- Klasse des Aufstiegs: felsig
- Gebiet des Aufstiegs: 2.8: Kaukasus: Kurtatinsker Schlucht
- Gipfel, Route: w. Tbau-choch (2980 m): von Süden durch den Schacht und den Nordwestgrat
- Vorgesehene Schwierigkeitskategorie: 3A Kat. sl.: Erstbegehung
- Charakteristik der Route:
Höhenunterschied — 400 m, Länge der Route — 750 m, Länge der Abschnitte:
- 4–5 — 40 m
- 3 — 200 m, durchschnittliche Steilheit:
- des Schachts — 60°
- des Grats — 45°
- Eingeschlagene Haken: Fels — 5 Stk. Ringhaken — 3 Stk., Eishaken — keine
- Anzahl der Gehstunden/Tage — 6/1
- Anzahl der Übernachtungen: 1. — auf dem Anmarsch
- — auf der Liste, Biwak an einem Ort
- Leiter: Lewkowski Juri Wassiljewitsch — 1. Sp. Kategorie. Teilnehmer:
- Jegorin Sergei Wladimirowitsch — KMS
- Iwanow Witali Walentinowitsch — KMS
- Glasow Alexander Petrowitsch — KMS. Trainer: Proskurjakow Ruslan Pawlowitsch — MS.
- Aufbruch zur Route — 17. Dezember 1994
- Rückkehr zum Biwak — 17. Dezember 1994
- Organisation: KM FA RSO

Vorbereitung auf den Aufstieg
Bei der Vorbereitung auf den Aufstieg wurde eine Erkundung der Anmarschwege zum Gipfel von Seiten der Kurtatinsker Schlucht durchgeführt, sowie eine Besteigung des benachbarten Gipfels Tschindjen-choch (2823 m) unternommen. In beiden Fällen wurden Fotos gemacht, die Orientierung der Route bestimmt, eine vorläufige Bewertung und die Prinzipien der Funkverbindung festgelegt.
Bei der Vorbereitung wurde festgestellt, dass die Verbindung am besten mit der Stadt
Wladikawkas hergestellt werden kann, beginnend mit dem Aufstieg auf den Nordwestgrat
und auf dem weiteren Verlauf der Route, unter der Bedingung der Nutzung von UKW-Funkgeräten.
Vom Biwak aus gibt es keine Verbindung. Ansicht von Westen
Kurze Übersicht über das Gebiet des Aufstiegs
Das Gebiet des Aufstiegs liegt im Skalisty-Gebirge des Zentralkaukasus zwischen dem Gipfel Karim-choch (3438 m) im Westen und dem Gipfel Tschindjen-choch (2823 m) im Osten, zwischen den Becken der Flüsse Fiagdon und Gisel'don und gehört territorial zur Republik Nordossetien.
Gipfel Tbau-choch (2980 m):
- besteht aus Kalkstein, im oberen Teil aus Dolomit;
- wird oft auf einer einfachen Route von Süden vom Dorf Dargaws aus besucht;
- gilt beim örtlichen Volk als heiliger Berg.
Beschreibung des Anmarsches
Von der Stadt Wladikawkas aus fährt man durch das Dorf Dsuarikau, weiter durch die Kurtatinsker Schlucht bis zum Pionierlager "Metallurg" — 1 Std. 30 Min. Von hier aus geht man über die Brücke über den Fluss Fiagdon, dann auf der Traktorstraße, die nach 30 Min. in eine Schlucht führt, die entlang des Nordwestgrats des Gipfels Tbau-choch verläuft und auf den Pass zwischen dem Gipfel Tbau-choch und dem Gipfel 2781 m führt, von dem aus man ins Dorf Dargaws absteigen kann. Die Straße führt auf die rechte (orograf.) Seite der Schlucht und verschwindet bald.
Weiter geht man über den grasbewachsenen Hang dieser Seite. Nach 2 Std. kommt man unter den Anstieg des ausgetrockneten Bachbetts, wechselt auf dessen rechte Seite und bewegt sich über steile grasbewachsene Hänge bis zu einem breiten gras- und schuttbedeckten Kouloir, der nach links vom Bachbett abzweigt und unter die dritte Wand des Gipfels Tbau-choch in dessen linker Seite führt.
Im oberen Teil, an der Stelle der Erweiterung des Kouloirs, befinden sich auf beiden Seiten zwei kleine Grotten, Biwak. Kein Wasser, in der Frühlings- und Herbstzeit — Schnee.
Von der Brücke aus — 5–6 Std.
Karte-Schema des Skalisty-Gebirges (Nordossetien, M 1:50 000)
Gipfel Tbau-choch (2980 m): 3A Kat. sl.: von Süden durch den Schacht und den NW-Grat

- R0–R1 — 3: 50 m, 60°
- R1–R2 — 5: 6 m, 80°
- R2–R3 — 2: 5 m, 50°
- R3–R4 — 3: 8 m, 60°
- R4–R5 — 5: 20 m, 70°
- R5–R6 — 1: 20 m, 30°
- R6–R7 — 2–3: 150 m, 50°
- R7–R8 — 3: 250 m, 50°
- R8–R9 — 1: 150 m, 30°
- R9–R10 — 1: 60 m, 45°
Beschreibung der Route
Vom Biwak aus bewegt man sich direkt nach oben über die gras- und schuttbedeckten Hänge des Kouloirs bis zu einem großen Felsen "Nase" (versperrt den Eingang zum Schacht), umrundet ihn von rechts und kommt unter die Wand 3: 50 m, 60° — 1 Std. Über einfache Felsen der Wand (Seilsicherung über Vorsprünge) gelangt man im oberen Teil nach links auf einen grasbewachsenen Übergang über dem Felsen "Nase".
Vom Übergang steigt man traversierend über den grasbewachsenen Hang zum Beginn des Schachts ab, überquert ihn und wendet sich nach rechts, über einen steilen grasbewachsenen Hang, dann über eine 6 m breite Stufe abwärts — in die erste Stufe des Schachts.
Auf der linken Seite des Schachts, an der Wand:
- 5: 6 m, 80° (sehr schwierig, loses Gestein)
- Traversieren nach rechts, dann 2–3 m aufwärts bis zu einer kleinen Höhle
- von dort aus nach rechts-aufwärts über eine Stufe 4: 7 m, 50° — Ausgang in die zweite Stufe des Schachts.
- Weiter geht es über eine einfache 5 m-Wand zu einem Kontrollturm in einer kleinen Vertiefung links.
Vom Kontrollturm aus direkt aufwärts über die Wand 3: 8 m, 60° bis zu einem Kamin 5: 70°, 20 m, Hakensicherung. Hinter dem Kamin gelangt man über einen nicht steilen Schutthang auf den Nordwestgrat rechts vom Gendarm "Finger".
Auf dem Grat wendet man sich nach rechts und bewegt sich über einfache steile Felsen 2–3: 150 m des Grats, weiter über Felsen 2–3 links (in der Laufrichtung) entlang des NW-Grats 25 m (Traversieren) — Ausgang unter den Gipfelbastion von Norden.
Direkt aufwärts über 30° Schutt kommt man unter die Felsen des Bastions, dann traversierend nach links um den Bastion herum und steigt auf den Gipfel Tbau-choch von Osten über gras- und felsbedeckte Stufen. Vom Biwak aus 6–7 Std.
Der Abstieg vom Gipfel erfolgt auf dem Aufstiegsweg bis zum nördlichen Teil unter dem Bastion, weiter 200 m abwärts über den Grat, dann nach links-abwärts auf eine fels- und schuttbedeckte Schulter, von der aus man über einen einfachen fels- und grasbedeckten Hang hinter dem Gendarm "Finger" auf den Grat zum großen alten Turm gelangt.
Weiter geht es abwärts über den NW-Grat 200 m bis zum Kouloir, über das man 60 m absteigt bis zu felsigen Abstürzen, von wo aus man nach rechts auf einen Klettersteig (k/f) wechselt, auf dem man 15 m über die Wand absteigt, dann nach links ins Kouloir, in das man über eine 5 m einfache Wand und abwärts über das Kouloir bis zum Biwak absteigt.
Abstieg vom Gipfel — 2 Std.
Empfehlungen
Die Route ist logisch, objektiv sicher bei richtiger taktischer Planung des Aufstiegs, empfohlen für Aufstiege von Ausbildungs- und Sportgruppen.
Im Sommer gibt es auf dem Biwak und auf der Route kein Wasser.
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