BERICHT
über die Erstbegehung der Traverse Tbau Haupt – Tbau Nordwest, 1Bz Kategorie der Schwierigkeit, durch die Mannschaft KAT Fatum 14. Februar 2024
I. Bericht über die Bergtour
| Nr. | 1. Allgemeine Informationen | |
|---|---|---|
| 1.1 | Name, Sportrang des Leiters | Egorin S.V. — MS |
| 1.2 | Name, Sportrang der Teilnehmer | Tolistikova E.Yu. — 2. Sportrang |
| 1.3 | Name des Trainers | Egorin S.V. |
| 1.4 | Organisation | KAT Fatum |
| 2. Beschreibung des Bergobjekts | ||
| 2.1 | Region | Kaukasus, Skalisty-Gebirgskamm |
| 2.2 | Tal | Darjavskaya-Kessel |
| 2.3 | Nummer des Abschnitts laut Klassifikationstabelle 2020 | 2.8 |
| 2.4 | Name und Höhe des Gipfels | Tbau Haupt (3007 m) — Tbau NW (2980 m) |
| 3. Beschreibung der Route | ||
| 3.1 | Name der Route | Traverse, von Süden |
| 3.2 | Vorgeschlagene Schwierigkeitskategorie | 1B winterlich |
| 3.3 | Grad der Erkundung der Route | Erstbegehung |
| 3.4 | Charakter des Reliefs der Route | Felsig |
| 3.5 | Höhenunterschied der Route | 600 m von Punkt R0 |
| 3.6 | Länge der Route | etwa 1,5 km von Punkt R0 |
| 3.7 | Technische Elemente der Route | 1. Schwierigkeitsstufe Eis/Felsen/Kombination — 500 m. 2. Schwierigkeitsstufe Eis/Felsen/Kombination — 300 m. 3. Schwierigkeitsstufe Eis/Felsen/Kombination — 80 m. 4. Schwierigkeitsstufe Eis/Felsen/Kombination — 2 m. Bewegung auf geschlossenem Gletscher — nein. |
| 3.8 | Abstieg vom Gipfel | von Tbau NW, über den Nordosthang oder auf dem Aufstiegsweg. |
| 3.9 | Zusätzliche Informationen zur Route | Auf den Gipfeln gibt es Mobilfunkverbindung. Auf der Route gibt es kein Wasser. |
| 4. Beschreibung der Aktionen der Mannschaft | ||
| 4.1 | Zeit der Bewegung | 6 Gehstunden |
| 4.2 | Übernachtungen | Nein |
| 4.3 | Beginn der Route | 8:00, 14. Februar 2024 |
| 4.4 | Erreichen des zweiten Gipfels | 14:00, 14. Februar 2024 |
| 4.5 | Abstieg zur Straße | 18:00, 14. Februar 2024 |
| 5. Verantwortlicher für den Bericht | ||
| 5.1 | Name, E-Mail | Egorin S.V., e.s.128@mail.ru |
II. Beschreibung der Bergtour
1. Beschreibung des Bergobjekts

Foto 1. Ansicht von Südwesten, vom Gipfel Uacilachoch. Dezember. Die Route der Erstbegehung ist rot markiert.

Foto 2. Ansicht von Nordosten. März. Die Route der Erstbegehung ist rot markiert. Blau — Abstieg von Tbau NW, sichtbarer Teil.

Foto 3. Ansicht von Süden. November. Die Route auf Tbau Haupt nach n.k. ist markiert.

Foto 4. Ansicht auf den Turm Tbau NW, von Süden. Februar. Die Route der Erstbegehung ist markiert.

Foto 5. Karte des Gebiets der Bergtour. Die Route der Erstbegehung ist rot markiert.
2. Technische Beschreibung der Routenabschnitte
| Nr. des Abschnitts | Charakter des Reliefs | Schwierigkeitskategorie | Länge, m | Art und Anzahl der Haken |
|---|---|---|---|---|
| R0–R1 | Gras- und Geröllhalden-Kluf, mit einzelnen Felsausbrüchen. | n.k. – 1. Schwierigkeitsstufe | 700 m | - |
| R1–R2 | Gras- und Geröllhalden-Hang, mit einzelnen Felsausbrüchen. | n.k. – 1. Schwierigkeitsstufe | 350 m | - |
| R2–R3 | Felsig- Geröllhalden-Grat. | 1–3. Schwierigkeitsstufe | 350 m | Sicherung durch Vorsprünge. |
| R3–R4 | Wand, mit einer Spalte. | 3–4. Schwierigkeitsstufe | 5 m | 2 Stopper (Friends) |
| R4–R5 | Felsen vom Typ "Widderstirn". | 2–3. Schwierigkeitsstufe | 45 m | 2 Stopper (Friends). 3 Anker. Für die Organisation der Station — Anker. |
| R5–R6 | Felsen vom Typ "Widderstirn", Geröllhalden-Hang. | 1–2. Schwierigkeitsstufe | 50 m | 1–2 Stopper (Friends). 2 Anker. |

Foto 6. Der Weg auf dem Grat, auf dem Abschnitt R2–R3, ist markiert. Foto von R5.
3. Beschreibung der Aktionen der Mannschaft
3.1 Beschreibung der Anmarschroute
Von Vladikavkaz bis zum Dorf Lamardon fahren wir in 1,5 Stunden. Am westlichen Rand des Dorfes kann man auf einer unbefestigten Straße bis auf eine Höhe von 1650 m fahren. Weiter geht es auf Viehtriftpfaden in Richtung des Beginns der südlichen Kluf des Tbau-Massivs.
Wenn wir unter die Kluf treten, kommen wir auf einen Geröllhaldenpfad, der auf den östlichen Grat des Massivs und weiter auf den Hauptgipfel führt — auf der Route n.k. Koordinaten des unteren Teils der Kluf: Breite: 42.860853°, Länge: 44.398971°
3.2 Kurze Beschreibung der Begehung der Route
| Nr. des Abschnitts | Beschreibung | Nr. des Fotos |
|---|---|---|
| R0–R1 | Wir bewegen uns durch die Geröllhalden-Kluf, auf einem teilweise deutlich sichtbaren Pfad, und umgehen Felsausbrüche. Im oberen Teil der Kluf, an der Gabelung vor der Grotte, biegen wir rechts ab und gelangen auf den Hauptgrat des Tbau-Massivs. | 3 |
| R1–R2 | Nach dem Erreichen des Grats wenden wir uns nach Westen und bewegen uns bergauf, am Hang entlang, in Richtung des Gipfels Tbau Haupt. Vom Gipfel aus ist im Norden der Turm Tbau NW sichtbar. | 4 |
| R2–R3 | Wir steigen vom Hauptgipfel nach Nordwesten ab. Es ist besser, direkt auf der Linie des Grats zu gehen, dort ist weniger Schnee und es ist sicherer. Einzelne Felsausbrüche — umgehen oder mit Sicherung absteigen. Achtung! Links davon gibt es Abstürze von 400 m. | 6–9 |
| R3–R4 | Wir nähern uns der Südseite des Turms Tbau NW. Wir umgehen den ersten Felsen und steigen dahinter auf die Einsattelung unter der Wand mit der schrägen Spalte. In der Spalte lassen sich gut Klemmkeile größeren Ausmaßes setzen. | 10,11 |
| R4–R5 | Weiter direkt nach oben, über die glatten Felsen vom Typ "Widderstirn". Kurze Wände und Platten wechseln sich mit Geröllhalden-Simsen ab. Die Organisation einer Station ohne Anker ist schwierig. | 12,13 |
| R5–R6 | Nach links auf dem Sims, bis zum Ende. Unten Abstürze der Südwestwand! Dann nach rechts oben über die Felsen in Richtung des Gipfels. Station auf einem Vorsprung. Am Ende des Abschnitts ein Geröllhalden-Hang. | 14 |

Foto 7. Fortbewegung über kurze Felsstufen, auf dem Abschnitt R2–R3. Gymnastische Sicherung.

Foto 8. Fortbewegung über kurze Felsstufen, auf dem Abschnitt R2–R3. Sicherung durch einen Vorsprung.

Foto 9. Fortbewegung über kurze Felsstufen, auf dem Abschnitt R2–R3. Sicherung durch einen Vorsprung.

Foto 10. Begehen des Abschnitts R3–R4. Organisation einer Zwischenstation.

Foto 11. Aufstieg durch die Spalte, auf dem Abschnitt R3–R4.

Foto 12. Fortbewegung auf dem Abschnitt R4–R5.

Foto 13. Fortbewegung auf dem Abschnitt R4–R5.

Foto 14. Fortbewegung zu Beginn des Abschnitts R5–R6.

Foto 15. Auf dem Gipfel Tbau Haupt.

Foto 16. Auf dem Gipfel Tbau NW.

Foto 17. Notizen auf den Gipfeln.

Foto 18. Der Abstiegsweg von Tbau NW — sein sichtbarer Teil, ist markiert. Ansicht von Osten, vom Gipfel Tbau Zentrum. Februar.
3.3 Empfehlungen und Schlussfolgerungen zur Route
Der Abstieg von Tbau NW erfolgt auf dem üblichen (klassischen) Aufstiegsweg auf den Turm, d.h. über den Nordosthang. Im unteren Teil des Hangs — verschneite innere Ecke 1–2. Kategorie.
Die begangene Traverse der beiden Tbau-Gipfel ist logisch und sicher, da sie überwiegend auf dem Grat des Massivs verläuft. Die Route entspricht der 1B-Kategorie. Sie wurde vom Leiter der Bergtour bereits im letzten Jahrhundert begangen und ist jetzt für die Fotografie der Schlüsselstellen geeignet.
Die Route sollte aufgrund der niedrigen Gipfelhöhen für Winterbedingungen klassifiziert werden. Der technisch schwierige Teil der Route — die Felsen südlicher Exposition, d.h. sie sind nach Unwettern schnell schneefrei.
Auf dem Abschnitt R2–R3 und beim Abstieg vom Nordwestgipfel:
- Bei viel Schnee muss man sich nur mit Sicherung fortbewegen.
- Aus dem Norden ist die Bildung von Schneebrettern möglich.
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