MINISTERIUM FÜR SPORT, TOURISMUS UND JUGENDPOLITIK DER REGION KRASNOJARSK

KRASNOJARSKER REGIONALE SPORTFÖDERATION FÜR ALPINISMUS

MEISTERSCHAFTEN RUSSlands 2013

Klasse der Hochgebirgsklettereien

Bericht

der kombinierten Mannschaft der Region Krasnojarsk über die Begehung des Khan-Tengri Gipfels über die Südwand des Südwest-Pfeilers (Variante des m-ta Sviridenko), 6B Kat. Schw.

Reisepass der Begehung

  1. Gebiet — Zentraler Tian Shan, Tengri-Tag-Gebirge, 7.9.18.

  2. Gipfel — Khan-Tengri 6995 m, über die Südwand des Südwest-Pfeilers (Variante des m-ta Sviridenko).

  3. Kat. Schw. — 6B.

  4. Charakter der Route — kombiniert.

  5. Charakteristik der Route:

    Höhenunterschied der Route — 2500 m, Höhenunterschied des Wandteils der Route — 1500 m, Länge der Route — 3500 m, Länge der Abschnitte 6 — 400 m, 5 — 1150 m, Durchschnittliche Steilheit der Route — 55°.

  6. Zurückgelassen auf der Route: Haken — 5; davon Bohrhaken — 0.

    Benutzte Haken auf der Route:

    • stationäre Bohrhaken — 1 (auf einer Zwischenstation gefunden).
    • Felshaken — 180, Klemmkeile — 31, Eisschrauben — 34, Schneehaken — 28.

    Insgesamt wurden etwa 150 Stück ITO benutzt.

  7. Anzahl der Gehstunden — 54, Geh-Tage — 5.

  8. Leiter — Anton Nikolajewitsch Pugowkin, MS.

    Teilnehmer:

    • Alexander Arturowitsch Januschewitsch, MS.
    • Georgi Wassiljewitsch Kalita, KMS.
    • Alexander Wladimirowitsch Schigalow, KMS.
  9. Trainer der Mannschaft: Nikolai Nikolajewitsch Sacharow, MSIK, ZT; Waleri Wiktorowitsch Balesin, MSIK.

  10. Datum des Aufbruchs:

    zum Aufstieg — 15. August 2013. zum Gipfel — 19. August 2013, 17:00 Uhr; Rückkehr — 20. August 2013, 7:00 Uhr (im BL am Südlichen Inyltschek-Gletscher).

  11. Organisation: Krasnojarsker regionale Sportföderation für Alpinismus 2013 img-0.jpeg

Gesamtfoto des Gipfels (Foto von G. Sokolow aus einem Hubschrauber)

  1. Route der Mannschaft über die Südwand des SW-Pfeilers
  2. Route über den SW-Pfeiler des SW-Grates, 6B Kat. Schw. (W. Swiridenko)
  3. Route über die Südwand, 6A Kat. Schw. (G. Issatschenko)
  4. Route über den linken Teil des SW-Bastions und den SW-Grat, 5B Kat. Schw. (B. Romanow)
  5. Abstiegsweg vom Gipfel img-1.jpeg

Profil der Route img-2.jpeg

Taktisches Handeln der Mannschaft

Die Hauptaufgabe dieser Begehung war die Bewältigung einer schwierigen hochalpinen Route mit hoher Geschwindigkeit und wenn möglich mit der Begehung eines neuen Teils der Wand im rechten Teil. Um diese Aufgabe zu lösen, wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  1. Möglichste Reduzierung des Gewichts. Zelt "Evereest 96" (Hersteller: NPF "Rock-Pillars") — Gewicht ohne Stangen (als Stangen dienten 4 Skistöcke) 2 kg; alle benutzten verkürzte Schlafsäcke "Noga" mit Tinsulate-Füllung (Hersteller: NPF "Rock-Pillars"), die bei der Übernachtung zusammen mit isolierten Jacken (Hersteller: OOO "Red-fox") benutzt wurden; Benutzung von 3 Schlafsäcken für 4 Personen.
  2. Optimierung der Verpflegung durch den Einsatz von Fertiggerichten, die nur mit kochendem Wasser aufgegossen werden mussten, was eine maximale Zeitersparnis bei der Zubereitung der Mahlzeiten ermöglichte und fast keine Einschränkungen bei der Schneeschmelze für Getränke bedeutete. Besonders hervorzuheben sind die italienischen Energiegels, deren gelatinöses Inhalt (50 g-Packung) mit Wasser gemischt und anstelle von Tee getrunken wurde, was den Flüssigkeitsverlust durch Schneeschmelze deutlich reduzierte.
  3. An Ausrüstung sind die sehr effektiven Felshaken hervorzuheben; zusätzlich wurden ein Satz Klemmkeile und 4 mittlere Exzenter mitgenommen, aber auf der Route konnte man weitgehend darauf verzichten. 5 Schneehaken fanden keine Anwendung, da sie in dem auf der Route vorhandenen Schnee äußerst ineffizient waren. Der Einsatz einer guten Schneeschaufel ist obligatorisch, ohne sie ist die Begehung einiger Abschnitte des Schneemessers und des gesamten Gratbereichs unmöglich!
  4. Gleichmäßige Verteilung der Arbeit auf der Route zwischen den drei Teilnehmern, unter Berücksichtigung der körperlichen Verfassung jedes Einzelnen. Anwendung der Technik des simultanen Kletterns und der Sicherung auf Felsen mittlerer Schwierigkeit (der Zweite sichert den Ersten über ein Grigri, während er parallel dazu über die fixierten Seile auf der Zwischenstation aufsteigt).
  5. Planmäßige, schrittweise Akklimatisierung, einschließlich: Aufstieg auf den Gipfel "Utschitel" (Tal Ara-Artscha, vor dem Flug zum Südlichen Inyltschek-Gletscher), drei weitere Akklimatisierungsausflüge, mit der höchsten Übernachtung auf 6400 m, wobei die Mannschaft in einem Tag aus dem Lager 1 aufstieg.
  6. Beobachtung der Route aus verschiedenen Perspektiven über einen längeren Zeitraum, Abwarten von schlechtem Wetter und anschließender Aufbruch auf die Route unter optimalen Wetterbedingungen.

Der ursprüngliche taktische Plan sah vor, dass die Route in 5 Tagen wie folgt bewältigt werden sollte:

Am ersten Tag war geplant, den felsigen Dreiecksteil und den gesamten Schneemesser zu durchklettern und unter den Felsen zu übernachten. Der zweite Tag — Bewältigung eines Teils der Wand bis zu den "schwarzen Felsen". Der dritte Tag — Vollendung der Arbeit an der Wand und Aufstieg auf den Grat, Beginn der Arbeit auf dem Grat. Der vierte Tag — Bewältigung des Grates und Übernachtung unter dem "Kлык"-Gendarmen. Der fünfte Tag — Aufstieg auf den Gipfel.

Aber wir unterschätzten den felsigen Teil, und anstatt um 14:00 Uhr auf den Dreiecksgipfel zu gelangen, erreichte die Mannschaft diesen erst um 16:00 Uhr. Somit reichte das verbleibende Tageslicht nicht aus, um den gesamten Schneemesser zu bewältigen, weshalb wir um 20:00 Uhr übernachteten und in 2 Stunden eine Stelle für das Zelt im Eis aushackten, was unseren Zeitplan verschob und uns dazu zwang, am nächsten Tag mittags auf dem Schneemesser zu übernachten. Dies ermöglichte jedoch, einen Teil der Wand zu bearbeiten und auf einem komfortablen Felsabsatz zu übernachten. Am nächsten Tag erreichten wir das geplante Ziel für die dritte Übernachtung. Die weitere Bewegung erfolgte nach Plan. Das Vorhandensein von Abseilseilen entlang des gesamten Weges vom Gipfel bis zur Überquerung auf 6100 m ermöglicht es, den Aufstieg auf den Gipfel für den Abend zu planen und anschließend bis zum Basislager abzusteigen, was wir auch taten, da geplant war, dass am 20. August 2013 um 7:00 Uhr ein Hubschrauber für uns eintreffen würde.

Zu den Besonderheiten der Route gehören:

  1. Der untere Teil der Wand ist ziemlich steinschlaggefährdet.
  2. Vorhandensein von Wasser (bei Sonnenschein) bis zum felsigen Dreieck, fast bis 5000 m.
  3. Notwendigkeit, den Schneemesser in den Morgen- und Abendstunden zu durchklettern, da der Schnee sonst aufweicht.
  4. Umgehung von Abschnitten mit steilem Auftriebsis und problematischer Sicherung im oberen Teil der Wand, über Felsen mit Einsatz von Klemmkeilen und zuverlässiger Sicherung durch Felshaken.
  5. Einsatz einer Schneeschaufel auf dem Grat und obligatorischer Wechsel des Führenden nach 50 m.

Schema der Route in Symbolen der UIAA img-3.jpeg

Fortsetzung des Schemas der Route in Symbolen der UIAA img-4.jpeg

Fortsetzung des Schemas der Route in Symbolen der UIAA img-5.jpeg

Fortsetzung des Schemas der Route in Symbolen der UIAA img-6.jpeg

Beschreibung der Route nach Abschnitten

0–1. Schnee-Eishang, Sicherung an Felsen links. 1–2. Über eine Innenkante aufwärts zu einer kleinen Überquerung. 2–3. Links aufwärts über einen schwach ausgeprägten Pfeiler. Simultanes Klettern (der Zweite sichert den Ersten über ein Grigri, während er parallel dazu über die fixierten Seile auf der Zwischenstation aufsteigt). 3–4. Innenkante, aufwärts-links. Innenkante, aufwärts-rechts. Kamin. 4–5. Wand, schwierige Sicherung. Innenkante. Wand, schwierige Sicherung. Pendelabstieg nach rechts unten auf einen Absatz. 5–6. Über eine schräge Platte aufwärts nach rechts in den Ansatz einer Innenkante. Achtung, stark schräge Seile! Über die Innenkante aufwärts nach links:

  • Absatz, darauf eine komfortable Station.
  • 6–7. Innenkante, einfaches Klettern.
  • 7–8. Innenkante, schwieriges Klettern, da stellenweise dünne Wasserfälle, Felsen brüchig. 8–9. Traversieren über den Grat in Richtung der Überquerung. Achtung, Sicherung ist schwierig zu organisieren! 9–10. Über tiefen Schnee aufwärts und etwas nach rechts unter eine Felsenwand. Stark brüchige Wand mit einzelnen Blöcken, aufwärts-rechts, dann links in den Ansatz einer Innenkante. 10–11. Brüchige Innenkante, viele verklemmte Blöcke, aufgepasst! 11–12. Über Schnee mit Eis, entlang eingefrorener Steine, darauf Sicherung mit Felshaken. 12–13. Über Schnee mit Eis, Sicherung auf Eisschrauben. Übernachtung 1. 13–14. Über Schnee mit Eis, Sicherung auf Eisschrauben und Schneehaken (nicht zuverlässig!), stellenweise wird der Hang bis 80° steil, man muss mit der Schaufel graben! Richtungswahl erfolgt anhand kleiner Rinnen, in denen der Schnee dichter ist; auf den Grat des Messers nicht hinaufklettern, dort ist es sehr locker! Bis zur Felsenwand, dort ist ein großer Schneepilz; nach dem Abschlagen der Spitze mit der Schaufel erhielten wir eine exzellente Übernachtungsmöglichkeit! 14–15. Über den linken Teil der steilen Wand aufwärts in Richtung des Schneegrates. 15–16. Über eine Schneerinne bis zum Beginn von Felsausbrüchen. 16–17. Steile Felsenwand. 17–18. Schwach ausgeprägte Rinne, eher ein Durchgang zwischen Schneegraten, vereist. 18–19. Steile Wand, Richtung aufwärts und etwas links in Richtung eines kleinen Grates. 19–20. Über die rechte (in Kletterrichtung) Seite des Grates aufwärts bis zu einem steilen Felsanstieg. Sicherung an Felsierung auf Felsausbrüchen. 20–21. Traversieren mit Abstieg nach rechts, in Richtung der Innenkante, in der Kante, auf der rechten Wand ist ein alter Bohrhaken eingeschlagen! Station höher, auf einer Verflachung am Beginn einer Schnee-Eis-Rinne. 21–22. Über die Schnee-Eis-Rinne aufwärts in Richtung des Grates. Sicherung auf Eisschrauben und Felsausbrüchen. Station auf einem Felsvorsprung, viele alte eingefrorene Seile. 22–23. Von der Station aufwärts-links über die Wand des Grates, dort ist im Schneegrat eine Lücke, durch die man auf die andere Seite des Grates klettern muss. 23–24. Abstieg auf die andere Seite des Grates in den Ansatz einer steilen Eisrinne über ein System steiler Rinnen, die durch große Schnee-Eis-Karniere verstopft sind, aufwärts, rechts auf den Grat. Achtung, Schnee-Karniere und -Pilze sind sehr unzuverlässig; zwei Fälle von Abbruch unter dem Ersten. 24–25. Über den Schneegrat, stellenweise sehr steil mit sehr lockerem, überfrorenem Schnee. Der Erste arbeitet mit der Schaufel, keine Sicherung, Stationen auf dem eigenen Körper. 25–26. Über das Schnee-Eisfeld, entlang des Grates in Richtung des Gendarmen. 26–27. Felsgrat, der bis zum Gipfel reicht. img-7.jpeg

Technisches Foto der Route img-8.jpeg

Mannschaft auf dem Gipfel am 19. August 2013, 17:00 Uhr img-9.jpeg

Abschnitt R1–R2. A. Schigalow img-10.jpeg

Abschnitte R3–R4, R4–R5. Aufgenommen vom Abschnitt R2–R3 img-11.jpeg

Abschnitte R9–R10, R10–R11. Aufgenommen vom Abschnitt R8–R9 img-12.jpeg

Abschnitt R13–R14. A. Pugowkin img-13.jpeg

Abschnitte R17–R18, R18–R19. img-14.jpeg

Abschnitt R19–R20. G. Kalita img-15.jpeg

Abschnitt R20–R21. A. Schigalow img-16.jpeg

Abschnitt R21–R22. img-17.jpeg

Abschnitt R22–R23. img-18.jpeg

Abschnitt R24–R25. A. Schigalow img-19.jpeg

Abschnitt R24–R25. img-20.jpeg

Abschnitt R24–R25. img-21.jpeg

Abschnitt R25–R26. img-22.jpeg

Abschnitt R26–R27. img-23.jpeg

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Quellen

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