Pass für die Bergbesteigung
- Klasse: HOCHGEBIRGE
- Gebirgskette: SHAHDARINSKI
- Gipfel: Pik ENGELS (6510 m) über die MITTE DER OSTWAND
- Schwierigkeitskategorie: 6
- Höhenunterschied: 1340 m, Länge 1885 m
- Abschnitte der Kategorie V — 315 m
- Abschnitte der Kategorie VI — 360 m
- Eingeschlagene Haken: | Typ der Haken | Anzahl | | :------------------ | :--------- | | Fels | 114 / 39 | | Bohrhaken | 8 / 8 | | Klemmkeile | 160 / 15 | | Eishaken | 39 / 0 |
- Gehzeit: 40 Stunden, Tage: 4
- Übernachtungen: 3
- Kapitän: Pechenkin M.W. CMS
Teilnehmer:
- Pashkov P.M. CMS
- Ivanov W.B. CMS
- Kusmin W.D. CMS
- Papin W.G. CMS
- Kulakov A.A. CMS
- Trainer: Kurgin S.N. MS
- Aufbruch zum Aufstieg: 18. Juli 1988 Auf dem Gipfel: 21. Juli 1988 Rückkehr: 22. Juli 1988
Allgemeines Foto der Route 10: H=5100 m, L=500 m, 12:00.
Objektiv: "T-43" 1:4/40 mm.
— Route der Gruppe.
1– Route von Nekrassow.
2– Route von Kustowski.
Taktische Maßnahmen der Mannschaft
Die taktischen Maßnahmen der Mannschaft während des Aufstiegs entsprachen weitgehend dem geplanten taktischen Plan. Die angewandte Taktik war auf vorherigen Aufstiegen (u.a. Litauen) erprobt worden und zielte darauf ab, das Vorankommen des Ersten ohne Verzögerungen zu gewährleisten.
Die gesamte Ausrüstung und persönlichen Gegenstände wurden auf fünf Rucksäcke verteilt. Der Erste stieg ohne Rucksack auf, hatte aber die gesamte notwendige Ausrüstung am Gurt. Auf der gesamten Route ging er an einem doppelten Seil mit einer Schlaufe als Stoßdämpfer. Aufgabe des Zweiten war es, die Seile gerade zu ziehen, die Karabiner und Klemmkeile zu entfernen. Der Letzte schlug die Haken heraus und entfernte die Stationen. Die Bewegung an den Seilen erfolgte mit Obersicherung. Die Technik der Fortbewegung an steilen Seilen war bei Trainings gut geübt worden, und daher bewältigten alle die schwierigsten Abschnitte sicher auf zwei Jumar mit dem Rucksack auf dem Rücken oder befestigt am Gurt zwischen den Beinen (Foto).
Die taktischen Maßnahmen sahen einen Wechsel des Führenden vor. Die Seilschaften wechselten im Laufe des Tages gemäß dem taktischen Plan.
Gewährleistung der Sicherheit
Beim Begehen der Route wurde großes Augenmerk auf die Gewährleistung der Sicherheit gelegt. Die Sicherheit wurde durch folgende Maßnahmen gewährleistet:
- Konsultationen, sorgfältige Beobachtung der Wand während 10 Tagen und Erstellung eines Regimes für Steinschlag.
- Begehen des Schneehanges in der frühen Morgenstunde.
- Geschwindigkeit der Bewegung der Mannschaft auf der Route: Diese konnte durch die richtig gewählten taktischen Maßnahmen (Zusammenwirken der Seilschaften) sowie durch den großen Anteil an felsigen Abschnitten, die im Freiklettern mit Hilfe von Klemmkeilen und Friends begangen wurden, erhöht werden.
- Anwendung von blockierten Haken bei der Einrichtung von Stationen.
- Bewegung des Ersten an einem doppelten Seil mit einer Schlaufe als Stoßdämpfer. Bewegung an den Seilen mit Obersicherung.
- Richtige Wahl der Übernachtungsplätze: Die Taktik der Bewegung war so berechnet, dass die Mannschaft den Ort der nächsten Übernachtung um 18:00–19:00 Uhr erreichte, was es ermöglichte, die Übernachtung vorzubereiten und Essen zu kochen, bevor es dunkel wurde; alle Übernachtungen waren liegend unter dem Schutz von Felsüberhängen, was die Möglichkeit von Steinschlag ausschloss (Foto).
- Vorhandensein einer Beobachtungsgruppe und zuverlässiger Kommunikationsmittel.

Fotopanorama des Aufstiegsgebiets

Vom Aufnahmepunkt: H=4050 m, L=2–5 km, 14:00. Objektiv: "T-43" 1:4/40 mm.
- Zur genauen Orientierung auf der Route hatte die Mannschaft ein Arbeitsfoto dabei und konnte bei Bedarf jederzeit über das Funkgerät "ROMASHKA" mit den Beobachtern Rücksprache halten, die die Route ständig mit einem 60-fach vergrößernden Fernrohr beobachteten.
- Vorhandensein einer Absicherungsgruppe.
- Möglichkeit der Fernkommunikation über eine Grenzstation.
- Vorherige Vereinbarung mit der Mannschaft aus Kasan über die Möglichkeit der Nutzung eines LKW vom Typ KAMAZ.
Ausführung des taktischen Plans
Die Bewegung der Mannschaft auf der Route erfolgte in Übereinstimmung mit dem taktischen Plan. Die Anzahl der Arbeitstage, die Lage der Übernachtungen und der Wechsel der Führenden und Seilschaften während der Bewegung entsprachen genau dem taktischen Plan.
Umweltschutz
Während der Begehung der Route hielt sich die Mannschaft an die Regeln zum Schutz der Umwelt für alpine Aufstiege auf dem Territorium der UdSSR. Insbesondere wurden heruntergeworfen:
- Konservendosen
- Plastiktüten
M 1:2000
Allgemeine Übersicht über die Route
Insgesamt: Felsenhaken 114/39, Bohrhaken 8/8, Klemmkeile 160/15, Eishaken 39/0. Gehzeit: 40 Stunden.
R30: 620 m, 20°, Kat. V. Gehzeit: 7 Stunden.
| Abschnitt | Felsen | Bohrhaken | Klemmkeile | Eishaken | Länge, m | Steilheit, ° | Kat. | Abbildung / Kommentar |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| R1 | 2/0 | - | 9/0 | - | 50 | 75 | IV | |
| R2 | 2/0 | - | - | 6/0 | 60 | 45 | III | ![]() |
| R3 | 2/0 | - | 4/0 | - | 20 | 70 | V | ![]() |
| R4 | 4/0 | - | 7/0 | - | 25 | 65 | V | ![]() |
| R5 | 3/0 | - | 4/0 | - | 40 | 70 | VI | ![]() |
| R6 | 2/0 | - | 3/0 | - | 25 | 70 | V | ![]() |
| R7 | 1/0 | - | 4/0 | - | 20 | 85 | V | ![]() |
| R8 | 6/2 | - | 10/4 | - | 20 | 65 | V | |
| R9 | 3/3 | 2/1 | - | Λ-6 | 40 | 90 | A3 | |
| R10 | 2/0 | 3/0 | - | 3-496 | 5 | 90 | A4 | |
| R11 | - | - | - | - | 10 | 65 | V | Gehzeit: 11 Stunden |
| R12 | 0/0 | 3/0 | 1/0 | CX-30 | 15 | 70 | V | |
| R13 | 4/0 | - | 7/0 | - | 40 | 65 | V | ![]() |
| R14 | 4/0 | - | 9/0 | - | 50 | 65 | V | ![]() |
| R15 | 2/0 | - | 1/0 | 3/0 | 50 | 30 | III | ![]() |
| R16 | 1/0 | - | 4/0 | - | 20 | 70 | IV | |
| Δ 1. Kat. | ||||||||
| Bearbeitung am Abend | ||||||||
| R17 | 3/0 | - | 5/0 | - | 60 | 25 | IV | |
| R18 | 12/6 | 6 | 6 | - | 35 | 80 | VI | |
| R19 | 12/6 | 8 | 6/8 | - | 60 | 85 | VI | |
| R20 | 18/2 | 8 | 3 | - | 20 | 60 | V | Δ 2. Kat. Gehzeit: 11 Stunden |
| R21 | 18/2 | 8 | 2/3 | - | 40 | 95 | A4 | |
| R22 | 4/2 | - | 5/0 | - | 50 | 90 | A4 | |
| R23 | 3/0 | - | 10/0 | - | 15 | 90 | A2 | |
| R24 | 4/0 | - | 9/0 | - | 40 | 70 | VI | |
| R25 | 5/2 | - | 8/1 | - | 40 | 70 | VI | |
| R26 | 2/0 | - | 6/0 | - | 30 | 75 | A2 | |
| R27 | 2/0 | - | 6/0 | - | 20 | 85 | VI | |
| R28 | 3/0 | - | 6/0 | - | 25 | 75 | VI | |
| R29 | 8/0 | - | 8/0 | 10/0 | 340 | 55 | V |
Beschreibung der Route nach Abschnitten
Abschnitt R0–R1
Wir überqueren den Bergschrund in seinem linken Teil. Frühmorgens hält die Schneebrücke, der gut hält. Aufstieg über einen vereisten Innenwinkel auf eine breite Stufe. Traversieren nach rechts.
Abschnitt R1–R2
Aufstieg über einen Schnee-Firn-Hang (60 m): Sicheln, unter dem Schnee Eis. Der Erste steigt in Steigeisen auf, Sicherung durch Eisschrauben, Aufstieg bis zu einer kleinen Felsstufe.
Abschnitt R2–R3
Von der Stufe aus direkt nach oben über einen Innenwinkel: in Galoschen (Foto).
Abschnitt R3–R4
Felsplatte mit wenigen Griffen. Auf ihr nach links oben bis zu einer geneigten Stufe. Man sieht Spuren von Haken.
Abschnitt R4–R5
Felsen mit wenigen Griffen (umgekehrte Lage). Links, 20 m entfernt, ist eine Nylonschlinge sichtbar (dort nicht entlanggehen). Aufstieg direkt nach oben bis zu einer guten Stufe unter einem Überhang (Foto).
Abschnitt R5–R6
Von der Stufe aus nach links oben über eine geneigte Felsplatte.
Abschnitt R6–R7
Weiter über die Wand mit einer Spalte. Gute Risse für mittlere Klemmkeile. Ausgang auf eine breite Stufe, auf der sich der 1. Kontrollturm befindet (Foto).
Abschnitt R7–R8
Über einen Innenwinkel mit zunehmender Steilheit bis zum Beginn eines Kamins. Nach 20 m von der Stufe aus ist es zweckmäßig, einen Sicherungspunkt anzubringen (Foto).
Abschnitt R8–R9
Kamin, zerstörte und vereiste Felsen. Klettern im Gegenhalt unter einem Überhang (Foto).
Abschnitt R9–R10
Der Überhang wird links umgangen. Ausgang auf eine gute Stufe. Traversieren nach links auf der Stufe. Wir schlagen etwa 1 m³ Eis für eine Plattform unter dem Zelt ab. Die Übernachtung erfolgt liegend (Foto).
Abschnitt R10–R11
Einfacher Innenwinkel mit Ausgang auf eine breite Stufe unter einem Überhang. Traversieren nach rechts 40 m.
Abschnitt R11–R12
Innenwinkel, der auf einer kleinen Stufe endet (vereiste Felsen).
Abschnitt R12–R13
Über eine geneigte Felsplatte bis zu einer kleinen Stufe (Foto).
Abschnitt R13–R14
Über eine geneigte Felsplatte bis zu einer Stufe unter einem Schneegrat.
Abschnitt R14–R15
Über den Schneegrat bis zu einer Felsenwand.
Abschnitt R15–R16
Einfache Felsenwand.
Abschnitt R16–R17
Zweiter Schneegrat bis zu einer Wand mit einer kleinen Stufe.
Abschnitt R18–R19
Von der Stufe aus etwas nach rechts und oben. Sehr schwieriges Klettern (Leitern). Ausgang auf eine breite Stufe unter einem Überhang, auf der sich der 2. Kontrollturm befindet. Übernachtung.
Abschnitt R19–R20
Von der Stufe aus bis zu einem Abbruch (Blockstruktur) unter den roten überhängenden Felsen.
Abschnitt R20–R21
Überhängende Felsen, Klettern an künstlichen Haltepunkten bis zu einer guten Stufe (günstiger Ort für die Sicherung, Foto).
Abschnitt R21–R22
Überhängende Felsen, die allmählich in "Widderstirnen" übergehen. Geglättete, nasse Felsen mit wenigen Griffen. Ausgang auf eine breite Stufe unter einem Überhang (3. Kontrollturm).
Abschnitt R22–R23
Nach einem Traversieren auf der Stufe nach rechts auf 40 m (quer durch einen großen Innenwinkel, durch den Wasser fließt) über eine steile Felsenwand auf eine Stufe, von der Stufe aus über einen kleinen Überhang nach oben und Traversieren auf 10 m nach links zur Basis eines Innenwinkels.
Abschnitt R23–R24
Über einen breiten Innenwinkel entlang seiner rechten Wand bis zu kleinen Stufen (Sicherungspunkt).
Abschnitt R24–R25
Weiter nach oben-links 10 m und Übergang in den nächsten Innenwinkel, entlang dessen linker Seite bis zu einem Abbruch, durch den ein Bach fließt, bis zu einer Stufe (Sicherungspunkt).
Abschnitt R25–R26
Über den Innenwinkel nach oben (nasse Felsen).
Abschnitt R26–R27
Über eine steile Felsenwand (nasse Felsen): bis zum Innenwinkel.
Abschnitt R27–R28
Über den nassen Innenwinkel bis zu einer Stufe unter einem Schneegrat.
Abschnitt R28–R29
Begehen eines kleinen Schneekarmines, Ausgang auf einen Schnee-Eis-Grat (unter dem Schnee Eis). Bewegung in Steigeisen. Sicherung durch Eisschrauben. Der Grat wird allmählich flacher. Übernachtung.
Abschnitt R29–R30
Steiler Schnee-Eis-Grat. Achtung: Überhänge! Unter dem Schnee Eis. Umgehung von Graten links nach dem Verlauf, bis zu einem großen "Haus"-Gipfel mit einer Schneekappe. Abstieg von einem Joch nach rechts auf den Grat (40 m), Traversieren auf dem Hang (120 m), Aufstieg auf den Gipfel über einen Schneehang (80 m). Abstieg über einfache, flache Schnee-Eis-Hänge in Richtung des Marxs-Piks (Foto).









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