Pass zum Aufstieg

  1. Felsenkamm, Abschnittsnummer in der Klassifikation 2.8.

  2. Tbau N-W 2980 m, über die Karniese der Südwestwand.

  3. Vorgeschlagene Schwierigkeitskategorie: 5B; Erstbegehung.

  4. Charakter der Route: Fels.

  5. Höhenunterschied der Route: 580 m (nach Höhenmesser und topografischer Karte).

    Länge der Route: 950 m. Länge der Abschnitte:

    • 5. Schwierigkeitskategorie – 52 m.
      1. Schwierigkeitskategorie – 27 m.

    Durchschnittliche Steilheit:

    • Hauptreil der Route – 75°
    • Gesamte Route – 65°
  6. Anzahl der Haken auf der Route: insgesamt 39 Stück; davon 38 Bohrhaken, davon 32 Spits.

    Benutzte Haken auf der Route:

    • stationäre Bohrhaken – 6 Stück, davon 1 Stück für künstliche Stützpunkte (I.T.O.);
    • entfernbare Bohrhaken (Spits) – 32 Stück, davon 14 Stück für I.T.O. Insgesamt benutzte künstliche Stützpunkte (I.T.O.) – 18 Stück.
  7. Arbeitszeit der Mannschaft: 56 Stunden; 8 Tage.

  8. Leiter: Egorin Sergei Vladimirovich; MC.

    Teilnehmer:

    • Gagaev Vilyam Tajmurazovich; 2. Sportklasse
    • Zubenko Vladislav Sergeevich; 2. Sportklasse
    • Chupin Vyacheslav Mikhailovich; 2. Sportklasse
    • Chupin Roman Mikhailovich; 2. Sportklasse
  9. Trainer: Khamitsaev Kazbek Borisovich; Tavasiyev Ruslan Andreevich.

  10. Anmarsch zur Route: 8:00 Uhr, 22. Februar 2002.

    Erreichen des Gipfels: 16:00 Uhr, 1. März 2002. Rückkehr zum Basislager: 12:00 Uhr, 2. März 2002.

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Foto 1. Gesamtansicht des Tbau N-W-Gipfels. Februar 1998. Die Routen an der Südwestwand sind markiert. Das Foto wurde aus dem Kurtatiner Tal, vom Pionierlager "Metallurg" aus, bei zweifacher Vergrößerung aufgenommen.

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Foto 2. Profil der Wand links. Oktober 1996. Die Route der Erstbegehung ist markiert.

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MASSSTAB 1:400 000 – 1 Zentimeter = 4 Kilometer

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Mittleres Pripyatisches Tal

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Foto 3. Fotopanorama des Tbau-Massivs von Westen. Oktober 1996. Die Route der Erstbegehung ist markiert. Das Foto wurde vom Südosthang des Kariuokhok aus bei vierfacher Vergrößerung aufgenommen.

Übersicht über das Aufstiegsgebiet. Geschichte der Gipfelerkundung

Das Aufstiegsgebiet liegt auf dem Territorium der Republik Nordossetien-Alanien zwischen den Flüssen Fiagdon im Westen und Gizeldon im Osten.

Das Tbau-Massiv befindet sich im Felsenkamm und erstreckt sich in ost-westlicher Richtung über mehr als drei Kilometer.

Die das Tbau-Massiv bildenden Gesteine sind sedimentären Ursprungs. Es handelt sich um:

  • Kalksteine,
  • Dolomite,
  • teilweise Marmor.

Die Felsen sind meist monolithisch ohne Risse. Wie die meisten Gipfel des Felsen kamms ist Tbau ein typischer Schichtkamm, d.h. relativ flache nördliche Hänge und steile, mit Felsformationen durchsetzte Hänge südlicher Exposition.

Der höchste Punkt des Massivs ist der Gipfel Tbau Hauptgipfel (3007 m), weiter östlich entlang des Kamms befindet sich Tbau Zentrum (2832 m), noch weiter östlich schließt das Massiv eine kleine Turmformation mit der Höhe 2285 m ab – Tbau Ost.

In einem kleinen Grat, der vom Hauptgipfel abzweigt, befindet sich der Nordwestgipfel des Tbau. Dieser ist im alpinistischen Sinne am interessantesten. Nach Südwesten stürzt dieser Gipfel mit einer 600 Meter hohen Wand ins Kurtatiner Tal ab.

Früher wurden Aufstiege auf Tbau Hauptgipfel und Tbau N-W ohne Kategorien auf nicht kategorisierten Routen zu Trainingszwecken durchgeführt. Doch schon damals richteten viele Alpinisten aus Vladikavkaz ihre Aufmerksamkeit auf die Wand, die ins Kurtatiner Tal abbricht.

Das Begehen des linken Randes der Wand gelang 1994 einer Gruppe unter der Leitung von Yu. Levkovsky. Sie durchstiegen die Südwand des N-W-Grats (heute Route 3A).

1996 durchstiegen das Duo Egorin S. und Afanasiev I. den linken, weniger steilen Teil der Südwestwand (Route 3B mit einem Wandanstieg von 300 m).

Im folgenden Jahr durchstieg eine Gruppe unter der Leitung von Glazov A. die Wand in drei Tagen im Oktober fast auf der Direttissima. Am 2. Bastion jedoch wichen sie aufgrund der großen technischen Schwierigkeiten auf einem Weg über die Karniese nach rechts aus. Ihre Route hat heute die Kategorie 4B.

Im Dezember 2001 gelang unserer Mannschaft die zweite Begehung dieser Route. Wir planten daraufhin unsere zukünftige Route und beschlossen:

  • den 1. Bastion links der Route von Glazov zu begehen;
  • den 2. Bastion direkt aufwärts über die Karniese zu begehen – dort wo sich zwei große Karniese treffen und weiter über die Kamine.

Bei den Osseten gilt der Tbau-Gipfel als heilig. Einer alten Legende zufolge ist er der Aufenthaltsort des Tbau-ua-ts-Ila (des Heiligen Elias des Tbau-Berges). Bis heute wird jährlich im Juni in d. H. in Daragavs ein Fest zu seinen Ehren gefeiert.

Beschreibung des Anstiegs zur Route

Von Vladikavkaz aus mit dem Linienbus nach Kharisdjin, durch das Kurtatiner Tal bis zum Pionierlager "Metallurg" – etwa 1 Stunde.

Hier den Fluss Fiagdon über eine Brücke überqueren und von der Wasserpumpstation aus auf einem Feldweg aufwärts steigen. Nach Durchqueren des Waldes und zweier Lichtungen erreicht man den Beginn einer Schlucht (an deren rechtem Hang), die unter die Südwestwände des Tbau N-W führt. Auf einem alten, verlassenen Weg durch den Buchenwald aufwärts steigen. Weiter auf einem Pfad auf den linken Hang der Schlucht wechseln. Von der Wasserpumpstation etwa 1,5 Stunden.

Nach einem steilen Anstieg verlässt man den Wald und folgt weiter dem Tal aufwärts über grasbewachsene Hänge. Es ist einfacher, oberhalb des Waldes unter den Felsen, die sich links befinden, zu gehen. Wenn die Schlucht enger wird, steigt man auf ihren Grund ab. Am schmalen Felscanyon angelangt, geht man diesen rechts auf Felsen, die mit Moos bewachsen sind, entlang (2–3. Schwierigkeitskategorie).

Weiter geht es wieder auf dem Grund des Canyons durch kleine Felswände hindurch bis man die einzige Stelle in der Schlucht erreicht, an der auch außerhalb der Saison Wasser vorhanden ist (Quelle). Oberhalb und unterhalb dieses Punktes verschwindet sie.

Nach einem weiteren kurzen Stück auf dem Canyonboden gelangt man auf dessen rechten Hang – die Schlucht weitet sich etwas auf. Weiter geradeaus aufwärts durch die Schlucht bis zu deren Gabelung. Hier links abbiegen und auf einer Schutthalde, in einer Rinne, aufwärts steigen, in Richtung der sichtbaren Südwestwand des Tbau N-W. Wenn die Rinne in einen breiten, grasbewachsenen Hang mit Felsformationen übergeht, links abbiegen und entlang der südlichen Wände des Nordwestgrats des Tbau N-W aufwärts steigen. Nach Durchqueren der Rinne, die auf den Nordwestgrat führt (der links bleibt), noch etwas aufwärts unter den südlichen Wänden gehen. Hier – Übernachtung in Grotten – möglich ohne Zelt. Höhe 2300 m. Höhengewinn von der Wasserpumpstation: 1300 m. Von dort aus 5–6 Gehstunden. Kein Wasser vorhanden, von November bis Mai möglicherweise Schnee.

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Beschreibung des Begehens der Route

Von den Übernachtungsplätzen in der Grotte zurück auf den grasbewachsenen Hang, der unter die Südwestwand des Tbau N-W führt. Zum Zentrum des Fußes der Wand gehen, rechts der Route 3B und links der Route 4B.

Der Beginn der Route liegt 30 m unterhalb des linken "Auges", das von einer kleinen Grotte gebildet wird. Von den Übernachtungsplätzen aus 20 Minuten.

R0–R1: 3 Meter von der Erde entfernt ist ein 8-mm-Bohrhaken mit Öse eingeschlagen. Von dort aufwärts 25 m bis zu einer kleinen Grotte. Hier sind noch zwei weitere Bohrhaken eingeschlagen.

Der gesamte Abschnitt ist 25 m lang, 4+ Schwierigkeitskategorie, 80°.

R1–R2:

  • Von der Station aus nach links traversieren und direkt aufwärts auf eine Fläche hinter einem Splitter – 5 m, 4. Schwierigkeitskategorie; 80°.
  • Weiter auf der Fläche nach links weitere 35 m; 3. Schwierigkeitskategorie, 40°, bis zum Schulterpunkt an der Wand.

R2–R3:

  • Vom Schulterpunkt aus direkt aufwärts über eine schräge Fläche unter eine geglättete Wand. Abschnitt 25 m, 3–3+ Schwierigkeitskategorie, 60°.

R3–R4:

  • Am Fuße der Wand ist ein 8-mm-Bohrhaken mit Öse eingeschlagen.
  • Von dort unter überhängenden Felsen aufwärts 10 m; A1e; 5. Schwierigkeitskategorie, 75° bis zum nächsten, genau gleichen Bohrhaken.
  • Von dort nach rechts traversieren 5 m, 5. Schwierigkeitskategorie, 75° bis zum nächsten 8-mm-Bohrhaken.

Beim Begehen sind Friends notwendig. Es gibt keine Risse, die Felsen sind stark geglättet.

R4–R5: Weiter direkt aufwärts über die Wand – 4. Schwierigkeitskategorie, 15 m, 80° bis zu einer Fläche, auf der nach rechts aufwärts weitere 5 m, 4. Schwierigkeitskategorie, 60°.

R5–R6: Dann nach links aufwärts über die Wand – 15 m, 4+ Schwierigkeitskategorie, 85° bis zur Biegung der Wand. Weiter auf einem Felsgrat auf eine Fläche gelangen: 15 m, 4. Schwierigkeitskategorie; 60°. Rechts ein "Spit".

R6–R7: Auf der Fläche nach links 40 m, 1. Schwierigkeitskategorie, 20°. Im linken Teil der Fläche, in einer kleinen Grotte, befindet sich der 1. Kontrollturm. Links davon, 5 m entfernt, hinter einer Ecke, beginnt der nächste Abschnitt. Auf der Fläche ist eine Übernachtung möglich.

R7–R8:

  • Nach rechts aufwärts durch einen kleinen Karnies – 6 m, 95°; 5. Schwierigkeitskategorie, A1e.
  • 3 m von der Fläche entfernt ist ein 12-mm-Bohrhaken ohne Öse eingeschlagen.
  • Hier und weiter bis zum Ende der Route sind alle Bohrhaken 12-mm-Spits ohne Ösen der Firma "Petzl".
  • Hinter dem Karnies, nach 3 m, ein weiterer "Spit".
  • Weiter direkt aufwärts über die Wand mit kleinen Flächen.
  • Nach 10 m ein weiterer "Spit".
  • Nach 30 m vom Beginn des Abschnitts – Platten 5 m, 5. Schwierigkeitskategorie, A2e, 80° – hier sind drei "Spits" eingeschlagen.
  • Der gesamte Abschnitt ist 35 m lang; der mittlere Teil hat die 4+ Schwierigkeitskategorie.

R8–R9: Nach links – aufwärts über die Wand, zunächst 4. Schwierigkeitskategorie, dann 3. Schwierigkeitskategorie, auf eine Fläche. Der gesamte Abschnitt ist 25 m lang, 70–50°.

In der Mitte der Fläche ist rechts ein alter Eishaken – eine titanische "Morkovka" – eingeschlagen.

R9–R10: Auf der Fläche nach links aufwärts bis zu einer Rinne – 30 m, 1. Schwierigkeitskategorie, 30°.

R10–R11: Auf der rechten Seite der Rinne, auf Felsen, 2. Schwierigkeitskategorie, 40 m, 50°, auf den mittleren Absatz gelangen. Hier ist eine Übernachtung möglich. Höhengewinn vom Fuß der Wand: 200 m. Wir benötigten 20 Arbeitsstunden.

R11–R12: Von den Übernachtungsplätzen aus nach rechts aufwärts unter den 2. Bastion gehen. Man muss zum Fuß der Wand unter einem großen dreieckigen Karnies mit schwarzen Verfärbungen gelangen. Den schmalen Felsabsatz auf dem Weg zum 2. Bastion am engsten Punkt (10 m, 3. Schwierigkeitskategorie) passieren oder rechts umgehen. Der gesamte Abschnitt ist etwa 150 m lang, 1B Schwierigkeitskategorie, 20–30°. Am Ende des Abschnitts nach rechts in eine Rinne wechseln.

R12–R13: Am Fuß des 2. Bastions angelangt, steigen wir auf einer schmalen Wand 20 m, 60°, 4. Schwierigkeitskategorie, auf eine Fläche auf.

R13–R14: Auf dieser nach rechts aufwärts unter überhängenden Felsen auf den Schulterpunkt der Wand gelangen. Vom Schulterpunkt aus auf einer Fläche zum Fuß einer Spalte gelangen – 40 m, 2–3. Schwierigkeitskategorie, 30–50°.

R14–R15: Auf der Spalte direkt aufwärts auf eine Fläche – 12 m, 5. Schwierigkeitskategorie, 80°. Auf der Fläche sind links und rechts zwei "Spits" eingeschlagen.

R15–R16: Auf der monolithischen Wand, links von der überhängenden Spalte mit zerstörten Rändern, direkt aufwärts auf künstliche Stützpunkte (I.T.O.) – 10 m, 6. Schwierigkeitskategorie, 95°, A2e. Die Wand ist monolithisch. Hier befindet sich eine Bohrhakenreihe. Auf der gesamten Wand sind 8 "Spits" eingeschlagen.

R16–R17: Auf einer schrägen, geglätteten Fläche nach rechts – aufwärts – 7 m, 4+ Schwierigkeitskategorie, 70°. Am Ende des Abschnitts ein "Spit".

R17–R18: Weiter direkt aufwärts durch einen Kamin mit einem Ausstieg nach links auf die Oberseite eines Splitters. Abschnitt 10 m, 5. Schwierigkeitskategorie, 80°. Am Ende des Abschnitts ist ein "Spit" eingeschlagen.

R18–R19: Weiter nach rechts aufwärts unter einen Pfropfen – einen überhängenden Felsen, der den Eingang in den Kamin verschließt. Zwischen diesem und einem kleinen Splitter rechts hindurch gelangen. In der rechten Seite des überhängenden Felsens ein "Spit". Der gesamte Abschnitt ist 7 m lang, 70°, 4+ Schwierigkeitskategorie.

R19–R20: 1 m oberhalb der Station ist ein weiterer "Spit" eingeschlagen. Weiter nach links aufwärts und durch einen Riss (Friends) in den Kamin gelangen – "Spit" – A1e, 5 m, 6. Schwierigkeitskategorie, 95°. Weiter aufwärts durch den Kamin mit verklemmten Steinen bis zu einer Nische unter einem Karnies. Weitere 10 m, 4. Schwierigkeitskategorie, 60°. In der Nische ist eine Übernachtung für zwei Personen möglich.

R20–R21: Aus der Nische heraus nach links aufwärts durch eine überhängende Spalte zwischen dem Karnies und der geglätteten Wand links. Zunächst werden Friends benutzt. Auf der Biegung der Wand sind zwei "Spits" eingeschlagen, weiter direkt aufwärts auf eine Fläche – ein weiterer "Spit". Der gesamte Abschnitt ist 12 m lang, 6. Schwierigkeitskategorie, 95–85°, A2e.

R21–R22: Von der Fläche direkt aufwärts, zunächst über die Wand, dann durch einen schmalen Kamin auf eine Fläche unter einem Karnies. In der Mitte und am Ende des Abschnitts sind "Spits" eingeschlagen. Der gesamte Abschnitt ist 25 m lang, 4+ Schwierigkeitskategorie, 70°.

R22–R23: Den Karnies rechts umgehen und aufwärts durch eine Spalte gelangen. Am Ende des Abschnitts nach links in eine Nische unter einem Karnies wechseln. Hier befindet sich der 2. Kontrollturm. In der Mitte und am Ende des Abschnitts sind "Spits" eingeschlagen. Der gesamte Abschnitt ist 30 m lang, 4+ Schwierigkeitskategorie, 70°.

R23–R24: Aus der Nische heraus nach rechts gelangen und auf einer Platte unter überhängende Blöcke aus zerstörtem Fels gelangen. Die Platte ist 8 m lang, 4. Schwierigkeitskategorie, 70°. Weiter direkt aufwärts durch einen Riss zwischen den Blöcken (Friends) auf eine Fläche – hier ist ein "Spit" eingeschlagen. Weitere 4 m, 5. Schwierigkeitskategorie, 95°.

R24–R25: Von hier aus Traversieren nach rechts in eine Rinne. Der Travers ist zunächst über die Wand, dann auf einer Fläche. Abschnitt 15 m, 4+ Schwierigkeitskategorie, 80°. Am Ende ein "Spit".

R25–R26: Auf der Rinne direkt aufwärts durch kleine Wände hindurch. Nach 20 m Biegung der Wand – Erreichen der Route 4B. 3 m vor der Biegung, links, ist der letzte "Spit" eingeschlagen. Die Rinne hat 70°, 4. Schwierigkeitskategorie. Weiter auf einer Fläche, 1. Schwierigkeitskategorie, weitere 10 m bis zu einer Wand gehen.

R26–R27: Weiter auf einer breiten Wand direkt aufwärts gehen – 30 m, 4. Schwierigkeitskategorie, 70° bis zur nächsten Wand. Auf der Fläche darunter ist eine Übernachtung möglich.

R27–R28: Die nächste Wand ebenfalls direkt aufwärts begehen: 40 m, 4. Schwierigkeitskategorie, 70°.

R28–R29: Von der nächsten Fläche maximal aufwärts steigen, dann nach rechts hinter eine Ecke in einen Kamin wechseln. Der gesamte Abschnitt ist 25 m lang, 4. Schwierigkeitskategorie, 60°.

R29–R30: Weiter direkt aufwärts steigen, zunächst über die Wand, dann durch einen schmalen Kamin. Abschnitt 50 m, 4+ Schwierigkeitskategorie, zunächst 80°, dann 60°. Am Ende des Abschnitts auf den Schulterpunkt der Wand gelangen.

R30–R31: Vom Schulterpunkt aus auf dem Grat, 2. Schwierigkeitskategorie, 30–40°, 80 m, auf den Gipfel des Tbau N-W (2980 m) gelangen. Der Gipfel bietet eine gute Aussicht. Hier ist eine Übernachtung möglich. Vom Fuß der Wand bis zum Gipfel benötigten wir 56 Arbeitsstunden einschließlich der Zeiten für die Vorbereitungen.

Abstieg vom Gipfel ins Kurtatiner Tal – auf dem Nordwesthang und weiter auf dem Südhang des Nordwestgrats bis zur Grotte – Route 1B (2–3 Stunden).

Eine andere Möglichkeit: über den Tbau-Hauptgipfel auf den Osten ins Dargavaser Tal absteigen – Weg 1A (3–4 Stunden).

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Foto 4. Technische Fotografie der Route. Oktober 2000. Foto von der Höhe 2781 m – im Südwestgrat des Tbau-Hauptgipfels.

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Gruppe der Rettungskräfte des nordossetischen republikanischen Such- und Rettungsdienstes des russischen Katastrophenschutzministeriums "2" ______ 20__ um : beim Aufstieg auf den Gipfel auf der Route "____" der Schwierigkeitskategorie _______ in der Zusammensetzung:

  • Leiter ________
  • Teilnehmer: ________
  • Wetterbedingungen: ________
  • Weiterer Weg begonnen: "2" ________ 20__ um :
  • Auf der Route ________
  • Notiz der Gruppe unter der Leitung von: ________ entfernt
  • vom "____" ________ g.
  • Leiter des Aufstiegs ________ (Unterschrift)

Notiz vom Gipfel.

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Foto 5. Begehen des Abschnitts R3–R4 (Beginn des Abschnitts). 22. Februar 2002. img-15.jpeg img-16.jpeg

Foto 6. Begehen des Abschnitts R5–R6 (Beginn des Abschnitts). img-17.jpeg

Foto 7. Begehen des Abschnitts R7–R8 (Beginn des Abschnitts). img-18.jpeg

Foto 8. Begehen des mittleren Teils des Abschnitts R7–R8. 23. Februar 2002. img-19.jpeg img-20.jpeg

Foto 9. Der zweite Bastion der Südwestwand. Die Route der Erstbegehung ist markiert. Das Foto wurde von der Route 4B (Oberer Teil des ersten Bastions) von der Gruppe unter der Leitung von A. Glazov im Oktober 1997 aufgenommen.

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Foto 10. Begehen des Abschnitts R14–R15 (Wand vor Schneefall). 25. Februar 2002. img-22.jpeg img-23.jpeg

Foto 11. Begehen des Abschnitts R15–R16 (Wand nach Schneefall). 27. Februar 2002. img-24.jpeg

Foto 12. Bewegung an den Seilen im Kamin. Oberer Teil des Abschnitts R19–R20.

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Foto 13. Begehen des Abschnitts R20–R21 (Beginn des Abschnitts).

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Foto 14. Bewegung an den Seilen zu Beginn des Abschnitts R21–R22.

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Foto 15. Bewegung an den Seilen am Ende des Abschnitts R23–R24. Aufstieg durch überhängende Blöcke.

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Foto 16. Die Mannschaft auf dem Gipfel des Tbau N-W. 1. März 2002.

Schlussfolgerungen und Empfehlungen zur Route

Die begangene Route entspricht unserer Meinung nach aufgrund der Anzahl und Schwierigkeit der Schlüsselstellen der Schwierigkeitskategorie 5B.

Die Länge der Abschnitte der 5. und 6. Schwierigkeitskategorie beträgt 79 m. Etwa 35 m müssen auf künstlichen Stützpunkten (I.T.O.) zurückgelegt werden. Im Vergleich zur benachbarten Route der Kategorie 4B ist die von uns begangene Route um eine Größenordnung schwieriger (die Route 4B haben wir im Dezember 2001 begangen). Zum heutigen Zeitpunkt ist die Route der Erstbegehung "durch die Karniese der Südwestwand" die schwierigsten Route im Felsenkamm auf dem Territorium der RSO-Alanien.

Es wird empfohlen, die Route von November bis Mai zu begehen, wenn auf den Anstiegen und an der Wand Schnee liegt. Zu anderen Zeiten muss man aufgrund der Mehrtägigkeit der Route und der Trockenheit der Wand von Juni bis Oktober (manchmal bis Dezember) viel Wasser mitführen.

Für die Route sind Ösen für Spits erforderlich (mindestens 5 Stück). Es ist wünschenswert, mindestens 5 Stück Bohrhaken mitzuführen, da Spits an der Wand schwer zu finden sind und die Felsen monolithisch mit wenigen Rissen sind.

Es ist außerdem notwendig, neben den üblichen Haken und Klemmblöcken, auch Friends mitzuführen.

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Quittung über die Zahlung der Aufnahmegebühr für die Teilnahme an der Meisterschaft.

362035, Vladikavkaz, OIPS-35.k.1
INN: 1504002168
Job number: 981027
Reg. number: 102
Check number24853
21.05.20029:31
Cashier Gherasimenco E.F.-IN
CHECK SERVICES number6005
Limitation period for claims 6 months.
TRANSFER
POST № 0136
119992, MOSKOW
TO: Shatayev V.N.
TRANSFER TO THE AMOUNT312,00 ₽
FEE FOR TRANSFER24,96 ₽
TOTAL336,96 ₽
Cash400,00 ₽
CHANGE63,04 ₽

Protokoll Nr. 14

Sitzung der Klassifikationskommission der FA RSO-Alanien

  1. Der Bericht über die Erstbegehung auf den Gipfel Tbau N-W (2980 m) über die Karniese der Südwestwand wurde geprüft. Die Route wurde im Februar 2002 im Rahmen der GUS-Meisterschaft im Alpinismus, technische Klasse, unter der Leitung des MC im Alpinismus Egorin S.V. begangen.

  2. Es wurde beschlossen:

    • bei der Klassifikationskommission der FA Russlands die Zuerkennung der Schwierigkeitskategorie 5B für diese Route zu beantragen.
  3. Mai 2002.

Vorsitzender der K.K.: Yu.V. Levkovsky

Mitglieder der K.K.:

  • V.P. Gudenko
  • K.B. Khamitsaev
  • V.T. Rodionov

Angehängte Dateien

Quellen

Kommentare

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