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Südwest-Pamir. Pik Schpil. Höhe (5527 m) 5568 m
Bericht über die Erstbegehung über den Ostgrat der 4A Schwierigkeitskategorie, durchgeführt von der Gruppe des Charkower Oblast-Rates der DSO "Awanangard" am 20. Juni 1973, bestehend aus:
- Slobodyanik L.I. – 2. Sportkategorie – Leiter
- Spesivtsew A.E. – Meister des Sports
- Kowalinskaja L.P. – 2. Sportkategorie
- Jeremenko G.N. – 2. Sportkategorie
Charkow, 1973
Inhalt
- Zusammensetzung der Gruppe.
- Charakteristik des Objekts.
- Kartenskizze.
- Fotografien des Objekts mit Aufteilung in Abschnitte.
- Beschreibung der Route.
- Empfehlungen für die Route.
- Bewertung der Route.
- Tabelle der wichtigsten Routenindikatoren.
1. Zusammensetzung der Gruppe
- Slobodyanik L.I. – 2. Sportkategorie, Charkow (Leiter)
- Spesivtsew A.E. – Meister des Sports, Charkow
- Kowalinskaja L.P. – 2. Sportkategorie, Charkow
- Jeremenko G.N. – 2. Sportkategorie, Charkow
2. Charakteristik des Objekts
Pik Schpil liegt im Südwest-Pamir im Schachdara-Gebirge am Wasserscheidepunkt der Flüsse Garm-Tschaschma, Bidjuar-dara und Ab-charw-dara und hat eine Höhe von 5497 m.
Bereits 1931 bemerkte P. Luknizki bei der Kartierung dieses Gebiets und dem Aufstieg zu den Quellen der Bidjuar-dara auf der Karte einen namenlosen Gipfel mit einer Höhe von etwa 5500 m, der das Tal der Bidjuar-dara abschließt. Er suchte von hier aus einen Pass ins Tal der Garm-Tschaschma, fand ihn jedoch nicht.
Derzeit kann man vom Tal der Garm-Tschaschma durch den Desjati-Pass ins Tal der Bidjuar-dara gelangen.
Im Jahr 1970 besuchte eine Gruppe von Touristen aus Kiew diesen Ort und wies auf die Möglichkeit eines Aufstiegs auf diesen Gipfel von der Seite des Bidjuar-dara-Gletschers hin.
Im Jahr 1971 unternahm die Mannschaft des Charkower Oblast-Rates der DSO "Awanangard" einen Versuch, den Schpil über die Wand zu besteigen. Sie wiesen ebenfalls auf die Möglichkeit eines Aufstiegs von der Seite des Bidjuar-dara-Gletschers über die nordöstlichen Schneefelder mit dem Ausgang auf den Ostgrat hin. Im selben Jahr führte eine Gruppe von Alpinisten aus Leningrad unter der Leitung von E. Petrow einen Aufstieg auf den Schpil über den Westgrat durch.
5. Beschreibung der Route
Vom Kischlak Garm-Tschaschma bis zum Desjati-Pass – 10–12 Stunden Aufstieg. Vom Pass aus 50–60 m Abstieg über Felsen mittlerer Schwierigkeit auf den Bidjuar-dara-Gletscher. Hier gibt es auf der Moräne geeignete Plätze für eine Übernachtung.
Es wird empfohlen, die Route etwa um fünf oder sechs Uhr morgens zu beginnen. Die Route wird früh von der Sonne beschienen, und daher wird der Schnee schnell matschig.
Vom Übernachtungsplatz aus den Gletscher über Schneefelder queren und in einer halben Stunde zum Beginn der Route gelangen. Aufstieg links-aufwärts 300 m (siehe Foto 1) über einen Schneehang mit einer Steilheit von 30–35°. Geschlossene Spalten sind möglich. Der Schnee hat eine Firnstruktur.
Dann Traversieren nach rechts, um eine Spalte zu umgehen, aufwärts 60–70 m, der Hang wird steiler (bis zu 45°), Traversieren nach links. Dann 150 m links-aufwärts über einen sehr steilen Schneehang (bis zu 50°), der Schnee ist locker, rieselnd, tief.
Traversieren über einer Spalte nach rechts 150 m, dieser Abschnitt ist sehr gefährlich wegen:
- der Lockerheit des Schnees;
- der großen Steilheit des Hanges, dann direkt aufwärts 20–30 Meter und Abstieg in eine Schneemulde vor dem Bergschrund. In der Mulde gibt es geeignete Plätze für eine Übernachtung.
Der Bergschrund wird mit Hilfe von Leitern und Eishaken überwunden.
Nach dem Bergschrund Aufstieg 200 m über einen steilen (45°) Hang mit tiefem Schnee und Ausgang auf den Ostgrat (siehe Foto 2). Auf dem Grat gibt es Überhänge, daher sollte man links davon gehen. Aufstieg 400 m über einen Hang von 35–40° und Ausgang zu einer 40 Meter hohen Felsenwand. Über die Felsen der 4. Schwierigkeitskategorie Aufstieg auf den Vorgipfelgrat, auf dem 3 Seillängen über Felsen der 2. Schwierigkeitskategorie und Aufstieg auf den Gipfel. Abstieg auf dem Aufstiegsweg.
6. Empfehlungen für die Route
- Die Route sollte nicht später als 6:00 Uhr begonnen werden; bei späterem Aufbruch wird empfohlen, ein Zelt und einen Kocher mitzunehmen.
- Eine Gruppe von 4–6 Personen wird empfohlen.
- Auf der Route sollte man sich vor Lawinen und geschlossenen Spalten in Acht nehmen, auf dem Grat vor Überhängen.
- Bei der Begehung der Route Ende Sommer Steigeisen mitnehmen.
7. Bewertung der Route
Basierend auf den der Gruppe bekannten, zuvor begangenen Routen (Zaromag, Adai-Choch) bewertete die Gruppe die Route mit 4A Schwierigkeitskategorie. Dieselbe Bewertung gab der Route die Mannschaft des Charkower Oblast-Rates der DSO "Awanangard", die auf den Schpil über die Wand aufstieg und auf dieser Route abstieg.
8. Tabelle der wichtigsten Routenindikatoren

| Datum | Abschnitt Nr. | Steilheit | Länge | Charakteristik des Reliefs | Schwierigkeitskategorie des Abschnitts | Art der Sicherung | Wetterbedingungen | Felsenhaken | Eishaken | Übernachtungsbedingungen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 20/VI-73 г. | 1 | 30–35° | 300 m | Schnee | 2 | durch Eispickel | ||||
| 2 | 45–50° | 150 m | Schnee | 3 | durch Eispickel | |||||
| 3 | 50–55° | 150 m | Schnee | 3 | durch Eispickel | |||||
| 4 | 50–55° | 150 m | Schnee | 3 | durch Eispickel | |||||
| 5 | 45–50° | 250 m | Schnee, Eis | 4 | durch Eishaken, Eispickel | 6 | 3 | auf der Gletschermoräne | ||
| 6 | 35–40° | 400 m | Schnee | 2 | durch Eispickel | |||||
| 7 | 75–85° | 40 m | Felsen | 4 | durch Felsenhaken | |||||
| 8 | 25–30° | 100–150 m | Felsen | 2 | durch Vorsprünge |
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