die Gruppe 10 Stunden. Hier wurde beschlossen, nach einem geeigneten Biwakplatz zu suchen, um am nächsten Tag ohne Rucksäcke auf den Gipfel Karbyschew über die südliche Kante aufzusteigen.

Der gesamte Grat zwischen den Gipfeln Karbyschew und Blücher auf einer Länge von 2 km hat einen scharfen, messerscharfen Charakter mit starker Zerschneidung. Links nach Süden vom Verbindungsgrat beginnt der Aufstieg auf den Gendarm (R4) (40 m, Haken-Sicherung). Der Aufstieg auf den Gendarm erfolgt frontal (Platten) und der Abstieg (20 m) auf den Grat. Hier wurde an einem Schneehang eine Biwakplattform ausgehoben (R5).

  1. August. Aufbruch um 6:00 Uhr. Nach Rückkehr zum Verbindungsgrat zur südlichen Kante des Gipfels Karbyschew und auf ihr Aufstieg auf den Gipfel (R3; 400 m). Hier – steile plattenartige Felsen, stellenweise mit Auftau-Eis. Die Felsbänke sind verschneit und mit Auftau-Eis bedeckt.

Der breite verschneite innere Winkel vor dem Ausgang auf den Gipfel erfordert Sorgfalt und sorgfältige Sicherung, da eine dünne Schneeschicht auf hartem Eis liegt. Bis zum Gipfel 2 Std. 30 Min.

Nach Rückkehr vom Gipfel zum Biwak (1 Std.), Abbruch desselben und Fortsetzung der Traversierung zum Gipfel Blücher.

Die Route (Foto) führt überwiegend entlang der rechten Seite des Grats. Die Route ist hauptsächlich felsig, oft plattenartig, stellenweise Schnee und Eis auf den Platten. Sicherung durch Haken und über Vorsprünge und Knicke des Grats. Kleine Gendarmen (20–30 m):

  • werden entweder rechts auf nicht ausgeprägten Bänken umgangen,
  • oder frontal angegangen (R6).

Der Gendarm vor der Wand, die zur östlichen Spitze des Gipfels Blücher führt, wird durch Aufstieg auf ihn über die Wand rechts im Verlauf überwunden. Die 30-m-Wand (90°) des Gendarms wird mit Hilfe künstlicher Haltepunkte überwunden, Sicherung durch Haken (R7). Hier werden die Rucksäcke hochgezogen. Ausgang auf eine Bank.

Von der Bank 40 m entlang der rechten Seite des steilen schnee- und eisbedeckten Grats zum Fuß der nördlichen Wand, die vom Grat auf den Gipfel Blücher führt. Über die Wand (R9, 100 m, 75°) – Ausgang auf den vorgelagerten schnee- und eisführenden Hang (Sicherung durch Haken, schwieriges Klettern über Platten, stellenweise mit Eis und Schnee bedeckt).

Über den schnee- und eisführenden Grat (R10, 80 m, 55°) – Ausgang auf den Gipfel Blücher. Hier, auf einer kleinen Plattform, wurde aus Steinen und Schnee eine Plattform für das Zelt ausgelegt und ein Kontroll-Tour errichtet. Vom vorherigen Biwak – 2 Std. 30 Min.

  1. August. Aufbruch um 8:00 Uhr. Vom Gipfel Blücher Abstieg 10 m auf die östliche Seite des Grats und weiter nach rechts unter einen überhängenden 20-m-Schneekarren (die Gruppe passierte hier in den frühen Morgenstunden) und entlang der linken Seite des stark zerschneideten Grats – bis zum Übergang vor dem Gipfel Tuchatschewski.

Im Kessel – ein scharfer schnee- und eisführender Grat (20 m). Vom Grat direkt aufwärts über die Wand (60 m, 70°) auf den Gipfel Tuchatschewski (R11).

Vom Gipfel:

  • Abstieg über den Schneehang auf die linke Seite des Grats,
  • weiter über Felsen mittlerer Schwierigkeit bis zum Beginn des Abstiegs über die östliche Wand des Gipfels Tuchatschewski auf der Route 4A Kat. Schwierigkeit zum ursprünglichen Biwak.

Beim Abstieg:

  • 4 sportliche Abstiege,
  • ein 50-m-Dülfer,
  • weiter über steile Geröllbänke auf den Karbyschew-Gletscher zum ursprünglichen Biwak.

Hier um 18:00 Uhr stoppte die Gruppe zum Biwak, bei starkem Regen mit nassem Schnee.

  1. August. Nach Aufbruch vom Biwak um 9:00 Uhr kehrte die Gruppe zum Basislager "Ala-Too" zurück. img-1.jpeg Traversierung der Gipfel Karbyschew – Blücher – Tuchatschewski Route, die von der Mannschaft des Oblsowjet DSO "Zenit" zurückgelegt wurde
  • Route 5A Kat. Schwierigkeit auf den Gipfel Karbyschew
  • Route 4B Kat. Schwierigkeit auf den Gipfel Karbyschew
  • Route 4A Kat. Schwierigkeit auf den Gipfel Tuchatschewski (4750)

img-2.jpeg Südliche Kante des Gipfels Karbyschew (4700 m) img-3.jpeg Südliche Kante des Gipfels Karbyschew (4700 m) und Weg des Abstiegs vom 1. Gendarm. img-4.jpeg

12

1

img-5.jpeg Im Abschnitt 11 img-6.jpeg

Tabelle der Haupteigenschaften

Route des Aufstiegs: Traversierung der Gipfel Karbyschew, Blücher und Tuchatschewski von Norden nach Süden.

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I23456789IOIII2I3
Anmarsch zur Route vom Basislager "Ala-Too"19:00, 12:00; 7:00auf den Gipfel Karbyschew
160400Felsige Wände, Rinne4–5Freies Klettern, Hakengut18:30, 7:00, 11:30242normal, auf dem Grat
270250Felsig4-"--"-203
375400Felsige Kante, Platten, innerer Winkel5Freies Klettern, Haken im Eis, Stufen-"-21:00, 6:00, 15:00141auf dem Gipfel Blücher auf Schnee
460401. Gendarm, felsig3–4Freies Klettern, Haken-"-41-
57020Felsig4Sportkletterngut2
6350Scharfer Grat, Platten212
79030Platte, Wand5Künstliche Haltepunkte, Hochziehen der Rucksäcke-"-62-
84040Schnee, Eis3Freies Klettern, Stufen-"-
975100Wand, Platten, Auftau-Eis5Freies Klettern, Haken (der Erste ohne Rucksack)-"-211-
105080Schnee- und eisführender Grat4Freies Klettern, Stufen, Sicherung über Eispickel-"-12-
11200Felsiger schnee- und eisführender Grat, Wand4Freies Klettern, Haken-"-18:00, 8:00, 10:008auf dem Karbyschew-Gletscher auf Schnee
12300Felsig-schneebedeckter Grat4Freies Klettern, Hakengut61

img-8.jpeg Insgesamt: 48,5 Std. (davon 12 Std. für den Anmarsch zur Route und die Rückkehr zum Basislager "Ala-Too").

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Schlussfolgerung

Die Mannschaft des Oblsowjet DSO "Zenit" hat erstmals die Traversierung der Gipfel:

  • Karbyschew (4700 m),
  • Blücher (4720 m),
  • Tuchatschewski (4750 m), durchgeführt, die eine technisch schwierige, kombinierte Route darstellt.

Die Route wurde bei guten Wetterbedingungen zurückgelegt. Die Route kann bedingt in fünf Teile untergliedert werden:

    1. Klassifizierte Route 5A Kat. Schwierigkeit auf den Gipfel Karbyschew über die südliche Kante.
    1. Erstmals begangene kombinierte Gratroute vom Gipfel Karbyschew zum Gipfel Blücher.
    1. Erstmals begangene Wandroute auf den Gipfel Blücher.
    1. Erstmals begangene Gratroutine zwischen den Gipfeln Blücher und Tuchatschewski.
    1. Bereits begangene Route 4A Kat. Schwierigkeit auf den Gipfel Tuchatschewski über die östliche Wand – Weg des Abstiegs von der Traversierung.

Es ist zu beachten, dass bei der Traversierung der Gipfel Blücher erstmals bestiegen wurde.

Der technisch schwierigsten Teil der Route ist der dritte. Hier sind überwiegend monolithische, plattenartige Felsen verschneit und vereist. Bei unzureichender Klettertechnik und Felsausrüstung des Führenden können hier Bohrhaken erforderlich sein, und bei schlechtem Wetter sind sie immer notwendig.

An einigen Abschnitten der Wand beim Aufstieg auf den Gipfel Blücher, unter Anwendung von Klemmtechnik, passierten die Gruppenmitglieder (außer dem Führenden) mit Rucksäcken und minimierten damit die unbequeme Operation des "Hochziehens der Rucksäcke".

Insgesamt erfordert die Route eine gute allseitige Vorbereitung der Gruppe. Bei schwierigen Wetterbedingungen, auf die man in diesem Gebiet immer gefasst sein muss, erfordern einzelne Abschnitte der Route eine maximale Mobilisierung aller Mittel der taktischen und technischen Vorbereitung der Gruppenmitglieder.

Angehängte Dateien

Quellen

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