Aufstiegspass

  1. Aufstiegsklasse — Eis-Schnee
  2. Aufstiegsgebiet — Zentraler Tian Shan, Terkskei-Alatau-Gebirgskamm
  3. Ogus-Baschi 2. Westgipfel (5000 m) über die S.-Wand
  4. Vorgesehene Schwierigkeitskategorie — 6B. Route von W. Leontjew (1984)
  5. Höhenunterschied — 665 m
  6. Streckenlänge — 880 m

Streckenlänge der Abschnitte der 5.–6. Schwierigkeitskategorie — 880 m. Durchschnittliche Steilheit — 50°. 6. Eingeschlagene Haken:

FelsBohrhakenSicherungenEishaken
— / —— / —— / —255 / —
  1. Gehzeit der Mannschaft: 14 Stunden

  2. Übernachtungen: 1 beim Abstieg

  3. Mannschaft „ProfSport-P“ des Gesamtsowjetischen Rats der VDFSO der Gewerkschaften

  4. Leiter — Boiko W.G., Meistersportler; Teilnehmer — Rynschin W.W., verdienter Sportmeister, Suworow W.A., verdienter Sportmeister, Wakulo W.S., verdienter Sportmeister.

  5. Trainer der Mannschaft — Roschkow Andrej Nikolajewitsch.

  6. Aufbruch zur Route — 15. August.

Erreichen des Gipfels — 15. August. Rückkehr — 16. August 1988.

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Taktische Handlungen der Mannschaft

Der taktische Plan sah vor, die Route in einem Tag mit einer Übernachtung beim Abstieg zu bewältigen, was dem tatsächlichen Verlauf entsprach. Die Route wurde am 15. August in 14 Stunden bewältigt.

Unter Berücksichtigung der Länge der Eisabschnitte und der begrenzten Rastmöglichkeiten wurde auf lange Belastungen und damit auf eine hohe individuelle körperliche Vorbereitung der Teilnehmer gesetzt. Die Mannschaft bestand aus 4 Personen:

  • Boiko W.G. — Leiter
  • Wakulo W.S.
  • Suworow W.A.
  • Rynschin W.W.

Die Mannschaft hatte Erfahrung mit gemeinsamen Aufstiegen der 6B-Schwierigkeitskategorie.

Der taktische Plan sah vor, die Arbeit aus dem Bergschrund um 5:00 Uhr zu beginnen. Aufgrund des komplizierten Anstiegs zum Bergschrund erreichten sie diesen erst um 5:00 Uhr. Vorne arbeiteten die Seilschaften Boiko — Rynschin. Der Bergschrund erwies sich als schwierig zu überwinden. Eine dicke Schicht aus Eiszapfen und Schnee (0,5 m) musste durchbrochen werden, um eine Versicherung zu organisieren. Deshalb erreichten sie den zweiten Abschnitt eine Stunde später. Die Seilschaften arbeiteten autonom.

Auf dem zweiten Abschnitt ging die Seilschaft Suworow — Wakulo voraus. Der Abschnitt besteht aus einer Serie vereister Rinnen. Das Eis war angefroren, wobei die obere Schicht hohl war. Für die Organisation der Versicherung musste an vielen Stellen die obere Schicht abgeschlagen werden. Zudem wurde der Aufstieg durch das Wetter erschwert. Durch die Rinnen und Felsen floss eine Schicht lockeren Schnees. Die Versicherung wurde alle 2–3 m mit Eishaken organisiert, da die Steilheit an einzelnen Abschnitten bis zu 90° betrug. Der Erste der zweiten Seilschaft stieg im Freiklettern mit Versicherung über einen Klemmknoten an einem fixierten Seil auf. Den zweiten Abschnitt bewältigten sie mit einer Gesamtverspätung von 2 Stunden.

Besonderheiten des Aufstiegs:

  • Der Erste der zweiten Seilschaft stieg im Freiklettern mit Versicherung über einen Klemmknoten an einem fixierten Seil auf.
  • Den zweiten Abschnitt bewältigten sie mit einer Gesamtverspätung von 2 Stunden.

Auf dem dritten Abschnitt ging die Seilschaft Suworow — Wakulo voraus. Der Aufstieg wurde durch das anhaltende schlechte Wetter (starker Wind, Schnee) erschwert. Trotzdem schafften sie es innerhalb von 2 Stunden. Um 17:00 Uhr erreichten sie den Vorgipfelhang. Sie bereiteten ein warmes Essen vor und begannen um 18:00 Uhr den Aufstieg.

Auf dem letzten Abschnitt ging die Seilschaft Boiko — Rynschin voraus. Das schlechte Wetter hielt an. Um 20:30 Uhr erreichten sie den Gipfel. Die Seilschaften arbeiteten autonom. Sie suchten lange nach dem Steinmann, da viel Neuschnee gefallen war. Um 21:00 Uhr begannen sie den Abstieg. Um 21:30 Uhr richteten sie ihr Nachtlager ein.

Auf allen Abschnitten wurden die Versicherungsstellen mit 3 blockierten Haken gesichert. Beim Gehen auf dem Eis verwendete jeder Teilnehmer Eisbeile und einen Eispickel. Beim Begehen der Rinnen ging der Erste mit 2 Eisbeilen voraus. Jeder hatte einen hochkalorischen Vorrat an Taschennahrung. Es gab keine Abstürze oder Verletzungen.

Die Rettungsmannschaft befand sich während des Aufstiegs im Basislager unterhalb des Gipfels. Die Kommunikation erfolgte über Funkgeräte: bei der Mannschaft „Lastochka“, bei den Rettungskräften „Kaktus“. Alle Funkkontakte verliefen normal. Der Abstieg vom Gipfel erfolgte über den Westgrat zum Pass „Serebrjanoje Sedlo“ und weiter bis zum Basislager.

Sicherheitsmaßnahmen beim Begehen der Route

  1. Hohe körperliche, technische und psychologische Vorbereitung der Mannschaft.
  2. Taktischer Plan.
  3. Materiell-technische Ausstattung, einschließlich der Verwendung moderner Ausrüstung: Titan-Fels- und Eishaken, leichte Karabiner, Schleifkorb, Eisbeile, Seile mit UIAA-Prüfzeichen.
  4. Vorhandensein einer Rettungsmannschaft unterhalb der Route, die ständig die Aktionen der Gruppe mit einem 8-fach-Binokel überwachte.
  5. Auf der Route war zweizeitig eine warme Verpflegung vorgesehen. Die Verpflegungsration war auf 350 g Trockensubstanz pro Person und Tag berechnet.

Angehängte Dateien

Quellen

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