Über den NO-Grat, Kategorie 3A. Prot. Nr. 3 vom 15.10.1962.
BESCHREIBUNG DER ROUTE TRAVERSE DES GIPFELS SYPUSCHAYA ÜBER DEN NORDOSTGRAT
Vom Biwak auf der Moräne des Gletschers Sew. TEU steigt man über die Moränen in Richtung des Schutthangs, der vom Runden Turm des Gipfels Sypuschaya kommt. Nach 30 Minuten erreicht man den Schutthang, auf dem man aufsteigt und sich dabei auf der rechten Seite hält, wo das Geröll größer ist. Nach weiteren 30 Minuten Aufstieg erreicht man den Übergang zwischen dem Gendarm in Form eines Zahns und dem roten Gendarm.
Der weitere Weg führt um den Gendarm Zahn auf der linken Seite herum in Richtung des zweiten Gendarms mit rötlicher Farbe. Nach 25 Minuten erreicht man den Übergang vor dem Gendarm. Hier muss man sich anseilen. Der rötliche Gendarm wird frontal angegangen. Der Weg zum Gendarm führt durch eine Spalte mit sorgfältiger Hakenversicherung auf eine Plattform, die 15 m über dem Übergang liegt. Beim Aufstieg müssen 2-3 Haken gesetzt werden. Die Felsen sind monolithisch. Weiter geht es über Felsen mittlerer Schwierigkeit mit sorgfältiger Hakenversicherung. Die Aufstiegszeit zum Gendarm beträgt bis zu eineinhalb Stunden. Auf dem Weg zum Aufstieg befindet sich auf einer kleinen Plattform ein Steinturm. Man steigt auf der rechten Seite des Gendarms auf, die Felsen sind plattenartig, es gibt gute Griffe. Die Höhe des Gendarms beträgt bis zu 80 m. Abstieg: Zuerst über eine geneigte Platte, dann über den Schutthang.
Nach dem Abstieg geht es durch ein "Fenster", wobei der dritte Gendarm links umgangen wird. Die Gendarmen werden über Felsbänder umgangen, ohne dabei an Höhe zu verlieren. Die Felsbänder führen in eine muldenförmige Rinne, die mit einem Pfropfen endet. Durch diese Rinne steigt man auf den Grat auf. Die Aufstiegszeit beträgt 1,5 Stunden. Der Grat besteht aus brüchigen Felsen. Man kann gleichzeitig gehen.
Der vierte Gendarm wird frontal in einer Stunde überwunden. Es ist eine abwechselnde Versicherung erforderlich, und 1-2 Felshaken müssen gesetzt werden. Beim Aufstieg muss man sich auf der linken Seite halten. Auf dem 4. Gendarm befindet sich der zweite Steinturm. Der Abstieg vom Gendarm erfolgt nach rechts über einen Schneehang, über Felsen mittlerer Schwierigkeit mit abwechselnder Versicherung.
Dann steigt man einen steilen Schnee-Eis-Hang hinauf (45°). Hier werden 1-2 Eishaken gesetzt. Im oberen Teil des Hangs wechselt man auf die Felsen und steigt über eine 4 m hohe Felswand mit guten Griffen auf eine Plattform, von der aus man wieder auf den Grat gelangt. Die Aufstiegszeit beträgt bis zu 40 Minuten.
Der Aufstieg auf dem Grat führt über verschneite Felsen, dann über eine geneigte Platte von 10-15 m und auf den falschen Gipfel über einen stark brüchigen Grat. Auf dem falschen Gipfel befindet sich der dritte Steinturm. Die Aufstiegszeit beträgt eine Stunde oder etwas mehr. Der falsche Gipfel besteht aus großen Steinen, auf denen der Steinturm errichtet ist.

Nach dem falschen Gipfel steigt man über Felsen mittlerer Schwierigkeit in eine 100 m tiefe Senke ab. Hinter der Senke kommt der erste graue Gendarm. Der Aufstieg auf den Gendarm ist schwierig und erfolgt mit Hakenversicherung, es müssen zwei Haken gesetzt werden. Der Gendarm wird durch einen Kamin überwunden, seine Höhe beträgt etwa 20 m. Auf dem Gendarm befindet sich der 4. Steinturm. Der Abstieg vom Gendarm erfolgt über geneigte Platten mit sorgfältiger abwechselnder Versicherung. Diese Platten enden an einer etwa 20 m hohen senkrechten Wand. Der Abstieg erfolgt sitzend an einem Seil, ein Haken mit einer Schlaufe bleibt zurück. Die Wand endet unten in einem negativen Winkel von bis zu 10 m. Für den Abstieg benötigt man etwa 1,5 Stunden.
Danach steigt man auf den zweiten grauen Gendarm, auf dem der 5. Steinturm steht. Der Aufstieg auf den Gendarm erfolgt über Platten mit abwechselnder Versicherung. Die Höhe des Aufstiegs beträgt bis zu 80 m.
Der Abstieg vom Gendarm ist zunächst einfach, über brüchige Felsen, dann folgt eine etwa 25 m hohe senkrechte Wand mit einem inneren Winkel. Der Abstieg erfolgt sitzend an einem Seil durch den inneren Winkel. Hier bleibt ein Eishaken mit einer Schlaufe zurück.
Die nächste Gruppe von Gendarmen auf dem Grat wird rechts umgangen, über steile Schnee-Eis-Aufschwünge mit Hakenversicherung. Es ist notwendig, Stufen zu hacken (oder Steigeisen zu verwenden).
Weiter führt der Weg über Schneehänge und stark brüchige Felsen. Auf den Schneehängen können am Ende der Saison Eisaufschlüsse auftreten, es können Steigeisen oder das Hacken von Stufen erforderlich sein.
Nach 10 Stunden erreicht man den Gipfel. Der Abstieg erfolgt auf den Übergang zwischen den Gipfeln TEU und Sypuschaya. Beim Abstieg erfolgt ein Aufstieg frontal auf einen Gendarm, der auf dem Grat steht. Es ist eine abwechselnde Versicherung erforderlich. Auf diesem Gendarm befindet sich der 7. Steinturm mit einer Nachricht. Dann steigt man über einen Schneehang vom Übergang auf den Gletscher Sew. TEU ab und kehrt zum Ausgangsbiwak zurück. Die gesamte Traverse dauert 12-13 Stunden. Nach Meinung der Gruppe der Erstbegeher und der übrigen fünf Gruppen, die diese Route zurückgelegt haben, wird die Schwierigkeitskategorie als 3B bestimmt.
Die Erstbegehung der Route auf den Gipfel Sypuschaya erfolgte von Nordosten über den Grat durch eine Gruppe von Sportlern des a/l "Talgar" am 5. August 1962, bestehend aus:
- Rapoport P.A. - Gruppenleiter, Junior-Instruktor, 1. Sportkategorie
- Polakov S.I.
- Schunailow A.F.
- Laptew W.N.
- Arawin B.P.
- Syrzow M.M. - alle Sportler, die die Normen der zweiten Sportkategorie erfüllen.
Gruppenleiter (P. Rapoport)

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