Hmel'nickij (4150 m)

Travers von Südwesten nach Nordosten — 2A Kategorie Schwierigkeit

Der Gipfel Hmel'nickij befindet sich im mittleren Teil des Grats, der die Täler Srednij und Levij Aksaj teilt und sich auf 8 km vom Hauptwasserscheidekamm Transili-Alatau in nördlicher Richtung erstreckt. Nach Westen und Osten fällt der Grat mit mehrmeterhohen Wänden ab, nach Norden fällt er steil ab.

Der Zugang beginnt vom Ausgangsbiwak im Oberlauf des östlichen Zweigs des Levij Aksaj-Gletschers. Man muss den Bach überqueren, die alte Seitenmoräne überwinden und zum Westhang des Gipfels gelangen.

Die erste Etappe der Route ist der Aufstieg über Schutthalden, gefolgt von einem Abschnitt stark verwitterter Felsen. Weiter geht es durch eine Rinne mit einer Steilheit von bis zu 45°. Nach deren Überwindung folgt der Ausgang auf verwitterte Felsen. Der nächste Abschnitt besteht aus Platten mit einer Steilheit von bis zu 65°. Sie werden frontal mit Hakenversicherung (2–3 Haken) überwunden.

Die sich hinter den Platten erhebende 8–10 m hohe Felswand wird links umgangen. Weiter folgt ein Abschnitt leichter Felsen, dahinter erhebt sich eine zweite Felswand, die rechts umgangen wird. Dann folgt eine steile Schneerinne (bis 50°), die zu Beginn der Saison mit Schnee gefüllt und lawinengefährlich ist, daher erfordert die Begehung dieser Passage große Vorsicht. Die Erstbesteiger überwanden sie, indem sie sich an der linken Seite hielten.

Nach diesem Abschnitt folgt der Ausgang auf den Grat, der sich auf 350–400 m in nördlicher Richtung erstreckt und eine Reihe kleiner Erhebungen aufweist. Zunächst steigt man auf einen Sattel ab, mit Überhängen auf der Ostseite. Dann umgeht man links einen kleinen Gendarm.

Vom Sattel aus steigt man auf dem scharfen Grat zu einer Felsplattform auf. Der Abstieg führt zum Fuß des zweiten und dritten Gendarms, die links über den Schneehang umgangen werden. Weiter geht es auf den erhöhten Teil des Grates, von dem aus der gesamte Weg bis zum Hauptgipfel gut einsehbar ist.

Das nächste scharfe Absinken im Grat wird am besten über eine Ausblasrinne überwunden. Vom Tiefpunkt zur nächsten Erhebung — Felsen mittlerer Schwierigkeit. Dahinter befindet sich ein hoher Gendarm, der frontal über eine 8 m hohe Wand mit Hakenversicherung (2 Haken) überwunden wird. Weiter führt der Weg über verwitterte Felsen bis zum Gipfel.

Der Gipfel weist Überhänge auf der Nord- und Ostseite auf. Etwas unterhalb des Gipfels ragt ein spitzer Felsturm auf. Abstieg über eine Ausblasrinne zum Fuß des Felsturms, links über Platten traversieren, die vereist sein können, in Richtung einer Rinne mit einer Steilheit von bis zu 60°. Die Begehung der Platten erfordert höchste Aufmerksamkeit und sorgfältige Versicherung. Dann folgt der Ausgang auf einen Sattel, von dem aus ein steiler Tobel nach Westen abzweigt, der zu Saisonbeginn mit Schnee gefüllt ist (lawinengefährlich!).

Man hält sich an den Felsaufschlüssen auf der rechten Seite der Rinne und steigt 200–250 m hinab zu den Schutthalden und weiter zur Moräne. So stiegen die Erstbesteiger ab. Ihrer Empfehlung zufolge sollte der Travers, der 8–9 Stunden dauert, davon 5,5 Stunden Aufstieg, am besten im Juli–August durchgeführt werden.

Die Erstbesteigung erfolgte am 29. Mai 1954 durch eine Gruppe von Alpinisten aus Alma-Ata, bestehend aus: Ja. Markuschin, Ju. Piljagin, R. Smagip unter der Leitung von O. Shkuratov.

Empfehlungen für die Besteiger

  1. Anzahl der Teilnehmer 6–8 Personen.
  2. Ausgangsbiwak im Oberlauf des östlichen Zweigs des Aksaj-Gletschers.
  3. Aufbruch vom Biwak um 4:00 Uhr.
  4. Ausrüstung für eine Gruppe von 4 Personen: a) Hauptseil — 2×30 m; b) Felshaken — 3–4; c) Hämmer — 2.

Quellen

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