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Aufstiegspass

  1. Aufstiegsklasse: Schneebedingt
  2. Aufstiegsgebiet: 2.9. Östlicher Kaukasus
  3. Gipfel, seine Höhe und Route: Nesentag (3925 m), über die Ostflanke
  4. Voraussichtliche Schwierigkeitskategorie: 2B
  5. Routencharakteristik:
    • Höhenunterschied — 900 m
    • Durchschnittliche Steilheit — 45°
    • Länge der Abschnitte:
      • R0–R1 — 400 m
      • R1–R2 — 350 m
      • R2–R3 — 100 m
      • R3–R4 — 300 m
      • R4–R5 — 250 m
      • R5–R6 — 300 m
  6. Eingeschlagene Haken:
    • für Versicherung:
      • Fels: 0
      • Eis: 0
      • Bohrhaken: 0
    • für Schaffung von ITO:
      • Fels: 0
      • Eis: 0
      • Bohrhaken: 0
  7. Anzahl der Gehstunden: 12 Std.
  8. Anzahl der Übernachtungen und ihre Charakteristik: ohne Übernachtungen

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  1. Name des Leiters und der Teilnehmer, ihre sportliche Qualifikation:
    • Kozorezow E.F. — 2. Sportkategorie
    • Schupinow W. — 2. Sportkategorie
    • Semjonowa M.M. — 2. Sportkategorie
    • Smotrow A.I. — 2. Sportkategorie
  2. Datum des Routenbeginns und des Aufstiegs: 7. Mai 1981
  3. Trainer der Gruppe: KMS Krasnopolski J.W.

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M. Nesentag (Blick von Norden aus dem Dorf Kurusch)

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M. Nesentag (Blick von Osten aus dem Jaridag) — sichtbarer Teil des Aufstiegs — unsichtbar — sichtbarer Teil des Abstiegs — unsichtbar Über die Flanke 2A, SN. 45°, 300 m, 1, 12 Std. 7. Mai 1981 E. Kozorezow, M. Semjonowa, A. Smotrow, W. Schupinow

Gebietsübersicht

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Routenübersicht nach 2BA

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OP — Versicherung mittels Eispickel

Tabelle der Routenabschnitte

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BezeichnungDurchschnittliche SteilheitLängeCharakter des ReliefsSchwierigkeitZustandWetterbedingungenFelsEisBohrhaken
R0–R130°400 mSchneehang und Schuttrücken1harter Schnee, "schwimmender" Schuttsonnig, windstill
R1–R235°350 mSchneefelder, Schutt2harter Schnee, feiner Schutt, Felsplatten
R2–R350°100 mFelszone2stark verwitterter FelsVersicherung durch Vorsprünge
R3–R440°300 mbreiter Rücken, Schneehang, Fels2loser Schnee, verwitterter FelsVersicherung mittels Eispickel
R4–R545°250 mSchneehang3loser SchneeVersicherung mittels Eispickel
R5–R630°300 mschmaler Rücken2–3Überhänge, loser SchneeVersicherung durch Vorsprünge

Beschreibung

Annäherung an die Route

Vom Basislager, das 200 m südwestlich der Brücke über den Fluss Usuchtschai (unterhalb des Dorfes Kurusch) liegt, geht man 200–300 m flussaufwärts, durchquert ihn dann und hält in südlicher Richtung aufwärts entlang des Baches, der aus dem Kar fließt, das von den Hängen der Gipfel Basar-djusu und Nesentag gebildet wird. In das Kar führt ein guter Pfad, der zunächst entlang des Baches verläuft, dann auf den Hang des Nesentag steigt und nach 2 Std. 20 Min. vom Basislager auf eine breite Lichtung mit Spuren einer Sommerweide führt. Hier beginnt die Route.

Kurze geographische Information

Der Gipfel Nesentag (3925 m) liegt im östlichen Teil des GKCh zwischen dem Gipfel Basar-djusu im Osten und dem Gipfel Ragdan (Radindag) im Südwesten. Der Name des Berges stammt vom Namen des Mittagsgebets, da die Sonne am Mittag über dem Gipfel steht. Nesentag ist ein kleiner Rücken, der senkrecht zur axialen Linie des GKCh steht. Der Berg besteht hauptsächlich aus Dachschiefern, es gibt horizontale Schichten aus hartem Sandstein. Nesentag wurde mehrmals von Alpinisten besucht, jedoch wurden keine Routenbeschreibungen erstellt. Schnee liegt auf dem Gipfel und seinen Hängen von November bis Juni, und in schneearmen Wintern erscheint er erst Ende Februar. Die beschriebene Route ist bei Vorhandensein von Schnee von alpinistischem Interesse und wird daher als Winterroute vorgeschlagen. Die beste Zeit für Aufstiege auf dieser Route ist von März bis Juli.

Routenbeschreibung

Die Route verläuft über die nicht deutlich ausgeprägte rechte Kante der Ostflanke des Nesentag. Der Beginn der Route liegt auf einer breiten Lichtung mit Spuren einer Sommerweide. Von der Lichtung aus steigt man auf einen steilen Schneehang auf den Rücken. Auf dem Rücken geht man in Richtung der Felszone. Der breite Schuttrücken geht nach 300 m in einen mittelsteilen Schutthang mit Schneefeldern über. Es ist bequemer, auf diesen zu gehen — der Schnee hält besser als der gefrorene Schutt. Nachdem man weiter auf blanken Platten gegangen ist, gelangt man auf einen feinen Schieferschutt, der nach 350–400 m an einem 100 m langen, stark verwitterten Felsgürtel endet. Hier bindet man sich an.

Der Felsgürtel wird auf zahlreichen Felsbändern und kleinen Kouloirs überwunden (gleichzeitige Versicherung durch Vorsprünge). Die Felsen gehen in einen breiten Rücken über, auf dem man sich gleichzeitig bis zu einem 15 m hohen Felsaufschwung bewegt (Versicherung mittels Eispickel).

Weiter bewegt man sich auf einem steilen Schneehang "in drei Takten" mit abwechselnder Versicherung (Perlonseile möglich) 250 m bis zum Vorgipfelrücken.

Der Rücken ist scharf, mit Überhängen auf beiden Seiten. Die Versicherung erfolgt abwechselnd mittels Eispickel und Vorsprüngen (die aus dem Schnee ausgegraben werden müssen). Rechts vom Weg sind Steilwände, links ein lawinengefährdeter Hang, daher ist eine Bewegung nur innerhalb von 1–2 m von der Rückenlinie möglich. Der Schlüsselabschnitt des Rückens ist ein 7 m hoher Aufschwung aus stark verwitterten Schieferfedern mit einem Schneewächte nach Osten. Weiter auf dem schmalen Rücken 100–150 m bis zum Gipfel.

Abstieg:

  • auf dem Weg des Aufstiegs;
  • oder auf den Pass Wachtschag, dann nach Norden in das Kar und ins Basislager.

Empfehlung für die Gruppengröße — 6–12 Personen.

Angehängte Dateien

Quellen

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