Ordschonikidse 4A k. t. über den östlichen Gegenpfeiler
Beschreibung der Route.
Der Zugang zum Beginn der Route erfolgt über den Pass Ordschonikidse. Nachdem man auf den Gletscher Ost-Ordschonikidse hinabgestiegen ist, umgeht man die Nordwand des Gipfels, nähert sich dem Nordostgrat und bewegt sich entlang desselben nach unten zum Gletscher. Nachdem man den Eisabbruch des Nordostgrats umgangen ist, steigt man über Schutthalden zu dessen Absenkung links der Felszone hinauf. Abstieg vom Grat über Schutthalden auf einen namenlosen Gletscher zwischen dem Nordost- und dem Südostgrat des Gipfels.
Nachdem man auf dem Gletscher an der Eiswand des Gipfels "4089 m" vorbeigestiegen ist, umgeht man rechts zwei steile Felssporne und erreicht den nördlichen Gegenpfeiler des Südostgrats von Ordschonikidse. Der Aufstieg zum charakteristischen Einschnitt erfolgt über eine breite, nicht sehr ausgeprägte Rinne (Vorsicht, Steinschlag!). Entlang des Gratkamms des Gegenpfeilers geht es bis zu dessen Verbindung mit dem Südostgrat.
Erster Abschnitt:
- Überwindung einer 50–60 m langen Wand über eine innere Ecke.
- Dahinter befindet sich ein Kontrollturm.
Weiter:
- Stark verwitterte Felsen mittlerer Schwierigkeit.
- Die Bewegung entlang des Gegenpfeilers dauert bis zu 2 Stunden.
Abschluss:
- Den Iglu an der Verbindungsstelle der Grate rechts umgehen.
- Hier befindet sich der zweite Kontrollturm.
Der Aufstieg wird entlang des Südostgrats fortgesetzt, über stark aufgelockerte Felsen mit der Überwindung einer großen Zahl von Gendarmen, die meist links umgangen werden.
Nach etwa einer Stunde erreicht man eine 40 Meter hohe Wand. Rechts von ihr befindet sich eine charakteristische Spalte mit einem quadratischen Durchbruch im oberen Teil. Die ersten 10 m sind schwieriges Klettern mit Hakenversicherung.
Hinter der Wand ist die Route etwas einfacher: Es gibt Vorsprünge für die Versicherung.
Dann folgt wieder der Gratkamm mit einer großen Zahl von kleinen Gendarmen. Die Felsen sind brüchig, äußerste Vorsicht ist geboten.
Rechts fällt der Grat mit einer senkrechten Wand ab, links führen steinschlaggefährdete Rinnen nach unten. Nach 7 Stunden Bewegung entlang des Grats erreicht man den Gipfel "4089 m". Hier befindet sich ein Kontrollturm. Der weitere Weg führt:
- entlang des schneebedeckten Gratkamms,
- zum Abschnitt der sogenannten Säge. Unterhalb davon ist es zweckmäßig, ein Biwak für die Übernachtung einzurichten.
Der zweite Tag beginnt mit dem Umgehen der Säge links über Felsen mit sorgfältiger Sicherung. Dann folgt der Aufstieg entlang des Grats unter eine bis zu 200 m hohe Wand. Die ersten 50 m der Wand werden frontal überwunden. Dann erfolgt ein Travers nach rechts, unterhalb der weißen Felsen mit zwei tiefen Rissen. Man geht unterhalb der Risse links und steigt auf die Platten, über die man zur oberen Turmspitze der Wand gelangt. Der Turm wird über einen Kamin mit einem Pfropfen überwunden, die Felsen sind schwierig, dann folgt ein 50–60 m langer Abschnitt über den scharfen Grat eines Gendarms bis zu einem Durchbruch. Von ihm steigt man an einem Seil (30 m) auf ein schräges Sims rechts hinab. Nachdem man das Sims bis zum Ende passiert hat, steigt man 60 m an einer Wand über sehr schwierige Felsen mit Hakenversicherung (4–5 Haken) hinauf.
Von der Wand aus erreicht man über leichte Platten den oberen Teil des Grats (30 m), dann geht es über leichte Felsen weiter. Der nächste Gendarm wird frontal überwunden, mit einem Abstieg in den Durchbruch am Seil. Ein Abschnitt mit Eis und schwierigen Felsen (30 m) führt zum Grat. Der nächste Gendarm wird links über den oberen Teil umgangen. Danach folgt der Aufstieg auf eine Eisbrücke an der Verbindung des Südost- und des Nordostgrats. Das letzte Stück der Route bis zum Gipfel führt über schnee- und eisbedeckte Hänge mit bis zu 50° Neigung. Hier ist die Anwendung von Steigeisen und Hakenversicherung erforderlich. Für den Aufstieg werden, ohne die Zustiege zu berücksichtigen, bis zu 19 Stunden benötigt. Abstieg zum Pass Ordschonikidse. Der erste Durchstieg der Route wurde im August 1956 von einer Gruppe von Instruktoren des Alpinistenlagers "Kok Bastau" unter der Führung von Ju. Mimin durchgeführt.
Empfehlungen:
- Teilnehmerzahl 4–6 Personen.
- Ausgangsbiwak am Pass Ordschonikidse.
- Aufbruch vom Biwak um 5–6 Uhr.
- Ausrüstung für eine Gruppe von 4 Personen:
- Hauptseil — 2×30 m
- Reepschnur zum Verbrauch — 15 m
- Felshaken — 8 Stück
- Eishaken — 4–5 Stück
- Hämmer — 2 Stück
(1)
4A Kat. der Schwierigkeit nach der V kfs
Ordschonikidse 4410 m
Gipfel des Vaterländischen Krieges 4050 m
Pass Partizan 4100 m
Ordschonikidse 4410 m
Pass Partizan 4100 m
(1) 4A Kat. der Schwierigkeit nach der V kfs
Autor: Schunusow B.
Quelle: Buch "Alpinistische Routen. Transili-Alatau". Teil 1 von der Website Mountain.kz
Kommentare
Melden Sie sich an, um einen Kommentar zu hinterlassen