Alpinismus- und Klettersportverband des Gebiets Kirow

Bericht über die Erstbegehung

des Gipfels Aktоо 4620 m durch die Mannschaft aus Kirow über den rechten Teil der Nordwand. 9. Januar 2013. Vorgeschlagene Schwierigkeitskategorie: 5A

Kirow, 2013

Pass des Aufstiegs

  1. Tian Shan, Kirgisischer Gebirgszug, Tal Aksai. Nummer des Abschnitts gemäß der Klassifizierungstabelle: 7.4.

  2. Gipfel Aktоо 4620 m (Koordinaten des Gipfels: 42°30′05.82″ N, 74°31′59.13″ E), über den rechten Teil der Nordwand

  3. Schwierigkeitskategorie: Vorgeschlagen 5A winterlich, Erstbegehung

  4. Charakter der Route: Eis-Schnee-Route

  5. Höhendifferenz der Route: 720 m (3900 m — 4620 m)

Länge der Route: 900 m.

Länge der Abschnitte:

  • V. Schwierigkeitskategorie — 120 m
  • VI. Schwierigkeitskategorie — 45 m

Durchschnittliche Steilheit:

  • Wandabschnitt der Route — 72°
  • gesamte Route — 60°
  1. Haken, die auf der Route gelassen wurden: 0

Verwendete Ausrüstung auf der Route: Eisschrauben — 38, Felshaken — 3 (0).

Die Route wurde vollständig im Freikletterstil begangen

  1. Gehzeit der Mannschaft: 7 Std. 00 Min.

Keine Übernachtungen.

  1. Leiter: Glasunow Jewgeni Wladimirowitsch (KMS)

Teilnehmer: Glasunow Sergei Wladimirowitsch (2. Sportklasse)

  1. Trainer: Glasunow Jewgeni Wladimirowitsch (KMS)

Aufbruch zum Aufstieg aus dem Basislager: 5:00, 9. Januar 2013. Auf dem Gipfel — 15:50, 9. Januar 2013. Rückkehr ins Basislager — 20:30, 9. Januar 2013.

Taktische Aktionen der Mannschaft, sportliche Charakteristik der Route.

Die Route führt über den rechten Teil der Nordwand des Gipfels Aktоо, durch ein bisher unbegangenes System von Eisrinnen und -wänden, das von zwei Felsbändern durchzogen wird: dem oberen und dem unteren.

  • Das obere Band aus kor­tenartigem Eis bedeckt etwa eine bis zwei Seillängen und ist der Schlüsselabschnitt.
  • Die Route ist ausgesprochen winterlich!, da dieser Abschnitt der Wand im Sommer durchschritten wird.
  • Die Route ist deutlich schwieriger, die durchschnittliche Steilheit höher und das Klettern technisch anspruchsvoller als auf der benachbarten Route durch die Rinne (Tarassow 4B), über die die Mannschaft abstieg.
  • Außerdem wurde unserer Route vom Alpinismusverband der Republik Kirgisistan die Kategorie 5A zugewiesen, worauf die Mannschaft die geehrten Mitglieder der Klassifizierungskommission der FSR aufmerksam machen möchte.

Die Mannschaft brach zum Aufstieg um 5:00 von den Rastplätzen Razyeka auf, mit dem Ziel, die Route an einem Tag zu begehen und abzusteigen.

Um 9:00 erreichten sie die Route und begannen den Aufstieg.

Auf dem Gipfel waren sie um 15:50.

Sie stiegen über die Route Tarassow ab (10 Abseil­la­gen bis zum Gletscher).

Im Lager ankamen sie um 20:30.

Die Mannschaft hatte 60-m-Seile dabei, daher werden die Abschnitte in der Beschreibung entsprechend dieser Länge angegeben. Der erste und der zweite Teilnehmer bewegten sich im Freikletterstil, außer auf den letzten vier Seillängen vor dem Grat, wo der zweite Teilnehmer an den Sicherungsseilen ab­sicherte.img-0.jpeg

Route Gawrilow 4B, Route Tarassow 4B, Route der Mannschaft. Gesamtansicht des Gipfels Aktооimg-1.jpeg

Fotos der Route nach Abschnitten

Beschreibung der Route nach Abschnitten

0–R1 Beginn der Route am Gletscher, Bewegung in Richtung der charakteristischen Lücke im unteren Felsband. Bewegung über einen schneebedeckten, dann schnee-eisbedeckten, nicht sehr steilen Hang. Im mittleren und oberen Teil des Abschnitts muss man Gräben durch den Schnee bis zum Eis graben. Die Steilheit des Abschnitts nimmt gleichmäßig mit dem Vordringen nach oben zu. Gleichzeitige Bewegung. Station auf monolithischem Eis 200 m. 55° (III)

R1–R2 Annäherung über das Eis bis zum ersten Felsband. Station unter dem senkrechten Teil (60 m, 55–60° IV)

2–3. Durchquerung des ersten Felsbandes über eine Eisrinne an der senkrechten Wand — erster Schlüsselabschnitt (Foto 1) (60 m, 85° VI)

3–4. Aufwärts über eine Eisplatte bis zum Fuß des zweiten Felsbandes. Station unter den Felsen. Abschnitt mit einer Länge von zwei Seillängen. Foto 2–3. (120 m, 70° IV–V)

4–5. Übergang nach rechts über eine mit Eis überzogene Felsplatte. (50 m, 70° V)

5–6. Bewegung über eine Felsenwand (Foto 4) — Schlüsselabschnitt. Links — aufgetragenes Eis in Form einer Kruste auf den Felsen, die Versicherung daran ist nicht zuverlässig. Gut geeignet sind Felshaken in den Felsen. Station hängend am Ausgang in monolithisches Eis (Foto 5) (30 m, 90° VI).

6–7. Von der Station über senkrechtes Eis, mit Felsenabschnitten, genau eine Seillänge bis zum Aus gang unter die Basis eines kleinen Innenwinkels. (60 m, 85° VI) 7–8. Durch den Winkel, der mit Eis gefüllt ist (Foto 6), Bewegung bis zum Ausgang auf den Eis hang, der zum Grat führt (60 m, 80° V)

8–9. Über den Eis hang, einen riesigen Firn karniß links umgehend, Ausgang auf den Grat (60 m, 75° IV)

9–10. Über den Grat gleichzeitig — abwechselnd, und weiter durch eine Eis wand auf den Gipfel (200 m, 55° IV–V)

Abstieg: Auf dem Weg des Aufstiegs zurück zu R9, und weiter, nach unten über den Grat, in die Rinne gelangen (auf die Route Tarassow), über die 10 Abseil­la­gen zu je 60 m bis zum Gletscher.

Schema UIAAimg-2.jpeg

Anhang PROJEKTimg-3.jpeg

Foto 1. Abschnitt 2–3 (Durchquerung des ersten Felsbandes über eine senkrechte Eisrinne)img-4.jpeg

Foto 2. Abschnitt 3–4 mittlerer Teilimg-5.jpeg

Foto 3. Abschnitt 3–4 oberer Teil (Ausgang vom Eis hang auf das zweite Felsband)

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Foto 4. Abschnitt 5–6 (Schlüsselseillänge des oberen Felsbandes)

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Foto 5. Beginn des Abschnitts 6–7

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Foto 6. Abschnitt 7–8img-9.jpeg

Angehängte Dateien

Quellen

Kommentare

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