Aufstiegspass

  1. Kategorie der Erstbegehung.
  2. Gebiet 2.10. Kaukasus, Berge von Dagestan, Baba-Ku-Grat.
  3. Baba-Ku, 3997 m, über die Nordkante, Felsroute.
  4. Schwierigkeitsgrad 4B, Erstbegehung.
  5. Routenbeschreibung: Höhendifferenz 500 m, durchschnittliche Steilheit der Kante 45°, Länge 1300 m, Länge der Abschnitte: 1—800 m, 2—85 m, 4—45 m, 5—85 m, davon mit künstlichen Hilfsmitteln (ITO): A1–7 m, A2–16 m.
  6. Benutzt: Felshaken: 37/13 Felsklammern: 16/2 Felsnasen: 6
  7. Gehzeit: 7 Stunden
  8. Übernachtung im Westlichen Kar, im Oberlauf des Flusses Artsalinek (3000 m).
  9. Leiter: Dorro Konstantin Eduardowitsch — KMS (Kandidat des Sports) Teilnehmer:
    • Woronin Sergei Walerjewitsch — 1. Sportklasse
    • Maximow Jewgeni Wladimirowitsch — 1. Sportklasse
  10. Anmarsch, Gipfel, Rückkehr — 1. Juli 1995.
  11. Organisation: Bergklub "300".

MACHATSCHKALA 1995 img-0.jpeg

Kartenskizze des Aufstiegsgebiets

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Beschreibung des Anmarsches

Vom Dorf Burschi (2200 m) im Laksker Rajon der Republik Dagestan nach Süden aufwärts entlang des Flusses Burschi gehen, beim Dorf über die Brücke auf das linke Ufer wechseln und auf einem Feldweg zur nächsten Brücke — auf das rechte Ufer. Danach führt der Weg steil den Hang hinauf, um die Felswände zu umgehen, aber es ist auch möglich, direkt am Fluss entlang zu gehen. Dann Brücke 1 km unterhalb des Zusammenflusses der Flüsse Akulalu und Artzelinekh (2390 m, 4 Stunden). Am linken Ufer des Flusses Artzelinekh entlang gehen: es gibt Felswände, aber man kann auch direkt am Fluss entlang gehen — das ist schneller, als die notwendigen Umwege oder den Höhenanstieg in Kauf zu nehmen.

Nach den Felswänden weitet sich das Tal, und bis zum Zusammenfluss mit einem großen rechten Nebenfluss (2784 m) erfolgt ein sanfter Höhenanstieg. Dann jedoch, bevor das Tal sich verengt, muss man höher hinaufsteigen und auf die linke Seitenmoräne des alten Gletschers gelangen.

Ein weites und flaches Kar öffnet sich, bedeckt mit Moränenhügeln. Es ist ratsam, das Lager auf einer Terrasse (3000 m) unterhalb des Berges Tsaralkow (3967 m) aufzuschlagen. Gegenüber, auf der anderen Seite des Kars, steht die Pyramide des Berges Baba-Ku, und links davon ist deutlich die Einsattelung des Nord-Baba-Ku-Passes zu erkennen.

Vom Übernachtungsplatz aus das Kar queren und über Schutthalden mittlerer Steilheit zum Pass gehen, zum Beginn der Rinne auf 3500 m. Der Beginn der Route liegt 2 Stunden vom Übernachtungsplatz entfernt.

Routenbeschreibung

Vom Beginn der Route (3500 m) durch die Rinne (Abschnitt R0–R1), harter Firn (Steigeisen!), rechts neben dem felsig-steinigen Grat gehen, Lawinengefahr beachten. Dann links auf den Grat wechseln, teilweise Steinschlaggefahr, Felsstufen (Abschnitt R1–R2), und auf ihm zum Nord-Baba-Ku-Pass (3649 m) gelangen.

Vom Pass über den Schuttgrat (Abschnitt R2–R3):

  • Zur ersten Wand — hier R0;
  • Über zwei Wände zur Bank — R1 bei den Felsblöcken;
  • Über die Bank nach links unter unklare Kanten — hier R2.

Felsen aus festem Sandstein (Abschnitt R8–R10): Struktur großblockig, alle Brüche schräg, scharf. Nach links wechseln, in die benachbarte Kante über eine Spalte — auf ITO, auf den Schutthang und rechts auf die Kante gelangen. Die Errichtung einer Station R4 ist problematisch.

Zur nächsten Wand:

  • Beginn auf Leitern, kleiner Karnies (Foto 3);
  • Weiter klettert es sich normal (Abschnitt R12–R13) zur kleinen Bank;
  • Von ihr über die innere Kante (Abschnitt R14–R15, Foto 4) links der Kante, in der Spalte sind Klemmkeile und Friends möglich;
  • Der Ausgang aus der Kante ragt etwas über;
  • Abschnitte mit ITO wechseln sich mit ausgeprägteren Reliefformen ab, wo frei geklettert wird.

Die Schutthalterrasse ist unangenehm, es ist schwierig, eine Station zu errichten, es ist ratsam, "Rüben" (lange, dünne Klemmkeile) zu haben. Von R6 direkt auf der Kante (linke Kante des "Dreiecks") weitergehen, Felsen stark verwittert (Schiefer), am Ende des zweiten Seils nimmt die Steilheit zu (Abschnitt R15–R18), über eine innere Kante zu R8 gelangen.

Weiter auf dem Grat, über zwei steile Wände, unter die senkrechte Turmwand gelangen, unter ihr R11. Über eine Kante 15 m rechts von der Kante auf eine schmale Bank gelangen, auf ihr nach rechts um die Außenkante herum zu R12 — gute Bank.

Dann:

  • Aufwärts über die Kante und den Kamin, der durch einen abgesplitterten Block gebildet wird (Abschnitt R25–R27, Foto 5);
  • Über eine Bank zum nächsten Felsgürtel (Abschnitt R27–R28) — zu R13 gelangen;
  • Weiter durch den letzten Felsgürtel auf den Grat und auf ihm nach rechts zum Gipfel (3997 m).

Der Gipfel wird von Einheimischen zu rituellen Zwecken aufgesucht, viele Steinhaufen, Stelen. Etwas unterhalb nach Süden steht eine aus Platten gebaute Hütte, manchmal sprudelt unter ihr eine Quelle hervor.

Abstieg über den Südgrat (1B Schwierigkeitsgrad): teilweise Felsgürtel, fast alle werden links vom Grat umgangen, dann auf den Baba-Ku-Südpass (3622 m) gelangen. Vom Ort, wo der Steinhaufen steht, nach rechts in die Rinne (Lawinengefahr), durch die Rinne nach rechts, dann nach links, über den Firnhang ins Kar des Flusses Artsalinek hinabsteigen, über den von Moränen bedeckten Gletscher und dann über die Moränenhügel zur Übernachtung B.L. (3000 m) (vom Gipfel — 2,5 Stunden).

Die Aufstiegsroute:

  • ist schön;
  • ist logisch.

Das Begehen der Route ist ziemlich anstrengend wegen:

  • der großen Steilheit der Felsstufen;
  • teilweise problematischer Errichtung von Sicherungspunkten auf den Terrassen.

Diese Route versuchte eine Gruppe zu begehen, bestehend aus: Dorro K.E., Walijew A.R., Maximow W.W., Schanawasow Sch.E. am 2. Januar 1991, musste aber wegen widriger Wetterbedingungen die Route abbrechen (Punkt 3 nach UIAA).

img-2.jpeg Foto des Gesamtbildes des Gipfels: Baba-Ku (3997 m). Route über die Nordkante — 4B Schwierigkeitsgrad, Dorrok–95. Foto vom 30. Juni 1995 aus dem Kar des Flusses Artsalinek. Belichtungszeit — 8 min. img-3.jpeg

Foto: Nordkante Baba-Ku vom Baba-Ku-Nordpass. 3649 m. Foto vom 7. Juli 1995. Belichtungszeit — 8 min. img-4.jpeg

Foto 3. Dorro K.E. passiert den Abschnitt R14–R15. Foto von R5. 1. Juli 1995. Belichtungszeit — 8 min. img-5.jpeg

Foto 2. Abschnitte R12–R15. Zweiter Felsgürtel. Auf dem Abschnitt R12–R13 klettert Dorrok als Erster. Foto vom Punkt R11. Belichtungszeit — 8 min. 1. Juli 1995. img-6.jpeg

Foto 4. Dorro K.E. passiert den Kamin. Abschnitt R26–R27. Foto von R12. 1. Juli 1995. Belichtungszeit — 8 min.

Angehängte Dateien

Quellen

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