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Brochenossez (etwa 2450 m) Tun­kin­ski Goltsy, Ostsajan

Der Gipfel liegt im Oberlauf des Flusses Lewaja Kyngarga. Die Schlucht des Flusses Kyngarga ist bereits seit Längerem für das Alpin­ismus erschlossen. Auf die Gipfel in diesem Gebiet führen Routen der Schwierigkeitsgrade 1Б bis 4Б. Eine der letzten von Alpinisten uner­schlossenen Gipfel war der Gipfel Brochenossez.

Die Erstbegehung über die Nord- (Zentral-) Kante erfolgte bei der Irku­t­sker Bezirksalpinade am 10. Mai 1976 durch eine Gruppe bestehend aus:

(siehe Gesamtansicht, Foto)

Leiter der Alpinade MS — T. W. Trubnikowa
Gruppenleiter — W. P. Brjanskij — 1. Sportkategorie

Teilnehmer:

  • G. A. Moskalev — CMS
  • A. S. Kodatschikowa — CMS
  • W. P. Nikonow — 2. Sportkategorie
  • A. F. Tscheremnych — 2. Sportkategorie
  • J. A. Friz­en — 2. Sportkategorie
  • J. P. Jurinski — 2. Sportkategorie

Vom Basislager am Fluss Kyngarga bis zum Zufluss des Flusses Lewaja Kyngarga am rechten Ufer bis zur Nordkante (ca. 2 Std.). Der Aufstieg zum Grat ist technisch unproblematisch (Foto 1 und 2).

R1

Der breite Felsgrat wurde mit gleichzeitiger Sicherung rechts des Weges begangen (links des Weges — Felsabbrüche). Allmählich geht der Grat in einen schmalen über, die Sicherung erfolgt über Felsvorsprünge.

R2

Aufstieg auf einen schmalen Sattel vor einer Felswand (Foto 3, 4). Felswand 20–25 m. Steilheit 50–60°. Felsen mittlerer Schwierigkeit (3А). Haken­siche­rung. Achtung lose Steine! Es ist besser, ein Seil als Geländer zu spannen. Der Abschnitt dauert 1–1,5 Std. Die Wand wird allmählich flacher und geht in einen stark zerklüfteten Felsgrat über. Bewegung mit gleichzeitiger und abwechselnder Sicherung (Foto 5, 6).

R3

Der schmale Grat führt zum Aufschwung. Felsen mittlerer Schwierigkeit mit guten Griffen, Sicherung über Felsvorsprünge. Länge des Abschnitts 40 m. Schwierigkeit 2Б–3А.

Der Aufschwung endet an einem steilen Felsgrat, der zu einem vorgelagerten Schneefeld führt. Gleichzeitige und abwechselnde Sicherung über Felsvorsprünge (Foto 7, 8, 9).

Der Aufstieg zum Gipfel über das Schneefeld ist technisch einfach, die Bewegung erfolgt gleichzeitig. Der Abstieg vom Gipfel über den Ostgrat bis zum Pass ist unproblematisch (1Б) (Foto 10). Bis zum Basislager ca. 3 Std. Der Aufstieg dauerte für die Erstbegeher 10 Std. Aufbruch aus dem Basislager um 5:30, Rückkehr um 15:30. Die Gratroute ist logisch und auf dem Hinweg gut einsehbar.

EMPFEHLUNGEN FÜR DIE TEILNEHMER

  • Auf den Abschnitten R1 und R3 ist es bei Begehung durch zwei Gruppen besser, ein Seil als Geländer zu spannen.
  • Auf dem Abschnitt R2 besteht die Gefahr herabfallender Steine!
  • Bei den unsteten Wetterbedingungen im Sajan im Mai empfiehlt es sich beim Aufstieg zum vorgelagerten Schneefeld, den Abstieg vom Gipfel genau zu überprüfen.

AUSRÜSTUNG FÜR EINE GRUPPE VON 6 PERSONEN

  1. Hauptseile — 3 Stck. (40 m)
  2. Felshaken — 3–4 Stck.
  3. Hämmer — 2 Stck.

Die Gruppe bewertet die Route als kombinierte Route der Schwierigkeitsstufe 2А. In den folgenden 3 Tagen wurden weitere 4 Aufstiege durch Sportgruppen durchgeführt, die die Route ebenfalls als 2А bewerteten und betonten, dass sie sogar etwas schwieriger als die Ausbildungsrouten der Stufe 2А in den Alpinlagern sei:

  • „Talgar“
  • „Dugoba“
  • „Ala-Arch“

Die Analyse der Aufstiege wurde in Anwesenheit eines Vertreters des Alpinismusverbandes der UdSSR CMS L. A. Aleksaschin durchgeführt.

Tabelle der Hauptmerkmale der Aufstiegsrouten

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Orographisches Schema

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Foto 1. img-4.jpeg img-5.jpeg

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Foto 3. img-7.jpeg

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R0–R1, R1–R2, R2–R3 — Abschnitte der Route — kleine Buschwerk. img-10.jpeg

Irkutsker Bezirksverband für Alpinismus

Beschreibung des Aufstiegs auf den Gipfel „Arschan“ über den Nordgrat

(Tun­kin­ski Goltsy, Ostsajan, 2546 m)

Irkutsk, 1971

Geografische Angaben, sportliche Merkmale und Geschichte der Erschließung der Kyngarga-Schlucht

Die Tun­kin­ski Goltsy sind der höchstgelegene Höhenzug des Ostsajan. Der höchste Punkt liegt mit 3266 m im Oberlauf der Schlucht Ganga-Chajrym. Der Höhenzug weist alpine Reliefformen auf. Es gibt viele Gipfel, die für Alpinisten von Interesse sind.

Die Schluchten sind tief, bedeckt mit schwer durchdring­lichem Taigawald. Die Waldgrenze liegt auf einer Höhe von 1700 m. Die Schneedecke ist bis Ende Sommer fast vollständig abgeschmolzen. Es gibt keine Vergletscherung.

Der Gipfel „Arschan“ liegt im Oberlauf der Schlucht des Flusses Kyngarga. Diese Schlucht ist von der Straße aus die nächstgelegene und daher die am besten zugängliche, die beliebteste und am besten erschlossene. Auf die Gipfel in diesem Gebiet führen zahlreiche Routen, von denen 6 Routen als klassifiziert gelten. Jährlich werden hier Bezirksalpinaden durchgeführt. Trotzdem gibt es hier immer noch Möglichkeiten für die Begehung neuer Routen.

Vom Kurort bis zum Basislager sind es 4 Std. Aufstieg durch die Schlucht. Höhe des Gipfels „Arschan“ 2546 m (Foto 1, 2).

Beschreibung der Route

Vom Basislager an der Mündung der Flüsse (1202 m) aufwärts am Fluss Lewaja Kyngarga, dann rechts zu einem bewaldeten Sporn (Foto 1, 2). Von der Waldgrenze auf dem Grat (Foto 4, 5) zu den Felsen. Aufstieg zum ersten Gendarmen, auf dem Grat, Umgehung der Felsen linker Hand, abwechselnde Sicherung (Foto 6, 7). Weiter über den verschneiten Hang, ohne den Gipfel des Gendarmen zu erreichen, Durchquerung zwischen „Zahn“ und Felswand (Foto 8, 9). Abstieg auf einen Sattel. Weiter Aufstieg zum 2. Gendarmen, im unteren Teil Umgehung der Felsen rechter Hand (Foto 10), weiter „direkt“, teils schwierige Abschnitte, Geländerseil (Foto 11, 12, 13).

Abstieg auf einen Sattel mit abwechselnder Sicherung (Foto 14, 15). Der nächste Felsaufschwung bis zum nächsten Sattel wird rechter Hand umgangen. Aufstieg zum 3. Gendarmen über einen breiten Grat (Foto 16, 17, 18), gleichzeitige und abwechselnde Sicherung. Bei Erreichen der Felswand des 4. Gendarmen:

  • Abstieg entlang der Felswand nach unten (Geländerseil oder Sporthaken, Foto 19);
  • Umgehung des Gendarmen über eine breite Terrasse und Aufstieg auf den Grat (Foto 19);
  • Bewegung auf dem Grat mit abwechselnder Sicherung, einzelne kleine Gendarmen werden „direkt“ genommen (Foto 20, 22) oder umgangen (Foto 21).

Im oberen Teil biegt der Grat rechts ab und führt zum Gipfel (Foto 23, 24). Abstieg auf dem Weg des Aufstiegs.

Für die gesamte Route vom Lager zum Lager werden 11–12 Std. benötigt, bei Aufstieg von Ausbildungstrupps bis zu 14 Std.

Die Route wurde mehrfach begangen und von allen Gruppen als 2А bewertet.

Die vorliegende Beschreibung wurde vom Alpinismusinstruktor W. P. Brjanskij — 1. Sportkategorie — erstellt, der den Aufstieg mit einem Trupp von Abzeichenanwärtern durchführte. Die Schwierigkeitsstufe bestätige ich. img-12.jpeg

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Tabelle der Hauptmerkmale Gipfel „Arschan“ 2А

DatumAbschnittSteilheitLänge in mGeländecharakterTechn. Schwierigk.Art der Begehung und SicherungWetterbedingungenGehzeitFelshaken
29.10.1971R0–R125°2250 mbreiter Gratgleichzeitigbedeckt2,5
R1–R230°180 mFelsengleichzeitig, abwechselndwindig0,5
R2–R325°300 mFelsenabwechselndwindig0,5
R3–R435°200 mFelsen, Platten, Wandabwechselndwindig11
R4–R525°350 mFelsenabwechselndwindig1
R5–R620°200 mFelsenabwechselndwindig1
R6–R730°250 mGrat, verschneite Blöckeabwechselndstarker Wind1
Gesamtlänge: 3850 mGesamtgehzeit: 7,5Haken: 1

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Foto 1. img-21.jpeg

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Foto 2. img-23.jpeg

Foto 4. img-24.jpeg

Foto 5. img-25.jpeg

Quellen

Kommentare

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