Aufstiegspass

  1. Kaukasus; Skalisty-Kamm; Klassifikationsabschnittsnummer – 2.8.
  2. Tbau (S-3) – 2980 m; von Süden über den Nordwestgrat.
  3. 1B Kat. sl.; Erstbegehung.
  4. Charakter der Route – Felsroute.
  5. Höhendifferenz der Route – 700 m.

Länge etwa 2200 m. Höhendifferenz des Wandteils der Route – 200 m. Steilheit der Schlüsselstellen der Route bis 60°. Durchschnittliche Steilheit der gesamten Route – 30°.

  1. Haken auf der Route – keine.
  2. Gehzeit der Mannschaft – 5 Std., Tage – 1.
  3. Leiter: Jegorin Sergei Wladimirowitsch – MS Teilnehmer: Gagiew William Tajmurazowitsch – 3. Sp. Kategorie
  4. Trainer: Jegorin S.W. – MS
  5. Aufbruch zur Route: 14. April 2001 Erreichen des Gipfels: 14. April 2001 Rückkehr ins Basislager: 14. April 2001

Kurzer Überblick über das Aufstiegsgebiet

Das Aufstiegsgebiet liegt auf dem Gebiet der Republik Nordossetien – Alania, zwischen den Flüssen Fiagdon im Westen und Gizeldon im Osten. Das Massiv Tbau befindet sich im Skalisty-Kamm und erstreckt sich von West nach Ost über mehr als drei Kilometer.

Die Gesteine, die den Gipfel Tbau bilden, sind sedimentären Ursprungs – es sind Kalksteine, Dolomite, stellenweise Marmor. Wie die meisten Gipfel des Skalisty-Kamms ist Tbau ein typischer Steilhang, d. h. relativ sanfte nördliche Hänge und steile, mit Felswänden durchzogene Hänge südlicher Exposition.

Früher wurde dieser Gipfel nur von Süden und Südosten vom Dorf Kakadur und Fasikau aus auf einer nicht kategorisierten Route besucht. Die sportliche Erschließung des Massivs begann erst vor 7 Jahren. Insbesondere wurde die Südwestwand der Nordwest-Tbau erschlossen. In Zukunft sind kategorisierte Routen auf Tbau-Ost möglich.

Bei den Osseten des Dargaw-Tals gilt der Gipfel Tbau als heilig, der Legende nach als Aufenthaltsort von Tbau-Uaz-Ila (dem heiligen Elias des Berges Tbau). Bis heute wird jährlich im Juni im Dorf Dargaws von dem ganzen Tal ein Fest zu seinen Ehren gefeiert.

Beschreibung des Anstiegs zur Route

Von der Stadt Wladikawkas mit dem Linienbus nach Charisdschin, durch das Kurta-Tal bis zum Pionierlager "Metallurg". Hier den Fluss Fiagdon über eine Brücke überqueren und von der Wasserversorgungsstation aufwärts auf einer Schotterstraße gehen. Nach dem Durchqueren des Waldes und zweier Lichtungen gelangt man an den Anfang des Tals (an seinen rechten Hang), das unter die Südwestwände von Tbau führt. Auf einer alten, verlassenen Straße aufwärts durch den Buchenwald gehen. Weiter auf einem Pfad auf den linken Hang wechseln. Von der Wasserversorgungsstation etwa 1,5 Stunden.

Nach einem steilen Anstieg verlassen wir den Wald und gehen weiter aufwärts durch das Tal auf grasbewachsenen Hängen. Es ist einfacher, oberhalb des Waldes unter den links gelegenen Felswänden zu gehen. Wenn das Tal enger wird, hinunter auf den Talgrund steigen. Bei der Annäherung an eine enge Felsenschlucht dieser auf dem Talgrund folgen. Die Wand quer durch die Schlucht rechts auf Felsen umgehen, die mit Moos bewachsen sind (Kat. 2–3).

Weiter wieder auf dem Talgrund der Schlucht durch kleine Wände hindurch bis zu der einzigen Stelle im Tal gehen, wo bei günstigen Bedingungen in der Zwischensaison Wasser (eine Quelle) vorhanden sein kann. Oberhalb und unterhalb dieser Stelle verschwindet es. Nach einem weiteren kurzen Stück durch die Schlucht auf ihren rechten Hang gelangen – das Tal erweitert sich etwas. Weiter gerade aufwärts durch das Tal bis zu seiner Gabelung. Hier nach links abbiegen und auf Schutthalden, in einer Rinne aufwärts in Richtung der sichtbaren Südwestwand von Tbau (S-3) steigen. Wenn die Rinne in einen breiten, grasbewachsenen Hang mit Felsaufbrüchen übergeht, nach links abbiegen und entlang der südlichen Wände des Nordwestgrats des Gipfels Tbau (S-3) aufwärts steigen. Nachdem wir die Rinne, die auf den Nordwestgrat führt (er bleibt links), durchquert haben, ein Stück gerade aufwärts unter den südlichen Wänden gehen. Hier Übernachtung in Grotten – ohne Zelte möglich. Höhe 2300 m. Aufstieg von der Wasserversorgungsstation – 1300 m. Von ihr auch 5–6 Gehstunden. Wasser bei den Groten gibt es nicht, Schnee ist von November bis Mai möglich.

Beschreibung der Route

Von den Übernachtungsplätzen unter das Gras-Kies-Kar zurückkehren, das auf den Nordwestgrat führt. Dieses Kar ist der deutlichste Durchgang in den südlichen Wänden des Nordwestgrats des Gipfels Tbau (S-3).

R0–R1: Vom Fuß des Kars aufwärts durch dieses direkt bis zur ersten Felsstufe. Etwa 200 m.

R1–R2: Die erste Felsstufe auf einem nicht deutlich ausgeprägten Kamin von 5–6 m Länge überwinden, 3–4.

R2–R3: Nach dem Kamin auf einem grasig-kiesigen Hang in 50 m bis unter die zweite Felsstufe gehen. Diese direkt aufwärts auf Bändern und durch kleine Wände zwischen ihnen hindurch überwinden. Etwa 20 m, 2–3.

R3–R4: Nach der zweiten Felsstufe auf einen grasigen Hang mit Felsaufbrüchen gelangen und nach 200 m den Nordwestgrat erreichen.

R4–R5: Auf dem Nordwestgrat auf seiner linken Seite bis unter den Felszahn "Finger" – am Fuße des rechten Teils des Nordhangs des Gipfels Tbau (S-3) gehen. Etwa 400 m.

R5–R6: Den Felszahn "Finger" unten links umgehen, dahinter aufwärts links-aufwärts auf Schutthalden (oder Schnee) zwischen Felsen gehen. Der Weg führt auf Schutthalden-Terrassen, Bänder oder kleine Runsen. Links-aufwärts gehen, bis ein kleiner Grat sichtbar wird, von dem aus noch steilere Wände links sichtbar sind. Hier nach rechts abbiegen. Der ganze Weg 1–2. Im Winter ist viel Schnee möglich. Der gesamte Abschnitt ist etwa 800 m lang.

R6–R7: Nach rechts abbiegen und unter Felsplatten gelangen, möglicherweise verschneit, 2–3. Die Platten direkt aufwärts, mit Bändern dazwischen, überwinden. Oberhalb auf Schutthalden gelangen. Länge etwa 100 m.

R7–R8: Weiter links-aufwärts auf Schutt oder Schnee unter dem Gipfelturm weitergehen, diesen links unter den Wänden (kleine Grotten, Übernachtung möglich) umgehen und unter den Osthang des Gipfels gelangen. Abschnitt 1, etwa 300 m.

R8–R9: Auf dem Osthang den Gipfel Tbau (S-3) – 2980 m – erreichen. Zuerst auf einer nicht deutlich ausgeprägten Innenkante, dann auf Platten. Abschnitt 1–2, etwa 100 m bis zum Gipfel-Tour.

Von den Übernachtungsplätzen bis zum Gipfel 5–6 Stunden. Abstieg auf dem Aufstiegsweg 1,5–2 Stunden.

Schlussfolgerungen und Empfehlungen zur Route

Die Route ist logisch, sicher zu jeder Jahreszeit, bei wenig Schnee auf den Nordhängen. Sie wird für sportliche und Ausbildungsgruppen empfohlen. Im sportlichen Sinne entspricht sie ihrer Schwierigkeitskategorie. Bei richtiger taktischer Planung kann der Aufstieg in zwei Tagen erfolgen. Es ist sehr wichtig, genau der Beschreibung zu folgen, sowohl auf den Annäherungen als auch auf der Route. Andernfalls kann man auf sehr schwierige Abschnitte geraten. Auf allen Abschnitten der Kategorie 2 und höher ist die Verwendung von Sicherungen an Vorsprüngen sowie durch Haken und Klemmkeile erforderlich.

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Angehängte Dateien

Quellen

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