Kam­tschat­ka

Sre­din­ny­ge­bir­ge Ichi­in­s­ki­er Vul­kan SO-Hang 3A Kat. sl. g. Pet­ro­pa­vlovsk (K)

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Kar­mo­sche­ma r-­na Uvi­ne­ko­ro­go V-­na.

Be­schrei­bung der Berg­stei­gung auf den Gip­fel Ichi­insk­aja mit SO 3A Kat. sl.

1. Be­schrei­bung der Lage des Vul­kans

Der Vul­kan Ichi­in­s­ki be­fin­det sich im Zen­trum der Hal­bin­sel Kam­tschat­ka in der Ket­te des Sre­din­ny­ge­bir­ges. Das Sre­din­ny­ge­bir­ge er­streck­te sich von Nor­den nach Sü­den über 1000 km und teilt die Hal­bin­sel in zwei fast glei­che Tei­le: Ost-Kam­tschat­ka und West-Kam­tschat­ka. Von den Vul­kanen des Sre­din­ny­ge­bir­ges ist der Ichi­in­s­ki der höch­ste. Sei­ne Höhe be­trägt 3621 m. Der Vul­kan ist tä­tig.

Die Ge­schich­te der Tä­tig­keit des Vul­kans ist sehr kom­plex:

  • Die An­fangs­erup­tio­nen wur­den hauptsächlich durch Ba­sal­te ge­prägt.
  • Dann kam es zu ei­ner rie­si­gen Ex­plo­si­on, die den Gip­fel­be­reich des Vul­kans zer­stör­te.
  • Die An­fangs­ba­sal­ti­gen Erup­tio­nen wur­den durch An­de­sit-Da­zit-Er­up­tio­nen ab­ge­löst.
  • Die mo­der­ne Tä­tig­keit des Vul­kans äu­ßert sich in ei­ner ge­rin­gen Fu­ma­ro­len­ak­ti­vi­tät auf den nörd­li­chen Hängen des Vul­kans.

Der Vul­kan hat ei­ne sehr star­ke Ver­glet­sche­rung. Die Glet­scher­zun­gen rei­chen:

  • im Sü­den bis auf 1800 m;
  • im Nor­den bis auf 1400 m.

Der Gip­fel ist ein mäch­ti­ger kup­pel­för­mi­ger Glet­scher, der steil auf al­le Him­mels­rich­tun­gen ab­fällt. 100–150 m un­ter­halb des höch­sten Punk­tes ist der Glet­scher gele­gent­lich von Ket­ten von Fels­na­deln (er­starr­te La­va) durch­zo­gen. Zwi­schen den Na­deln ist der Glet­scher dicht von Quer­spal­ten durch­zo­gen.

Die Schnee­li­nie auf den süd­li­chen Hängen liegt im Som­mer auf ei­ner Höhe von 2200–2400 m. Mehr­jäh­ri­ge Schnee­fle­cken in den Runsen be­fin­den sich auf ei­ner Höhe von 1300–1400 m.

Das Wet­ter ist im Ver­gleich zu an­de­ren Berg­re­gio­nen Kam­tschat­kas hier sta­bil, aber es fällt viel Nie­der­schlag — bis zu 1000 mm pro Jahr.

Die Berg­stei­gung soll­te im Zeit­raum vom 20. Juli bis 15. Sep­tem­ber durch­ge­führt wer­den.

  1. An­mar­schie­ren zum Start der Berg­stei­gung a) Flug­rei­se. Die Stadt Pet­ro­pa­vlovsk-Ka­mat­s­ki ist mit dem Ort Es­so durch einen re­gel­mä­ßi­gen Flug­ver­kehr ver­bun­den. An­de­re Fort­be­we­gungs­mit­tel sind zu­ver­läs­si­ger, aber sehr zeit­auf­wen­dig.

b) Fuß­marsch. Man be­wegt sich auf dem Weg laut der bei­ge­füg­ten Kar­te. Auf dem gan­zen Weg gibt es viel Brennholz, Was­ser, man kann über­all über­nach­ten. Im Au­gust — Sep­tem­ber gibt es viel Obst, Pil­ze. Es gibt Wild: Rebhüh­ner, En­ten. In den zahl­rei­chen Flüs­sen gibt es Fisch.

Der Über­gang dau­ert vol­le 3 Tage und en­det am Über­gang 970 m, an den SO-Hängen des Ichi­in­s­ki­er Vul­kans. Das La­ger soll­te in der Mün­dung der Sch­lucht auf­ge­schla­gen wer­den, durch die ein Bach vom Vul­kan fließt.

  • Es gibt Brennholz — Zwerg­kie­fern.
  • Man kann wei­ter durch die Sch­lucht ge­hen, etwa ei­ne Stun­de Fuß­marsch.
  • Dort gibt es noch Brennholz.

Aber aus der Sch­lucht ist der Weg nicht sicht­bar.

3. Be­schrei­bung der Rou­te in Ab­schnit­ten.

  1. Ab­schnitt. Hö­hen­un­ter­schied 1000 m. Steil­heit beim Be­we­gen durch die Sch­lucht ist be­trächt­lich. Auf dem Hang des Vul­kans 20–30°. Man be­wegt sich vom Ba­sisl­ager durch die Sch­lucht bis zum Was­ser­fall. Links vom Was­ser­fall auf klei­nem und gro­ßem Ge­röll — Aus­gang auf den stei­len Fel­shang. Die Fel­sen sind ein­fach (cha­oti­sche An­häu­fung von Brü­chen er­starr­ter La­va, 150 m).

Aus­gang auf das La­va­pla­teau. Dau­er der Be­we­gung 5 Stun­den. 2. Ab­schnitt. Hö­hen­un­ter­schied 900 m. Steil­heit 20°, auf dem letz­ten Ab­schnitt 30–35°. Durch das La­va­feld auf ei­nen un­deut­lich aus­ge­präg­ten Grat, der mit Schlacke und klei­nem Ge­röll be­deckt ist. Rich­tung der Be­we­gung — Gen­darm (siehe Fo­to 1 und 2). Auf ei­ner Höhe von 2700 m stei­ler Auf­stieg 30–35°.

Links und rechts vom Grat Eis­stür­ze. Auf ei­ner Höhe von 2800 m flacht der Grat zu ei­nem klei­nen Glet­scher­pla­teau ab, das mit Schlacke und klei­nem Ge­röll be­deckt ist.

Über­nach­tung. Was­ser: Eis und mehr­jäh­ri­ge Schnee­fle­cken. Dau­er der Be­we­gung 6 Stun­den. 3. Ab­schnitt

Hö­hen­un­ter­schied 400 m

Steil­heit 35–40°

Rich­tung der Be­we­gung — Gen­darm.

Auf klei­nem Ge­röll Um­ge­hung des Gen­darms:

  • links
  • oder rechts beim Auf­stieg.

An­ge­schwemm­tes Eis. Fel­sen mitt­le­rer Schwie­rig­keit auf ei­nem klei­nen Ab­schnitt. Ver­si­che­rung ab­wech­selnd.

Aus­gang auf den Schnee-Eis-Hang. Dau­er der Be­we­gung 3 Stun­den. 4. Ab­schnitt. Hö­hen­un­ter­schied 351 m. Steil­heit 35–40°. Hang Eis-, stellen­wei­se mit Firn be­deckt. Links beim Auf­stieg — Fel­s­aus­brü­che der Wand des Zirkus, rechts — Eis­stür­ze. Be­we­gung mit ab­wech­seln­der Ver­si­che­rung 50–60 m vor dem Gip­fel — Eis mit ei­ner Steil­heit bis zu 50°.

Der gan­ze Gip­fel ist ein Deck­glet­scher. Der Stein­mann be­fin­det sich auf den letz­ten Fel­sen. Vom Gip­fel aus ist noch ein Gip­fel des Ichi­in­s­ki­er Vul­kans sicht­bar, der nörd­li­che. Er ist et­was nie­driger als der süd­li­che, auf den die Rou­te führt.

Ent­fer­nung zwi­schen den Gip­feln: 400–500 m.

Die Gip­fel sind durch ei­nen Eis­sat­tel mit­ein­an­der ver­bun­den.

Hö­hen­un­ter­schied zwi­schen dem süd­li­chen Gip­fel und dem Sat­tel: 150–200 m.

Dau­er der Be­we­gung auf dem Ab­schnitt: 2,5 Stun­den.

4. Ab­stieg vom Gip­fel

Ab­stieg streng auf dem Weg des Auf­stiegs. Es ist ge­fähr­lich, auf den Eis­sturz ab­zu­bie­gen.

Nicht durch die Runsen ab­stei­gen — sie en­den in ho­hen Was­ser­fäl­len.

Ab­stieg bis zum Ba­sisl­ager — 8–9 Stun­den.

  1. ZEIT­BE­DARF FÜR DIE ROUTE.

Tag 1, 2, 3 — Über­gang vom Ort Es­so zur Rou­te.

Tag 4

    1. Ab­schnitt — 5 Stun­den.
    1. Ab­schnitt — 6 Stun­den.

Tag 5

    1. Ab­schnitt — 3 Stun­den.
    1. Ab­schnitt — 2,5 Stun­den.
  • Ab­stieg ins Ba­sisl­ager — 9 Stun­den.

Insgesamt: 25,5 Stun­den.

  1. SPE­ZI­EL­LES AUS­RÜ­STUNGS­MA­TE­RI­AL FÜR DIE GRUP­PE VON 6 PER­SO­NEN: a) Haupt­sei­l 2–3 × 40 m; b) Felshaken 2 St.; c) Eis­haken 4 St.; d) Kar­abi­ner 4 St.; e) Reepschnur Ver­brauchs­ma­te­ri­al 8 m; f) Steig­ei­sen 6 Paar

Die Be­schrei­bung wur­de von (S. Grin­ke­witsch) am 24. No­vem­ber 1971 ver­fasst g.img-1.jpeg

970 мPro­fil der Rou­te des Vaskom­dents auf den Ichi­in­s­ki Bu­lak

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CIPomo 1

Quellen

Kommentare

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