Pas­port des Aufstiegs

  1. Ge­biet 2.9. Vom Kre­sto­vy-Pass bis zum Gipfel des Schawikl­de
  2. Gaik­omd (Z), 3100 m, über die linke Kante des Südwest­grates
  3. Vorgeschlagen — 4B Kat. Schw., Erst­be­ge­hung
  4. Cha­rak­ter der Route: Fel­s­route
  5. Hö­hen­dif­fe­renz der Route: 690 m

Län­ge der Route: 805 m. Län­ge der Teil­strec­ken:

  • I Kat. Schw. — 35 m
  • II Kat. Schw. — 445 m
  • III Kat. Schw. — 100 m
  • IV Kat. Schw. — 120 m
  • V Kat. Schw. — 105 m
  • VI Kat. Schw. — 0 m

Durch­schnitt­li­che Steil­heit: Felswand­tei­le der Route — 65°; ge­sam­te Route — 60°.

  1. Ver­wen­de­te Ver­si­che­rungs­punk­te:

Ge­samt/I­TO:

  • 70/0 Fel­shaken
  • 17 Ver­sat­z­ele­men­te
  • 53 Bol­len­haken
  • 0 Ver­si­che­rungs­punk­te auf der Route zu­rück­ge­las­sen

Ver­si­che­rungs­punk­te auf der Route zu­rück­ge­las­sen:

  • Ge­samt — 2
  • Fel­shaken — 2
  1. Ge­hen­de Stun­den der Man­schaft:

20 Stun­den, 2 Ta­ge da­von Ar­beit auf der Route: 13 Stun­den, 2 Ta­ge

  1. Lei­ter:

Don­skow An­drej Mi­chail­o­witsch, 1. sport­li­che Klas­se

Teil­neh­mer:

  • To­ch­jan O­le­sja Ar­te­mo­w­na, 1. sport­li­che Klas­se
  1. Trai­ner:

Mo­tien­ko Ni­ko­lai Iljitsch, KMS, In­struk­teur 1. Kat., Nr. Ud. 754

  1. Auf­bau des Ba­zis­la­gers, Trans­port von Ver­pfle­gung unter­halb des Rou­ten­be­ginns: 24. No­vem­ber 2015

Route be­gon­nen: 7:30 Uhr, 25. No­vem­ber 2015. Er­rei­chen des Gip­fels: 14:10 Uhr, 26. No­vem­ber 2015. Rück­kehr ins Ba­zis­la­ger: 21:10 Uhr, 26. No­vem­ber 2015. Ab­stieg vom Gip­fel: über den­sel­ben Weg wie der Auf­stieg

  1. Man­schaft des Nord­kau­ka­sus-Re­gio­nal­such- und Ret­tungs­teams des Mi­nisteriums für Not­stands­si­tua­tio­nen Rus­lands Nr. 12. Ver­ant­wort­li­cher für den Be­richt:

Don­skow A.M. Tel. +7-962-017-82-09 dons­kow91@mail.ruimg-0.jpeg

All­ge­mei­nes Fo­to des Mas­sivs Gaik­omd von Sü­den. Fo­to vom 24. No­vem­ber 2015 aus dem Ba­zis­la­ger 2020 m.

  1. Rou­te der Man­schaft: lin­ke Kante des Süd­west­grates. A. Don­skow, 2015
  2. Zen­trum der Süd­ost­wand. A. Cha­ri­to­now, 1986
  3. Lin­ker Teil der Süd­ost­wand. K. Dor­ro, 2003
  4. Zen­trum der Süd­wand. A. Ku­rotsch­kin, 1983 img-1.jpeg

Fo­to des Rou­ten­pro­fils von rechts.

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Über­blick über das Auf­stiegs­ge­biet

Das Mas­siv der Gip­fel Gaik­omd be­fin­det sich im Ska­li­sten­ge­bir­ge des Großen Kau­ka­sus, im Ab­schnitt des Ge­bir­ges zwi­schen den Flüs­sen Terek (im Wes­ten) und As­sa (im Os­ten).

Der Gip­fel Gaik­omd Zen­trum ist der dritt­höchs­te Gip­fel des Mas­sivs, nur über­traf­fen von den Gip­feln Haupt­gip­fel und Os­ten­gip­fel. Frü­her hat­te der Gip­fel im Klas­si­fi­zie­rungs­sys­tem den Na­men "Gi­retsch".

Über den Grat des Ska­li­sten­ge­bir­ges bis zum Gip­fel Gaik­omd führt im Wes­ten die ad­mi­ni­stra­ti­ve Gren­ze zwi­schen den Re­pub­li­ken In­gu­sche­ti­en und Nord­ose­ti­en — Alani­en, wei­ter nörd­lich ver­lau­fend.

Die Auf­stiegs­rou­te und die Zu­gän­ge da­zu be­fin­den sich auf dem Ge­biet des Dsche­ra­rachs­ko­je Ray­ons der Re­pub­lik In­gu­sche­ti­en.

Das Ba­zis­la­ger ist am bes­ten im Be­reich des Bescht-Pas­ses auf­zu­schla­gen, 100 m vor der Kreuzung zur Gren­z­pos­ten "Ab­tei­lung Bescht", links am Hang auf einer Lich­tung, 100 m von der Stra­ße ent­fernt. Hier gibt es das gan­ze Jahr Was­ser an der Was­ser­ent­nah­me­stel­le.

Grenz­durch­lass­schei­ne für das Ge­biet der Gip­fel Gaik­omd sind nicht er­for­der­lich, je­doch muss auf der Gren­z­pos­ten über die ei­ge­ne Prä­senz in der Re­gi­on in­for­miert wer­den.

Sta­bi­le Mo­bil­funk­ver­bin­dung nur über das Netz von Be­el­ai­ne. Das Wet­ter in der Re­gi­on ist sta­bil, der Schnee auf den Rou­ten schmilzt sehr schnell. Im Win­ter nach star­ken Schnee­fäl­len ist Auf­merk­sam­keit in den Cou­loirs und an lee­seits ori­en­tier­ten Hängen ge­bo­ten — Law­inen­ge­fahr.

Der Zu­gang zur Rou­te dau­ert 1 Stun­de. Man be­wegt sich in Rich­tung der süd­li­chen Wän­de des Gip­fels Gaik­omd Haupt­gip­fel ent­lang des Gra­tes, 300 m vor der Wand auf der Ab­fla­chung des Gra­tes rechts ab­bie­gend und unter­halb des Be­ginns des Cou­loirs zwi­schen den Gip­feln Gaik­omd Haupt­gip­fel und Gaik­omd Zen­trum. Hier be­ginnt die Rou­te.

Die Rou­te ist ziem­lich mo­noli­thisch, trotz des Vor­han­den­seins von Schnee auf den Vor­sprün­gen — tro­cken. Frei lie­gen­de Stei­ne sind auf der Rou­te prak­tisch nicht vor­han­den. Das Re­li­ef ist sehr viel­fäl­tig:

  • tie­fe Spal­ten, wo für die Ver­si­che­rung nur An­ker­haken ver­wen­det wer­den soll­ten;
  • gro­ße Spal­ten, die für "Ca­m­alots" der größ­ten Grö­ßen ge­eig­net sind;
  • oft kom­men Mu­scheln und Sand­uh­ren vor. Pro­ble­me mit der In­stal­la­ti­on und Zu­ver­läs­sig­keit der Ver­si­che­rungs­punk­te auf der ge­sam­ten Rou­te ent­ste­hen nicht.

Der Ab­stieg er­folgt auf dem­sel­ben Weg wie der Auf­stieg. Die obe­re Drit­tel der Rou­te ist reich an ver­schie­de­nen Re­li­ef­for­men, im Un­ter­schied zum un­te­ren Drit­tel, wo das Re­li­ef aus "Ham­mel­stir­nen" be­steht. Dies soll­te bei der Pla­nung des Ab­stiegs be­rück­sich­tigt wer­den.

50 m vom Be­ginn der Rou­te ent­fernt wur­de eine Ab­seil­sta­ti­on ge­fun­den, die min­des­tens 10 Jah­re alt ist; wei­ter auf der Rou­te wur­den kei­ne Spu­ren von frü­he­ren Be­ge­hun­gen ge­fun­den. Vom Gip­fel wur­de eine No­tiz von 1989 ent­fernt, in der an­ge­ge­ben ist, dass in die­sem Jahr eine Grup­pe die Ers­te Be­ge­hung auf Gaik­omd Zen­trum über eine Rou­te der 5A Kat. Schw. durch­ge­führt hat, al­ler­dings ist nicht an­ge­ge­ben, wo ihre Rou­te ver­läuft.

Die Erst­be­ge­hung fand mit Un­ter­stüt­zung der Füh­rung des Nord­kau­ka­sus-Re­gio­nal­such- und Ret­tungs­teams so­wie des Nord­ose­ti­schen Such- und Ret­tungs­teams statt, das eine Be­ob­ach­tungs­grup­pe or­ga­ni­sier­te und bei der Trans­port­logistik für das Ba­sislager und unter­halb der Rou­te half.

Die durch­quer­te Li­nie wid­me­ten die Teil­neh­mer dem 25. Jah­res­tag der Grün­dung des Mi­nisteriums für Not­stands­si­tua­tio­nen Rus­lands.

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| :--: | :--: | :--: | :--: | | 25 | 80 | V | | 15 | 60 | III | | 10 | 60 | III+ | | 30 | 75 | V | | 10 | 65 | IV | | 50 | 50 | II+ | | 10 | 60 | III |

Ab­schnitts­num­merKro­vs.
R8–R926
R7–R8-7
R6–R714
R5–R6--
R4–R5
R3–R421
R2–R323
R1–R2--

img-4.jpegGaik­omd (Z) 3100 mimg-5.jpegBe­schrei­bung der Rou­te

  • R1–R2Aus dem Cou­loir zwi­schen den Gip­feln Gi­retsch (Haupt­gip­fel) und Gi­retsch (Zen­trum) nach rechts auf­wärts über ein­fa­che "Ham­mel­stir­nen" rechts von der ab­ge­bro­che­nen Fel­s­lin­se und wei­ter durch das Cou­loir un­ter­halb ei­nes über­hän­gen­den Ka­mins.
  • R2­–R3Nach rechts auf­wärts durch eine mit Gras be­wach­se­ne Spal­te. Ge­glät­te­te Fel­sen, vor­sich­ti­ges Klet­tern, der Er­ste ohne Ruck­sack. Aus­gang auf einen ein­fa­chen, mit Gras be­wach­se­nen Hang.
  • R3­–R4Über ein­fa­che Fel­sen nach links auf­wärts un­ter einen stei­len An­stieg auf den Grat.
  • R4­–R5Dül­fer in ein brei­tes Schnee­cou­loir.
  • R5­–R6Durch das mit Schnee ver­stopf­te Cou­loir auf­wärts un­ter die Wand und wei­ter nach rechts ent­lang der Wand auf den Süd­west­grat. 2590 m — ge­eig­ne­ter Rast­platz.
  • R6–R7: Auf­wärts über ein­fa­che Fel­sen zum Be­ginn ei­nes Ka­mins, der nach links hin­ter die Wand­kan­te führt.
  • R7–R8: Durch den Ka­min auf­wärts, Aus­gang aus dem Ka­min — vor­sich­ti­ges Klet­tern auf der ge­glät­te­ten rech­ten Sei­te des Ka­mins. Aus­gang auf eine ge).
  • R8–R9: Nach links auf­wärts über Plat­ten und schie­fe Ebe­nen zur Wand und auf die­ser auf­wärts — zum Be­ginn ei­nes brei­ten Ka­mins. Be­ginn des Schlüs­sel­ab­schnitts.
  • R9–R10: 2 m durch den Ka­min auf­wärts, dann Über­gang nach rechts auf einen stei­len Ab­schnitt der Stahl­sei­te und auf die­ser 20 m auf­wärts. Spär­li­ches Re­li­ef, Ver­si­che­rung über An­ker­ha­ken — Schlüs­sel­ab­schnitt der Rou­te. Be­we­gung in Rich­tung ei­nes nach rechts ge­dre­he­ten in­ne­ren Win­kels und auf die­sem auf­wärts über einen klei­nen Vor­sprung — Aus­gang auf eine schie­fe Ebe­ne.
  • R10–R11: Von der Ebe­ne nach links auf­wärts durch ein klei­nes Cou­loir und ein­fa­che Fel­sen sei­ner rech­ten Sei­te in Rich­tung ei­nes nicht brei­ten Ka­mins.
  • R11–R12: Durch den Ka­min nach links Tra­ver­sie­rend in Rich­tung des Be­ginns ei­ner nicht brei­ten, mit Gras be­wach­se­nen Spal­te.
  • R12–R13Durch die Spal­te ge­ra­de auf­wärts bis zum Aus­gang auf eine schie­fe Plat­te. Mo­noli­thi­sches Re­li­ef ist reich an Mu­scheln und Sand­uh­ren.
  • R13–R14Über die Plat­te nach rechts auf­wärts — Aus­gang auf die Wand links von ei­nem brei­ten Ka­min. 20 m nicht ein­fa­ches Klet­tern und Aus­gang auf einen "Bal­kon".
  • R14–R15In die lin­ke Ecke des Bal­kons und hier auf­wärts — Aus­gang auf ein­fa­ches Re­li­ef, das mit Gras be­wach­sen ist und auf den Vor­gip­fel­grat führt.
  • R15–R16Über den ein­fa­chen Grat — Aus­gang auf den Gip­fel.

Lo­gi­sche Li­nie, reich an Re­li­ef und ziem­lich mo­noli­thisch. In der Zwis­chen­sai­son und im Win­ter bleibt der Schnee auf der Rou­te nicht lie­gen, was eine ge­mäßigt si­che­re Law­i­nen­si­tua­ti­on be­güns­tigt. Für die Or­ga­ni­sa­ti­on der Ver­si­che­rungs­punk­te eig­nen sich mitt­le­re "Ca­m­alots" und mitt­le­re Ver­sat­zel­e­men­te gut; das Vor­han­den­sein von An­ker­ha­ken in der Grup­pe be­schleu­nigt und si­chert den Fort­schritt.

Die Rou­te ent­spricht der ge­ge­be­nen Halb­ka­te­go­rie der Kom­ple­xi­tät und ist hin­sicht­lich des Klet­terns mit klas­si­fi­zier­ten Rou­ten die­ser Halb­ka­te­go­rie ver­gleich­bar:

  • S. E­go­rin auf dem Gip­fel Mo­nach,
  • W. Kus­ne­zow auf dem Pik Stal,
  • schwie­ri­ger als die Li­nie von I. Ga­lus­tow auf dem Gip­fel Be­la­la­ka­ja.

Quellen

Kommentare

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