BERICHT
ÜBER DIE ERSTBEGEHUNG DES GIPFELS GIRJAG ÜBER DIE SÜDWAND MIT DER SCHWIERIGKEITSKATEGORIE 3A DURCH DAS TEAM DER VERWALTUNG DER ALPINIStischen LAGER VOM 29. OKTOBER 2020 BIS 29. OKTOBER 2020
I. Aufstiegsdaten
| Nr. | 1. Allgemeine Informationen | |
|---|---|---|
| 1.1 | Name, sportlicher Rang des Leiters | Kerigin Iwan Wassiljewitsch — 2. Sportrang |
| 1.2 | Name, sportlicher Rang der Teilnehmer | Smorodina Natalja Walerjewna — 3. Sportrang |
| 1.3 | Name des Trainers | Jakowenko Alexander Nikolajewitsch — Meister des Sports |
| 1.4 | Organisation | Verwaltung der Alpinistischen Lager |
| 2. Beschreibung des Aufstiegsobjekts | ||
| 2.1 | Gebiet | 2.9 vom Kreuzpass bis zum Gipfel Schawikldes |
| 2.2 | Tal | Dsheirrach-Tal |
| 2.3 | Nummer des Abschnitts gemäß der Klassifikationstabelle 2013 | - |
| 2.4 | Name und Höhe des Gipfels | Berg Girjag, 2863 m |
| 2.5 | Geografische Koordinaten des Gipfels (Breite/Länge), GPS-Koordinaten | 42.84035, 44.79916 |
| 3. Beschreibung der Route | ||
| 3.1 | Name der Route | Südwand |
| 3.2 | Vorgeschlagene Schwierigkeitskategorie | 3A |
| 3.3 | Grad der Erschlossenheit der Route | Erstbegehung |
| 3.4 | Charakter des Geländes der Route | Felsig |
| 3.5 | Höhenunterschied der Route (Angaben des Höhenmessers oder GPS) | 317 m |
| 3.6 | Länge der Route (in m) | 965 m |
| 3.7 | Technische Elemente der Route (Summe der Länge der Abschnitte verschiedener Schwierigkeitskategorien mit Angabe des Geländecharakters) | 1. Kat. Fels — 705 m; 2. Kat. Fels — 30 m; 3. Kat. Fels — 140 m; 4. Kat. Fels — 90 m; Bewegung auf geschlossenem Gletscher — 0 m; Abseilen (beim Abstieg) — 0 m |
| 3.8 | Abstieg vom Gipfel | Über den NW-grasbewachsenen Hang, nicht kategorisiert |
| 3.9 | Zusätzliche Charakteristika der Route | Kein Wasser entlang der gesamten Route. Es ist ratsam, Wasser mitzunehmen. Im Winter sollte es damit keine Probleme geben. Viel stacheliges Gras. |
| 4. Beschreibung der Aktionen des Teams | ||
| 4.1 | Zeitaufwand (Gehzeit des Teams in Stunden und Tagen) | 1 Tag, 8,5 Stunden von Beginn der Route bis zum Basislager "Kjazi" |
| 4.2 | Übernachtungen | Nein |
| 4.3 | Aufbruch zur Route | 10:00 Uhr, 29. Oktober 2020 |
| 4.4 | Erreichen des Gipfels | 15:55 Uhr, 29. Oktober 2020 |
| 4.5 | Rückkehr zum Basislager | 18:30 Uhr, 29. Oktober 2020 |
| 5. Verantwortlicher für den Bericht | ||
| 5.1 | Name, E-Mail | Kerigin Iwan Wassiljewitsch, ivan.kergin@mail.ru |
II. Beschreibung des Aufstiegs
1. Beschreibung des Aufstiegsobjekts

Abb. 1a. Gesamtansicht des Gipfels. Foto von der Straße kurz oberhalb des letzten Hauses von Guli. 28. Oktober 2020.
Foto: Iwan Kerigin

Abb. 1b. Gesamtansicht des Gipfels. Foto von der Route 3B. Auf dem Abschnitt R8–R9. 31. Oktober 2020.
Foto: Iwan Kerigin
1.2. Foto des Routenprofils

Abb. 2. Foto des Routenprofils. Foto von der Schotterstraße. Blick auf den Hauptteil der technischen Route. 28. Oktober 2020.
Foto: Iwan Kerigin
1.3. Fotopanoorama des Gebiets

Abb. 3. Fotopanoorama des Gebiets. Foto vom Pass mit der Aussichtsplattform. 28. Oktober 2020.
Foto: Iwan Kerigin
1.4. Geografische Lage des Gebiets
Das Aufstiegsobjekt — Berg Girjag, 2863 m hoch, befindet sich in der Republik Inguschetien, Rajon Dscheirach, im Gebirgszug Zei-loam (Felsiger Rücken) im Kaukasus-Gebirge.
"Der Felsige Rücken ist monoklinal aufgebaut und erstreckt sich in west-östlicher Richtung. Sein Südhang ist steil oder abschüssig, während der Nordhang sanfter ist. Die Oberfläche ist entweder abgerundet und glatt oder hat scharfe Konturen in Form von Zähnen und Pyramiden. Der höchste Punkt des Felsigen Rückens:
- im westlichen Abschnitt zwischen Terek und Assa — Berg Stoloschnaja (Mjät-Loam, 2993 m);
- im östlichen Abschnitt — Leimoi-loam (3100 m);
- zwischen Assa und den Quellen des Flusses Akkitschu — Berg Skalistaja (Chachalgi, 3032 m)"¹.
Südlich dieses Rückens liegt die breite Längssenke der Nord-Jurischen Depression, die sich zwischen dem Fuß des Felsigen Rückens und den nördlichen Ausläufern des Seitenkamms erstreckt. Die Oberfläche der Depression besteht aus unter- und mitteljurassischen sandig-tonig-schiefrigen Ablagerungen, die leicht erodierbar sind. An solchen Gesteinen sind die Längstäler der Flüsse gebunden:
- Armchi
- Galgatschi
- Guloich
- Thaba-tschotsch
Vom Alpinistischen Lager "Kjazi" aus fährt man auf der Autostraße in Richtung Guli. Vom ersten Haus aus biegt man rechts ab und setzt die Fahrt auf der Schotterstraße fort. Weiter in Richtung des Dscharlam-Passes folgt man dem Pfad — Annäherung an den unteren Felsgürtel des Berges Girjag. Unterhalb des Felsgürtels traversiert man den Hang nach links und setzt die Bewegung in Richtung eines großen Grates fort (evtl. ist eine Anfahrt direkt zum Grat möglich) bis zum Ende des Felsgürtels.
Über dem Couloir ist der Aufstieg zum Grat (unter dem falschen Gipfel) mit einem charakteristischen grauen Gesims sichtbar. Weiter entlang der Wand — Bewegung aufwärts durch einen breiten grasbewachsenen Couloir (ca. 200 m) unter die Wand — Kontrollturm. Weiter folgt ein Traverse (ca. 100 m) bis zu einer kleinen Grotte (rechts davon wird ein großer Turm stehen, der beim Traversieren des grasbewachsenen Hangs zu erkennen ist), von dem aus eine große geneigte Platte beginnt. Dies ist der Beginn der Route.
Von Basislager bis zum Startpunkt — ca. 2,5 Stunden, wenn man mit dem Auto bis unter den Dscharlam-Pass fährt.

Abb. 4. Karte des Gebiets. Foto aus dem Bericht "Traversierung Dscharlam Z (3160)–Nowitschok (2988) — 3A Kat. sl."
2. Beschreibung der Route
2.1. Technisches Foto der Route

Abb. 5a. Technisches Foto der Route. Foto von der Schotterstraße. 28. Oktober 2020.
Foto: Iwan Kerigin

Abb. 5b. Technisches Foto der Route. Foto von der Route 3B. Auf dem Abschnitt R8–R9. 31. Oktober 2020.
Foto: Iwan Kerigin
2.2. Abschnittsnummern

Abb. 6. Abschnitt R0–R1–R2. Foto: Natalja Smorodina

Abb. 7. Abschnitt R2–R3. Von der zweiten Station aus nach rechts (Schlüsselstelle der Route — Nr. 1). Foto: Natalja Smorodina

Abb. 8. Abschnitte R3–R4–R5–R6–R7. Foto von der Verbindungsstelle. Foto: Iwan Kerigin

Abb. 9. Abschnitt R5–R6 (erster Teil). Foto: Natalja Smorodina

Abb. 10. Abschnitt R5–R6 (zweiter Teil). Foto: Iwan Kerigin

Abb. 11. Abschnitt R5–R6 (dritter Teil). Foto: Iwan Kerigin

Abb. 12. Abschnitt R6–R7 (Schlüsselstelle der Route — Nr. 2). Foto: Iwan Kerigin

Abb. 13. Abschnitte R7–R8–R9. Foto: Natalja Smorodina
2.3. Technische Charakteristik der Route
| Abschnitts-Nr. | Geländecharakter | Schwierigkeitskategorie | Länge, m | Steilheit | Art und Anzahl der Haken |
|---|---|---|---|---|---|
| R0–R1 | Grasbewachsene Platte mit kleinem Geröll | 1 | 50 m | 20° | 0 |
| R1–R2 | Kleiner Innenwinkel, Felsabsätze, geneigte Platte, Wacholder | 3 | 50 m | 55°–60° | Friend — 1; Stopper — 2; Ankerhaken — 1 |
| R2–R3 | Felsabsatz, geneigte Platte | 3+ | 50 m | 55°–60° | Friend — 1; Stopper — 1; Ankerhaken — 1 |
| R3–R4 | Geneigte Platte, grasbewachsene Platte | 3+ | 40 m | 30°–50° | Friend — 1; Stopper — 2; Ankerhaken — 2 |
| R4–R5 | Grasbewachsene Platte | 2 | 30 m | 30° | 0 |
| R5–R6 | Langer steinerner Innenwinkel, kleine und mittlere lose Steine | 4± | 50 m | 70°–75° 50° | Friend — 3; Stopper — 2; Ankerhaken — 1 |
| R6–R7 | Innenwinkel, kleine und mittlere lose Steine, kleiner Vorsprung mit leicht negativer Neigung | 4± | 40 m | 55°–60° | Friend — 0; Stopper — 2; Ankerhaken — 2 |
| R7–R8 | Grasbewachsener Grat | 1 | 300 m | 0° | 0 |
| R8–R9 | Grasbewachsener Grat, undeutliche Gendarmen | 1 | 355 m | 10°–15° | 0 |
2.4. Technische Charakteristik der Route in UIAA-Symbolen
Technische Charakteristik der Route in UIAA-Symbolen
Abbildung 1

Technische Charakteristik der Route in UIAA-Symbolen
Abbildung 2

3. Beschreibung der Aktionen des Teams
3.1. Kurze Beschreibung der Begehung der Route
| Abschnitts-Nr. | Beschreibung | Nr. des Fotos |
|---|---|---|
| R0–R1 | Von der unbequemen Station auf dem Felsen (Schlinge) nach links auf die geneigte gras- und geröllbedeckte Platte. 50 m. Station auf Ankern. Keine Zwischenhaken, Sicherung über das Gelände. Organisation der Vorstiegssicherung für den Zweiten. | Abb. 6. |
| R1–R2 | Von der Station aus Bewegung entlang eines schwach ausgeprägten Innenwinkels, danach Überwindung mehrerer kleiner Felsplatten und Annäherung an einen Punkt, an dem eine Station eingerichtet werden kann. Station auf Ankern. Organisation der Vorstiegssicherung für den Zweiten. | Abb. 6. |
| R2–R3 | Von der Station aus nach rechts und Überwindung einer meterhohen Felsstufe — Schlüsselstelle der Route Nr. 1 — und Fortsetzung der Bewegung entlang einer geneigten Platte. 50 m. Station auf Ankern. Organisation der Vorstiegssicherung für den Zweiten. | Abb. 7. |
| R3–R4 | Von der Station aus Fortsetzung der Bewegung entlang einer geneigten Platte parallel zur Wand. Durchquerung einer Brücke (scharfer Ausbruch, der die Platte und die Wand trennt). Danach Erreichen einer länglichen grasbewachsenen Platte, auf der eine Station auf Ankern eingerichtet werden kann. 40 m. Organisation der Vorstiegssicherung für den Zweiten. | Abb. 8. |
| R4–R5 | Von der Station aus traversiert man über Gras zu Beginn eines großen Innenwinkels — Einrichtung einer bequemen Station auf Ankern. 30 m. Gleichzeitige Bewegung. Sicherung über das Gelände. | Abb. 8. |
| R5–R6 | Beginn der Bewegung im Innenwinkel, links haltend. Steinschlaggefahr! Kleine und mittlere lose Steine. Die ersten 40 m des Seils — 70°–75°, die restlichen 10 m — 50°. 50 m. Station auf einem Bolzen. Schlinge. Organisation der Vorstiegssicherung für den Zweiten. | Abb. 8.; Abb. 9.; Abb. 10.; Abb. 11. |
| R6–R7 | Von der Station aus Bewegung nach rechts in Richtung einer scharfen Brücke. Überwindung eines kleinen Vorsprungs mit leicht negativer Neigung — Schlüsselstelle der Route Nr. 2. Nach der Brücke 5–7 m weiter und Einrichtung einer Station auf einem Bolzen. 40 m. Organisation der Vorstiegssicherung für den Zweiten. | Abb. 12. |
| R7–R8 | Vom Turm mit dem Stock aus Fortsetzung der Bewegung entlang des Grats zum ersten schwach ausgeprägten Gendarm. Gleichzeitige Bewegung. Sicherung über das Gelände. 300 m. | Abb. 13. |
| R8–R9 | Fortsetzung der Bewegung entlang des Grats und Überwindung mehrerer undeutlicher Gendarme und Erreichen des Gipfels mit dem Turm. 355 m. | Abb. 13. |
3.2. Foto des Teams auf dem Gipfel am Kontrollturm

Foto: Natalja Smorodina
3.3. Einschätzung der Sicherheit der Route
Die Route erwies sich als logisch. Praktisch alle 50 m gibt es geeignete Stellen für die Einrichtung von Stationen, an denen sich mehrere Personen aufhalten können. Weniger erfreulich ist das häufige Auftreten von Wacholder, vor dem man sich durch Handschuhe schützen muss. Der große Innenwinkel ist der gefährlichste Abschnitt der Route: Wenn man sich auf der rechten Seite bewegt, muss man oft Steine nach unten werfen.
Entlang der gesamten Route besteht Verbindung, sowohl über Mobilfunk als auch über Internet und Funk, wodurch eine bequeme Kommunikation mit dem Basislager möglich ist. Zudem befinden sich in der Nähe des Passes traditionelle Übernachtungsplätze von Alpinisten, die den Gipfel des Dscharlam und andere erklimmen. Dort kann man Wasser finden, wenn man die eigenen Vorräte nicht richtig eingeschätzt hat, obwohl die Wahrscheinlichkeit dafür sehr gering ist. An den Übernachtungsplätzen halten sich oft Menschen auf, so dass auch über diese eine Kommunikation zwischen den Gruppen oder zum Basislager hergestellt werden kann.
Empfehlung für nachfolgende Bergsteiger: Am besten geeignet sind Anker und mittlere Klemmkeile. Es ist ratsam, Handschuhe zum Schutz vor Dornen und scharfen Felsen mitzuführen. Beim Abstieg können ein Eispickel oder Trekkingstöcke nützlich sein, da das Gras sehr rutschig sein kann.
Der Abstieg beginnt vom Gipfel bis zum Abschnitt R8. Von R8 aus geht es den NW-grasbewachsenen Hang hinab. Dann hält man Kurs auf den Dscharlam-Pass und folgt danach dem gut ausgetretenen Pfad hinab zur Straße.
Diese Route wurde am 29. Oktober 2020 begangen. Entlang der Route, insbesondere auf den Abschnitten R0–R7, gab es keine Anzeichen menschlicher Aktivität. Auf dem Weg wurde weder ein errichteter Turm noch zurückgelassenes Sportgerät gefunden, was darauf hindeutet, dass wir eine neue Linie auf den bekannten Gipfel Girjag begangen sind. Auf dem Gipfel wurde ein gut errichteter Turm vorgefunden, in dem sich jedoch keine Notiz befand. Wir hinterließen eine Notiz und machten uns auf den Weg nach unten.
Basierend auf der objektiven Schwierigkeit des technischen Teils der Route auf den Girjag über die Südwand und im Vergleich mit anderen Routen, die zuvor von Kerigin I. und Smorodina N. begangen wurden, schlagen wir vor, diese Route der Schwierigkeitskategorie 3A zuzuordnen.
Am 4. November wiederholte eine Sportgruppe der UAL, bestehend aus:
- Jegorow S. — (1. Sportrang),
- Utjaschew Ju. — (2. Sportrang),
- Bobrinski K. — (2. Sportrang),
die Route und bestätigten die Schwierigkeitskategorie 3A.
Footnotes
-
¹ Inguschen. — M.: Nauka, 2014. — 509 S. ↩
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