La­ge. Der Pik 30 let VLKSM be­fin­det sich auf dem Grat des Dschalama­ysch­schen Seitengrats des Kir­gisi­schen Haupt­ge­birgs­ka­ms und ist des­sen er­ste Gip­fel nörd­lich des Kno­tens, wo die­ser Seitengrat prak­tisch im me­ri­dio­na­len Ver­lauf vom Soku­luk­schen Seitengrat ab­geht. Nörd­lich des Piks er­hebt sich sein wei­te­rer Nach­bar — der Pik Pan­fi­lo­wa. Nach Os­ten von der Spit­ze geht ein Kant­gra­t aus, der sich ent­lang des Ady­ge­ne-Glet­schers er­streckt und ei­ne Wen­dung nach Nor­den macht. Der gan­ze nörd­li­che Hang des Kant­grats ist mit einem hän­gen­den Glet­scher be­deckt, der am Fu­ße ei­nen klei­nen Tal­glet­scher bil­det. Der west­li­che Hang des Piks ist ab­sturz­ge­fähr­det und durch zahl­rei­che Fel­sengra­te aus kris­tal­li­nen Chlo­rit­schie­fern ge­glie­dert.

Äu­ßer­lich er­in­nert die Spit­ze an ei­ne re­gel­mä­ßi­ge drei­sei­ti­ge Py­ra­mi­de und ist vom gan­zen Ge­biet Ady­gei aus gut sicht­bar.

Be­stei­gung über den Nordgrat

Die Rou­te be­ginnt eben­so wie die vor­he­ri­ge vom La­ger "Elektro" aus und fällt in ihrem An­fangs­teil da­mit zu­sam­men. Wenn der Hang des Piks "Elektro" nach Wes­ten ab­biegt, soll­te man nicht auf die lin­ke Mo­re­ne des Ady­ge­ne-Glet­schers aus­wei­chen. Man soll­te die Be­we­gung in der­sel­ben Schlucht in süd­li­cher Rich­tung fort­set­zen, wo man fast die gan­ze Zeit die schö­ne Py­ra­mi­de — das Ziel der Be­stei­gung — vor Au­gen hat.

Die Mul­de führt in ein Tal zwi­schen dem Pik Pan­fi­lo­wa und dem Pik 30 let VLKSM, das hier zwei Kar­mul­den bil­det:

  • ei­ne nörd­li­che
  • und ei­ne süd­li­che, die un­mit­tel­bar an den Pik 30 let VLKSM an­grenzt.

Aus die­sem Tal, des­sen Grund mit Mo­re­nen­zü­gen aus­ge­legt ist, muss man auf den Grat ge­lan­gen, der die bei­den er­wähn­ten Gip­fel ver­bin­det. Es gibt zwei Va­ri­an­ten für den Aus­gang auf die­sen Grat:

  • Der ers­te: über den Hang mit Aus­gang auf die Sat­tel­la­ge (den Pas­s von 30 let VLKSM) aus der süd­li­chen Kar­mul­de. Der Weg zum Pass führt über Schutt­hal­den.
  • Der zwei­te Weg ver­läuft über den Grat ei­nes klei­nen Seitengrats, der die nörd­li­che und die süd­li­che Kar­mul­de des Tals trennt. Der zwei­te Weg ist we­ni­ger ge­fähr­lich durch Steinschlag. Er führt auf den­sel­ben Grat 100 m nörd­lich des Pas­ses 30 let VLKSM hin­aus, und der Weg auf ihm bis zum Pass ist ein­fach: ein brei­ter, fast nicht ab­fal­len­der Grat oh­ne Fel­s­vor­sprün­ge.

Für den Aus­gang auf den Grat vom La­ger "Elektro" aus braucht man rund 4 Stun­den.

Die gan­ze Schwie­rig­keit der Be­stei­gung be­ginnt vom Pass an. Es gilt, einen schar­fen Grat mit ei­ner Stei­gung von ca. 30–40° zu über­win­den. Nach Wes­ten, in Rich­tung der Dschala­mysch-Schlucht, fällt er mit ei­ner stei­len, fast senk­rech­ten Wand ab. Die Fel­sen sind brü­chig und be­ste­hen aus kris­tal­li­nen Schie­fern. Nach Os­ten, näher zum Gip­fel, und nach Nord­os­ten gehen vom Grat klei­ne­re Fel­sengra­te hin­ab, zwi­schen de­nen der Hang mit Eis be­deckt ist, das nach dem En­de der Gra­te in den ein­zel­nen hän­gen­den Glet­scher des nörd­li­chen Hangs des öst­li­chen Kant­grats des Pik 30 let VLKSM über­geht. Die Stel­len, wo die Gra­te mit dem fel­si­gen Nordgrat des Piks zu­sam­men­lau­fen, sind manch­mal mit klei­nen Gen­dar­men ge­krönt.

Die gan­ze Rou­te ist sehr stein­schlag­ge­fähr­det und ver­langt den sorg­fäl­tigs­ten Schutz. In man­chen Jah­ren sind die Runsen zwi­schen den Grä­ten und auf dem Grat mit Eis ge­füllt, und dann braucht man ne­ben den Sei­len auch Eis­bei­le und Steig­ei­sen. Es ist sinn­voll, fol­gen­de Aus­rüs­tung mit­zu­neh­men:

  • 1–2 Eis­hacken
  • ei­nen Ham­mer
  • ein Paar Kar­abi­ner

für die Or­ga­ni­sa­ti­on ei­ner zu­sätz­li­chen Si­che­rung und Pe­ri­len an sol­chen Stel­len (für ei­ne Grup­pe von 4 Per­so­nen).

Der be­schrie­be­ne Weg wird den Rou­ten der Ka­teo­rie 2B zu­ge­ord­net. Der Auf­stieg dau­ert ca. 7 Stun­den. Der Ab­stieg auf dem­sel­ben Weg. Ein Ab­stieg auf dem öst­li­chen, leich­te­ren Weg ver­ringert die Schwie­rig­keit um eine hal­be Ka­teo­rie.

Von der Web­sei­te mountain.in.kg

Quellen

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