PASPORt
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Klasse Eis-Schnee
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Tian-Shan, Schlucht Dschety-Oguz
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Gipfel 2. östlicher Oguz-Baschi, durch die Mitte der Nordwand
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Vorgeschlagen wird die 5B Kat. sl. Erstbegehung.
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Höhendifferenz — 1000 m, Länge — 1500 m. Länge der Abschnitte 5B Kat. sl. — 1200 m. Durchschnittliche Steilheit der Route (Hauptteil) 60° (3750–4600 m)
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Eingeschlagene Haken:
- Fels: 5/0
- Bohrhaken: keine
- Klemmkeile: 15/0
- Eishaken: 380/0
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Arbeitszeit der Mannschaft — 15 Stunden, Tage — 1.
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Übernachtung: 1 auf dem Gipfel, auf einer schneebedeckten Plattform
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Leiter: Tenenev Valentin Alekseewitsch — KMS. Teilnehmer: Schewtschenko Nikolai Alekseewitsch — MS, Ismailow Viktor Nikolajewitsch — KMS, Sokolow Gleb Anatoljewitsch — KMS
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Trainer: Schewtschenko Nikolai Alekseewitsch
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Aufbruch zur Route: 12. August 1984
- Gipfel: 13. August 21:00
- Rückkehr: 14. August 18:00
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Organisation: SKA-18

Taktische Aktionen der Mannschaft
Die Mannschaft begann die Bewegung auf der Route um 5:40, eine Stunde später als im taktischen Plan vorgesehen, was durch schlechte Sicht und Regen von 23:00 bis 01:00 Uhr verursacht wurde. Der Bergschrund (R0–R1) wurde mit Hilfe von "Abs-Fifi" passiert. Die Bewegung der Mannschaft erfolgte nonstop. Der Führende ging auf einem doppelten Seil (30 m) voran, indem er alle 3–6 m Haken einschlug, Selbstsicherung und Sicherung für den Zweiten organisierte. Der Zweite stieg mit oberer Sicherung und an den Sicherungsseilen zum Führenden auf, zog die Haken und das freie Seil zu sich heran. Der Dritte stieg an den Sicherungsseilen mit unterer Sicherung auf und nahm den Letzten auf, der an den Sicherungsseilen mit oberer Sicherung aufstieg und die frei gewordenen Haken herausdrehte.
Nach R2–R3 erfolgte ein Führungswechsel in der Seilschaft, nach R2–R6 Seilen – ein Wechsel der Seilschaften. Ismailow—Sokolow bildeten die erste Seilschaft, Schewtschenko—Tenenev die zweite. Auf steilen Eisabschnitten (R9–R13, R21–R22) verwendete der Führende zwei "Abs-Fifi" oder eine Kombination aus "Eispickel — Abs-Fifi". Die Verwendung eines Geräts zum Einschrauben von Eishaken ermöglichte es, die Zeit zum Einschrauben des Eishakens auf durchschnittlich 20 Sekunden zu verkürzen. Das dunkle, regnerische Wetter verursachte verstärkte Steinschlag- und Lawinengefahr. Die Sicherheit der Route wurde durch das Passieren gefährlicher Abschnitte unter dem Schutz von Felsen gewährleistet. Beim Herangehen an den Abschnitt R8–R9 wurde festgestellt, dass der geplante Eiskoular äußerst steinschlaggefährdet war. Deshalb wählte man die Route durch einen schmalen, eisgefüllten Kamin, der vor Steinen und Eis geschützt war. Am Ende des Abschnitts R7–R8 wurde auf den Felsen ein Kontrollturm errichtet. Nach dem Aufstieg auf den Grat erfolgte die Bewegung gleichzeitig. Der Aufstieg auf den Gipfel gemäß dem taktischen Plan um 21:00 Uhr, Übernachtung auf dem Gipfel in einer Schneemulde. Der Abstieg über den Grat durch R19 Östlicher Oguz-Baschi stellte keine Schwierigkeiten dar und war sicher. Er begann um 10:00 Uhr und endete um 18:00 Uhr. Die Verbindung zu den Beobachtern wurde mit einer Funkstation R-147 von 8:00 bis 22:00 Uhr zu festgelegten Zeiten hergestellt.
| Felshaken | Klemmkeile | Eishaken | Schema der Route in Symbolen | Abschnitt | Schwierigkeit | Länge | Steilheit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2 | (chart) | R0–R1 | 5 | 5 м | 85° | ||
| 23 | (chart) | R1–R2 | 5 | 85 м | 45° | ||
| 8 | (chart) | R2–R3 | 5 | 30 м | 45° | ||
| 54 | (chart) | R3–R4 | 5 | 180 м | 55° | ||
| 18 | (chart) | R4–R5 | 5 | 60 м | 55° | ||
| 45 | (chart) | R5–R6 | 5 | 150 м | 60° | ||
| 54 | (chart) | R6–R7 | 5 | 180 м | 65° | ||
| 2 | 25 | (chart) | R7–R8 | 5 | 90 м | 60° | |
| 18 | (chart) | R8–R9 | 5 | 60 м | 55° | ||
| 3 | (chart) | R9–R10 | 5 | 15 м | 85° | ||
| 6 | (chart) | R10–R11 | 5 | 15 м | 45° | ||
| 9 | (chart) | R11–R12 | 5 | 30 м | 65° | ||
| 2 | (chart) | R12–R13 | 5 | 10 м | 65° | ||
| 3 | 4 | (chart) | R13–R14 | 5 | 15 м | 75° | |
| 9 | (chart) | R14–R15 | 5 | 30 м | 65° | ||
| 27 | (chart) | R15–R16 | 5 | 90 м | 65° | ||
| 54 | (chart) | R16–R17 | 5 | 180 м | 60° | ||
| 1 | 2 | (chart) | R17–R18 | 5 | 10 м | 70° | |
| 3 | 2 | (chart) | R18–R19 | 4 | 20 м | 60° | |
| 1 | 4 | (chart) | R19–R20 | 4 | 30 м | 55° | |
| 9 | (chart) | R20–R21 | 5 | 30 м | 65° | ||
| 2 | (chart) | R21–R22 | 5 | 10 м | 85° | ||
| 7 | (chart) | R22–R23 | 5 | 20 м | 70° | ||
| 9 | (chart) | R23–R24 | 5 | 30 м | 55° | ||
| 2 | (chart) | R24–R25 | 2 | 30 м | 40° | ||
| 2 | (chart) | R25–R26 | 2 | 30 м | 45° | ||
| 2 | (chart) | R26–R27 | 2 | 100 м | 40° |

Insgesamt:
- Felshaken – 5
- Klemmkeile – 16
- Eishaken – 361
- Anzahl der Arbeitsstunden – 15.

Auf allen Abschnitten R0–R24 erfolgte eine stündliche abwechselnde Sicherung mit der Einrichtung von Sicherungsseilen.
Beschreibung der Route nach Abschnitten
Abschnitt R0–R1. Bergschrund 5 m, Steilheit 85°. Wird mit Hilfe von "Eispickel — Abs-Fifi" passiert. Führender — Schewtschenko. Abschnitte R1–R5. Eiskoular mit Bruch. Wird mit Hilfe von Eishaken passiert. Aus Sicherheitsgründen wurde R1–R2 unter dem Schutz des linken Koularrandes und R3–R4 unter dem Schutz des rechten Koularrandes passiert. Führende: Sokolow, Ismailow, Tenenev. Abschnitte R5–R8. Weites Eisfeld. Wird mit Eispickel passiert. Am Ende des Abschnitts R7–R8 wurde ein Kontrollturm errichtet. Führende: Ismailow, Tenenev, Sokolow. Abschnitte R9–R10. Schmaler vertikaler Kamin, eisgefüllt. Wird mit "Abs-Fifi" passiert. Führender Ismailow. Abschnitte R10–R13. Schmaler Eiskoular und Travers nach links. Wird mit "Aib-Fifi" passiert. Führender Sokolow. Abschnitte R15–R17. Eiskoular, der in ein Eisfeld übergeht. Wird mit Eispickel und Hammer unter dem Schutz von Felsen passiert. Führende: Ismailow, Tenenev, Sokolow. Abschnitt R21–R22. Steile Eiswand. Wird mit "Abs-Fifi" passiert. Führender Ismailow. Auf allen Abschnitten R0–R24 erfolgte eine abwechselnde Sicherung mit der Einrichtung von Sicherungsseilen.
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