Aufstiegspass
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Kategorie — technisch
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Tian-Shan, Aksai-Tal
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Pik Svobodnaja Korja nach dem rechten Teil der Nordwand
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Vorgesehen — 5B Kat. Tr., Erstbegehung
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Höhenunterschied 970 m, Länge — 1200 m, Länge des Wandteils der Route — 1080 m, Länge der Abschnitte 5. Kat. Tr. — 560 m, durchschnittliche Steilheit des Hauptteils der Route — 70°
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Eingeschlagene Haken:
Felshaken Bohrhaken Klemmvorrichtungen Eishaken 38/0 0/0 12/0 53/0 -
Wandertage (ohne Abstieg) — 1, Stunden — 17
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Anzahl der Übernachtungen und ihre Charakteristik — eine, beim Abstieg, auf einem schuttbedeckten, sanften Grat
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Leiter — Artamonow Alexej Wladimirowitsch — KMS
Teilnehmer:
- Zolin Igor Pawlowitsch — 1. Sp. Rang
- Iwanow Alexander Wassiljewitsch — KMS
- Jaschin Igor Iwanowitsch — KMS
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Trainer — Sobolev Sergei Sergejewitsch — KMS
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Aufbruch zur Route — 16. Juli 1984 Gipfel — 16. Juli 1984 Rückkehr — 17. Juli 1984

Allgemeines Foto des Gipfels.
- Route der Erstbegehung
- Route von Myschlajew 5B Kat. Schl.
- Route 5A Kat. Schl.
Kamera «Siluet-electro», Objektiv «Triplet 69–3,4/40», Aufnahmepunkt №I, H = 3600 m, Aufnahmezeit 17:00

Technisches Foto der Route. Aufnahmepunkt №I, H = 3600 m, Aufnahmezeit — 17:00. Kamera «Siluet-electro», Objektiv «Triplet 69–3,4/40»
Taktische Aktionen der Mannschaft
Der taktische Plan des Aufstiegs sah vor:
- 24-stündige Beobachtung der Route direkt vor dem Aufbruch.
- Erster Tag — Aufbruch zur Route um 2:00, Begehung des Eiskanals und Erreichen des Gegenfortsatzes bis 8:00 (spätestens 9:00). Bewegung entlang des Gegenfortsatzes und Erreichen des Vorgipfelkamms bis 18:00. Übernachtung auf dem Grat.
- Zweiter Tag — Aufstieg zum Gipfel, Abstieg ins Tal Top-Karagai, Rückkehr ins Lager.
Im Falle einer Verzögerung gegenüber dem Zeitplan war eine mögliche Übernachtung am Gegenfortsatz sowie ein Notabstieg über den Aufstiegskanal in den Morgenstunden (bis 9:00) vorgesehen.
Aktionen der Mannschaft
Nach 24-stündiger Beobachtung der Route brach die Gruppe am 16. Juli um 1:30 vom Biwak an den Koronskije-Übernachtungen auf. Um 2:30 begannen sie die Arbeit am steilen Eis. Die ersten sechs Seile auf dem Eis bewältigte die Seilschaft Zolin — Artamonow, wobei Zolin den Vortritt hatte. Die Technik der Fortbewegung — Seilschaft hinter Seilschaft. Die nächsten sechs Seile auf dem Eis bewältigte die Seilschaft Jaschin — Iwanow, wobei Jaschin den Vortritt hatte. Um 8:00 erreichte die Gruppe das Schulterstück des Gegenfortsatzes oberhalb des β-förmigen Kanals.
Nach dem Frühstück von 8:00 bis 9:00 wurde die Arbeit am Gegenfortsatz fortgesetzt. Die Technik der Fortbewegung blieb dieselbe. Der Erste bewegte sich an einem Doppelseil vorwärts. 6 Seile ging Artamonow voran, 4 — Zolin, die restlichen — Jaschin. Um 17:00 erreichten sie den Grat der Svobodnaja Korja. Angesichts des Zeitvorsprungs, des ausgezeichneten Wetters und des guten Zustands der Gruppenteilnehmer wurde beschlossen, zum Gipfel aufzusteigen, ohne den nächsten Tag abzuwarten, und die Übernachtung auf dem Abstieg zu organisieren.
Um 18:00 stieg die Gruppe in unabhängigen Seilschaften zum Gipfel auf. Um 19:00 hielt sie auf dem Grat vor dem Abstieg ins Tal Top-Karagai an, um zu übernachten.
Am nächsten Tag stieg die Gruppe ins Tal ab und kehrte ins Lager zurück.
An den Abschnitten R1–R19 wurden Seilsicherungen organisiert. Die Übernachtung fand auf einem sanften Schuttkamm statt.
Es gab keine Abstürze oder Verletzungen.

Routenschema
| Abschnitt | Fels | Klemm | Eis | Bohr | Kat. Schl. | Länge des Abschnitts, m | Steilheit, Grad |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| R0–R1 | - | - | - | - | 3 | 120 | 45 |
| (Teil R1–R7) | - | 7 | - | - | 4 | 80 | 55 |
| (Teil R1–R7) | - | 5 | - | - | 5 | 40 | 65 |
| (Teil R1–R7) | - | 9 | - | - | 5 | 80 | 60 |
| (Teil R1–R7) | - | 1 | - | - | 5 | 20 | 70 |
| (Teil R1–R7) | - | 13 | - | - | 5 | 140 | 60 |
| R7–R8 | 2 | - | 2 | - | 4 | 60 | 50 |
| R8–R9 | 1 | - | 2 | - | 5 | 20 | 75 |
| R9–R10 | 4 | - | 2 | - | 4 | 100 | 60 |
| R10–R11 | 2 | 1 | 1 | - | 5 | 20 | 75 |
| R11–R12 | 3 | 2 | 1 | - | 5 | 40 | 65 |
| R12–R13 | 5 | 2 | - | - | 4 | 40 | 70 |
| R13–R14 | 4 | 3 | 1 | - | 5 | 40 | 85 |
| R14–R15 | 5 | 2 | - | - | 5 | 40 | 75 |
| R15–R16 | 2 | 2 | 2 | - | 5 | 40 | 70 |
| R16–R17 | 1 | 1 | - | - | 5 | 15 | 90 |
| R17–R18 | 3 | 1 | - | - | 5 | 30 | 80 |
| R18–R19 | 3 | - | - | - | 5 | 10 | 90 |
| R19–R20 (bis Turm) | 3 | - | - | - | 4 | (Länge nicht angegeben) | (Steilheit nicht angegeben) |

Beschreibung der Route nach Abschnitten
Abschnitte:
- R0–R1: Steiler Schneehang, dessen Steilheit zunimmt (40–50°), führt zum Bergschrund. Länge des Hangs 120 m.
- R1–R7: Steiler Eisgang, der im oberen Teil in einen breiten Kanal übergeht. Steilheit des Hangs variabel — von 55 bis 70°. Länge 440 m. Im unteren Teil ist das Eis porös und feucht. Im oberen Teil — hart, Eishaken lassen sich nur schwer einschlagen.
- R7–R8: Eisgrat (80 m), dessen Steilheit zunimmt (durchschnittlich 50°), führt unter eine felsige, mit Eis überzogene Wand rechts vom 1. Gendarm.
- R8–R9: Felsige, mit Eis überzogene Wand 20 m, Steilheit 75°.
- R9–R10: Eisgrat mit Steilheit 60°, Länge 100 m, führt zum zweiten Gendarm.
- R10–R11: Felsige, mit Eis überzogene Wand 20 m rechts vom zweiten Gendarm. Steilheit — 75°.
- R11–R12: Nach der Wand — zunächst aufwärts durch eine Eisrinne mit Steilheit 65°, dann nach rechts aufwärts durch einen mit Eis überzogenen Innenwinkel auf eine bequeme Stufe oberhalb des dritten Gendarms.
- R12–R13: Von der Stufe führt eine stark verwitterte Felsnische nach links aufwärts, teils mit angefrorenem Eis. Länge der Nische 40 m, Steilheit — 70°.
- R13–R14: Die Nische geht in einen steilen (85°) Innenwinkel über, der ebenfalls stark verwittert ist (20 m). Der Winkel endet auf einer kleinen Stufe. Von der Stufe nach links aufwärts über eine steile Felsnische (85°, 20 m). Die Nische führt unter den vierten Gendarm.
- R14–R15: Unter dem Gendarm Traversieren nach links. Der Gendarm wird links umgangen, indem man der rechten Wand des felsig- eisigen Kanals folgt. Steilheit der Wand 75°. Felsen stark verwittert.
- R15–R16: Oberhalb des vierten Gendarms befindet sich ein Innenwinkel mit Steilheit 70°, stark verwittert und mit Eis überzogen. Der Winkel endet auf einem vereisten Sims.
- R16–R17: Vom Sims aufwärts durch eine vertikale Spalte 15 m.
- R17–R18: Die Spalte führt auf eine stark verwitterte, steile Felsnische mit angefrorenem Eis (30 m, 80°).
- R18–R19: Von der Nische — in ihren linken Ausgang durch einen vertikalen Innenwinkel (10 m) auf den Westgrat der Svobodnaja Korja.
- R19–R20: Über einen einfachen Grat (120 m) — Annäherung an den Gipfelturm. Weiter über steile monolithische Felsen (50 m) und einen breiten 10-m-Kamin — Ausgang auf den Vorgipfelgrat. Weiter 80 m über den Grat — zum Gipfel.
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