Pass des Aufstiegs

  1. Winter-Kletterklasse.

  2. Gebiet 2.10 Gebirge von Dagestan, Chehychai-Schlucht, Shalbuzdag-Kamm.

  3. Shalbuzdag Nordost, 3500 m, durch die Spalte des rechten Bastions der Südwand.

  4. 5A Kat. Schw., Erstbegehung.

  5. Charakteristik der Route:

    Höhenunterschied: Route — 230 m, Wand — 210 m (von 3270 m bis 3480 m), durchschnittliche Steilheit der Wand — 70°, Länge der Route 506 m, Wandabschnitt 246 m, Länge der Abschnitte:

    • 1 — 250 m
    • 2 — 20 m
    • 3 — 38 m
    • 5 — 198 m.
  6. Verwendetes Material auf der Route: Fels-Haken — 27, Klemmkeile — 27, Bohrhaken — 0. Hinterlassene eigene Fels-Haken — 3.

    • Schema der Route in UIAA-Symbolen: g. Shalbuzdag N-O von Süden durch die Spalte des rechten Bastions 5A Kat. Schw. img-0.jpeg
  7. Wandertage — 2; Gehstunden — 8.

  8. Übernachtung auf 3350 m Höhe im Sturm-Lager im Shalbuzda-Zir kus.

  9. Leiter: Goryaev Anatoliy Erdnigorjaevich, 1. Sportklasse

    Teilnehmer:

    • Voronin Sergey Valeryevich, 1. Sportklasse
    • Slobodenjuk Yuriy Yuryevich, CMS
  10. Trainer: Murtazaliyev Ziyabutin Murtazaliyevich

  11. Ausgang aus BL — 1. März 1998. Vorbearbeitung — 2. März 1998. Aufstieg auf die Route, Gipfel, Abstieg ins Sturm-Lager — 3. März 1998. Rückkehr nach BL — 4. März 1998.

  12. Organisation — Dagestanische Republikanische Such- und Rettungsdienst des russischen Katastrophenschutzministeriums.

Taktische Aktionen des Teams

  1. März 1998 um 10:00 Uhr brach das Team vom Basislager "Yerydag" auf. Um 16:00 Uhr erreichten sie den Ort der Übernachtung und errichteten ein Lager. Am Morgen des 2. März 1998 um 9:00 Uhr starteten sie zur Erkundung der Route. Sie umgingen den "Tisch" im Osten und kehrten auf dem gleichen Weg zurück. Die Route, die vom ABC sichtbar war, erschien uns am logischsten, und um 14:00 Uhr des 2. März 1998 begannen sie mit der Bearbeitung.

Auf dem Schutt:

  • Voronin zog Kletter-Turnschuhe an und begann auf zwei Seilen die Bearbeitung der inneren Ecke (Seile — 11 mm "Edelweiss" 50 m Dynamik und 11 mm "Beal" 50 m Statik).
  • Bei der Sicherung — Goryaev.
  • Die Sicherung erfolgte über den "Hüftgurt".
  • Die erste Station befand sich 35 m vom Beginn der Route.

Aktionen der Seilschaft:

  • Goryaev näherte sich mit Hilfe von "Petzl"-Klemmen Voronin, übergab ihm die unterwegs entfernten Klemmkeile.
  • Dann bearbeitete Voronin auf einem Doppelseil weitere 35 m, erreichte eine bequeme Konsole, hängte die Perlen auf und begann den Abstieg.
  • Um 17:00 Uhr waren beide unten.

Während der Arbeit der Seilschaft:

  • Slobodenjuk korrigierte von unten die Arbeit und wiederholte die Kommandos und nahm Kontakt mit der Basis auf der Funkstation Standard HX 390V auf.
  • Ins Zelt kehrten sie um 18:00 Uhr zurück.

Am 3. März 1998 um 9:00 Uhr begann das Team die Arbeit:

  • Als Erster stieg Goryaev auf den aufgehängten Seilen auf und ließ einen Kontroll-Turm auf der Station R1 zurück.
  • Dann — Slobodenjuk.
  • Als Letzter, der auf dem Weg die Station R1 abbaute, stieg Voronin auf.

Auf der Konsole:

  • Goryaev zog Kletter-Turnschuhe an.
  • Ging auf einem Doppelseil über die "Widderstirnen".
  • Dann passierte er eine 5-Meter-Wand und eine unkomplizierte innere Ecke.
  • Erstellte auf der Konsole eine Station, nahm die Übrigen auf und setzte die Arbeit an der steilen inneren Ecke fort, in deren Mitte sich eine Grotte befand.
  • In der Grotte — der zweite Kontroll-Turm KT2.

Besonderheiten des Durchgangs bis zur Grotte:

  • Die Arbeit ist sehr vorsichtig.
  • Das Passieren wird durch unzuverlässige Griffe erschwert.

Nach der Grotte:

  • Goryaev, der aus der Grotte austrat und die innere Ecke passierte, erstellte eine Station und nahm Slobodenjuk auf, dann näherte sich Voronin.
  • Von der Konsole aus trat Goryaev in den Kamin ein, der unter dem "Pfropfen" lag.
  • Slobodenjuk bestand darauf, dass Goryaev dort eine Station errichtete, da aufgrund des Pfropfens die Fortsetzung der Route nicht sichtbar war und die Interaktion der Seilschaft erschwert wurde.
  • In der Grotte — der dritte Kontroll-Turm KT3.

Abschluss des Aufstiegs:

  • Goryaev, der den Pfropfen entlang der linken Wand des Kamins umging, benutzte harte Haken 30ChGSA (die sich auf der gesamten Route sehr bewährt hatten), trat auf das Dach aus.
  • Er erstellte eine Station, nahm die Übrigen um 14:00 Uhr auf.
  • Hier ließen sie einen Kontroll-Turm zurück.
  • Auf dem Weg zum Gipfel überwanden sie eine kleine innere Ecke.
  • Auf den Gipfel gelangten sie um 14:30 Uhr.

Das Wetter war morgens klar und leicht bewölkt. Um 12:30 Uhr begann das Wetter sich zu verschlechtern, feiner Schnee fiel, ein kalter Wind blies.

Abstieg vom Gipfel nach Nordwesten bis zur Wand des zentralen Bastions, dann links nach unten über unkomplizierte Felsen und Geröll. Entspricht der Route 1B Kat. Schw. Dann erreichten wir über ein großblockiges Geröllfeld das Zelt um 15:10 Uhr. Um 16:30 Uhr machten wir Kontakt mit der Basis und blieben über Nacht. Morgens packten wir zusammen und kehrten auf dem Weg des Aufstiegs zur Basis zurück.

Die Route bietet vielfältiges Relief. Vorgebildete Sportler überwinden die gesamte Route im Freiklettern ohne Zuhilfenahme von ITO. Auf Abschnitt 11 Vorsicht! Das Relief ist beschädigt. Auf Abschnitt 12 — beim Verlassen der Grotte — ein großer instabiler Block. Arbeit auf einem Doppelseil, Sicherung mit einem dynamischen Seil "Edelweiss" 11 mm über den "Hüftgurt". Auf der Route wurden große Knoten als Klemmkeile verwendet. Ausrüstung: Gore-Tex und Polartec von "Salewa" und "VTN".

Rettungsteam:

  • Sogokon A.E. — Leiter des Teams, CMS
  • Krasnopolskiy Yu.V., CMS
  • Skornyakov A.N., CMS
  • Smotrov S.I., CMS
  • Nurbagandov G.M., CMS
  • Bublik O.N., 1. Sportklasse
  • Makovkin M.V., 1. Sportklasse

Beschreibung der Route nach Abschnitten

Abschnitt R0–R2. Die Route beginnt mit einer 60-Meter-internen Ecke, deren Steilheit auf der rechten Seite zwischen 90° und 120° schwankt, links — 80–85°. In der Mitte — eine Spalte mit einer Breite von 5 bis 20 cm. Das Relief auf beiden Seiten der Ecke (insbesondere im mittleren Teil) ist nicht ausgeprägt, klein; man muss die Spalte und die Reibung nutzen. Für die Sicherung wird die Verwendung großer Klemmkeile empfohlen. In der Mitte der Ecke — eine geneigte monolithische Konsole. Die Station ist unbequem, die Organisation der Station ist erschwert. Besonderheiten:

  • Die schwierigsten Abschnitte: die letzten 10 m vor der Station R1 und das Gesims darüber. Die gesamte Ecke wurde im Freiklettern überwunden.

Abschnitt R2–R5. Im oberen Teil der inneren Ecke befindet sich ein kleiner "Widderstirn", der sich in eine bequeme Konsole abflacht, auf der die Station R2 organisiert ist.

Abschnitt R6–R10 bis zur Station R3 ist mittelkomplex mit einer schwierigen Wand. Für die Organisation der Station R3 gibt es eine bequeme Konsole.

Abschnitt R10–R12. Der Abschnitt stellt eine nicht klar ausgeprägte Ecke dar, in der Mitte eine Grotte. Höchste Schwierigkeit:

  • Das Passieren des Abschnitts bis zur Grotte, das Relief ist nicht zuverlässig, Griffe sind sehr vorsichtig zu belasten.
  • Beim Verlassen der Grotte ein großer instabiler Block. Weiter — innere Ecke bis zur Station R4.

Abschnitt R12–R13. Von der Station R4 Eintritt in den Kamin mit einem Pfropfen. Es wird empfohlen, die Station R5 zu organisieren. Dort auch der Kontroll-Turm KT3.

Abschnitt R13–R15. Von der Station R5 Austritt unter dem Pfropfen hervor, dann links durch den "Widderstirn" Eintritt in einen großen Kamin, der sich im oberen Teil bis zu 5 m erweitert, mit einem Pfropfen. Station R6 unter dem Pfropfen. Die Organisation der Station ist aufgrund des beschädigten Reliefs erschwert. Schwierig ist der Austritt unter dem Pfropfen hervor.

Abschnitt R15–R16. Von der Station Austritt unter dem Pfropfen hervor nach links aufs Dach bis zur Station R7, auf der linken Seite des Kamins Kontroll-Turm KT4. Von der Station R7 Abstieg nach Westen über Geröll bis zur Wand mit innerer Ecke. Durch die innere Ecke erfolgt die Bewegung simultan, dann Aufstieg über Geröll bis zum Gipfel.

Abstieg vom Gipfel nach Westen über Geröll bis zur Wand des nächsten Bastions, dann links nach unten über unkomplizierte Felsen und Geröll führt auf ein großblockiges Geröllfeld. Orientierungspunkt für den Abstieg ist ein zweigipfliger Felsen südlich der Route.

Der Abstieg entspricht der Route 1B Kat. Schw. img-1.jpeg

Foto 1. Gesamtansicht des Gipfels Shalbuzdag NO. 3500 m. 2. März 1998, 10:00 Uhr, Lomo Kompakt img-2.jpeg

Foto 2. Profil der Route von rechts. Aufgenommen aus dem Dorf Tekipirkent 1700 m. 18. Februar 1998, 9:00 Uhr, Nikon (F–120 mm) img-3.jpeg

Foto 3. Fotopanoorama des Aufstiegsgebiets. Aufgenommen unterhalb des Vachchag-Passes (3000 m). 28. Februar 1998, 10:00 Uhr. Nikon img-4.jpeg

Foto 4. Technisches Bild der Route. 2. März 1998, 11:00 Uhr. Lomo Kompakt. img-5.jpeg

Foto 5. Voronins Durchgang der inneren Ecke — Abschnitt R0–R1, Vorbearbeitung. 2. März 1998, 14:30 Uhr. Lomo Kompakt. img-6.jpeg

Foto 6. Voronins Durchgang des oberen Teils des Abschnitts R0–R1. Vorbearbeitung. 2. März 1998, 14:50 Uhr. Lomo Kompakt. img-7.jpeg

Foto 9. Goryaevs Durchgang des Abschnitts R11–R12. Aufgenommen vom Sicherungspunkt R3. 3. März 1998, 11:00 Uhr. Lomo Kompakt. img-8.jpeg

Foto 10. Slobodenjuk steigt auf dem Abschnitt R11–R12 über die Perlen. 3. März 1998, 11:50 Uhr. Lomo Kompakt. img-9.jpeg

Foto 12. Durchgang durch die Perlen des Kamins auf Abschnitt R15–R16. 3. März 1998, 13:00 Uhr. Lomo Kompakt. img-10.jpeg

Foto 14. Austritt auf den Vorgipfelhang durch die innere Ecke auf Abschnitt R18–R19. 3. März 1998, 14:15 Uhr. Lomo Kompakt.

Angehängte Dateien

Quellen

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