Route auf den Gipfel des Skrjabin-Gipfels über den Nordostgrat (Erstbegehung). Die Höhe des Gipfels beträgt 3456 m.

Einführung

Der Skrjabin-Gipfel liegt in einem kurzen Sporn des Hauptkammgebirges zwischen den Gipfeln Khalatsa und Zekkara im oberen Teil der Zrug-Schlucht. Vom Dorf Nar bis zum Fuß des Berges sind es 12 km. Im Dorf Nar ist die Transkam-Einheit des Ministeriums für Notsituationen stationiert. Die Zrug-Schlucht liegt in einer Grenzschutz-Zone, daher müssen vorher entsprechende Genehmigungen eingeholt werden.

10 km von Nar entfernt befinden sich auf einem Hügel am Flussufer die Ruinen einer Kirche aus dem 10. Jahrhundert. In der Nähe der Kirche kann man in einer Hütte übernachten. Im Sommer können von der Hütte aus Aufstiege auf die umliegenden Gipfel unternommen werden.

Pass für die Bergtour

  1. Nordkaukasus, Zrug-Schlucht, Hauptkamm des Kaukasus, Klassifizierungspunkt – 2.8.
  2. Bezeichnung des Gipfels: Skrjabin-Gipfel, Route: über den Nordostgrat.
  3. Vorgeschlagene Schwierigkeitskategorie — 3Б.
  4. Charakter der Route: Felsroute.
  5. Länge der Route: 830 m.

Länge des Felsabschnitts: 330 m. Durchschnittliche Steilheit: Hauptteil der Route — 50°, gesamte Route — 40°.

  1. Anzahl der Haken auf der Route: insgesamt 5; davon Bohrhaken — Verwendete Haken auf der Route:

    • Felsbolzen: 12 (davon ITO – 1)
    • Klemmkeile: 8 (davon ITO – 0)
  2. Gehzeit der Gruppe: 7 Stunden, 1 Tag.

  3. Leiter: Ryžanov Oleg Nikolaevič, KMS Teilnehmer: Pavlovič A. – II, Begizov T – III, Kegeev T – III.

  4. Trainer: Ryžanov O.N.

  5. Aufbruch zur Route: 8:00, 2. November 2008. Gipfelaufstieg: 14:00, 2. November 2008. Rückkehr zum Basislager: 17:00, 2. November 2008.

Gesamtfoto

Die Fotografie wurde am 10. Oktober 2007 von Tavasěev R. aus einem Hubschrauber aufgenommen.

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Fotopanoorama des Gebietes

Die Fotografie wurde am 16. Juni 2007 von Medvedev aus einem Hubschrauber aufgenommen.

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Zustieg

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Rot markiert ist die Route, grün der Zustieg, blau die Route von Glazov (2A). Da wir Anfang November bei kurzer Tageslichtzeit auf den Berg gingen, übernachteten wir direkt unterhalb der Route im nördlichen Kessel des Berges. Der Skrjabin-Gipfel liegt in einem Sporn, der die Zrug-Schlucht im oberen Teil in zwei Arme teilt.

Von Vladikavkaz bis Nar sind es 100 km, erreichbar mit dem Bus nach Tschinwal. Im Gebiet von Nar steigt man in das Flussbett des Ardon hinab und folgt dem Fluss bis zu einer kleinen Kirche. Dort biegt man ab und folgt dem Fluss Zrug, der in den Ardon mündet. Man kann sich auch im Transkam-Team des Ministeriums für Notsituationen (Nar) beraten lassen.

Von der Hütte bei der Kirche folgt man der alten, aufgegebenen Straße bis zu einem von links einmündenden Bach, überquert den Bach und folgt ihm bis zum Beginn eines grasbewachsenen Grats. Über den Grat steigt man in den nördlichen Kessel auf. Auf den grasbewachsenen Flächen im Kessel kann man übernachten. Von der Hütte bis zu den Übernachtungsplätzen benötigt man 4 Stunden.

Nr.Charakter, Haken/ITOSchemata nach UIAASkrjabin-GipfelKategorie, m, °
R73 Haken, 2 KlemmkeileIV, 30 m, 65°
R62 Haken, 2 KlemmkeileIV, 20 m, 50°
R52 HakenIII, 40 m, 45°
R42 Haken, 1 KlemmkeilIII, 80 m, 35°
R32 Haken, 1 KlemmkeilIII, 50 m, 40°
R21 Haken3. GendarmII, 50 m, 35°
R12. GendarmI, 60 m, —
R0ZustiegI, 500 m, 30°

Kurzbeschreibung der Route

R0–R1. Von den Übernachtungsplätzen im Kessel steigt man über alte Moränen auf den Nordostgrat unterhalb des Sockels des 1. Gendarms auf.

R1–R2. Dann umgeht man, am Osthang entlanggehend, die ersten drei Gendarmen und steigt über eine Schuttrinne auf den Grat zwischen dem 3. und 4. Gendarm auf.

R2–R3. Über einen schwach ausgeprägten Absatz traversiert man den 4. Gendarm und steigt über eine innere Ecke auf die dahinterliegende Verbindung auf.

R3–R4. Am Grat entlang gehend nähert man sich über brüchige Felsen dem Sockel einer kleinen, steilen Wand, die zur vorgelagerten Gipfelbastion führt.

R4–R5. Über eine Rinne in der Wand und einen schneebedeckten Grat gelangt man zu einer glatten, polierten Wand, die in einen steilen Absatz übergeht.

R5–R6. Über die Wand und den Absatz nähert man sich einem kleinen Gesims im rechten Teil des Absatzes. Man überwindet das Gesims auf der linken Seite (1. ITO-Punkt).

R6–R7. Dann steigt man über steile, großblockige, schneebedeckte Felsen zum Gipfel auf.

Abstieg vom Gipfel

Der Abstieg vom Gipfel erfolgt auf dem gleichen Weg wie der Aufstieg. Im oberen Teil der Route wurden drei Abseilschlingen hinterlassen, danach folgen 150 m mit abwechselnder Sicherung.

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Notizen von den Kontrollpunkten und dem Gipfel

  1. August 2007. Eine Gruppe von Mitarbeitern einer Spezialeinheit in der Stärke von 9 Personen.
  2. Glazov A.P. — Instrukteur
  3. Alpinist
  4. Parus
  5. Kut
  6. Bal
  7. Sibirjak
  8. Levk
  9. Knjaz'
  10. 9677MH Haben eine Besteigung des namenlosen Gipfels — 3600 m — über den Sowjet-Grat durchgeführt und die Schwierigkeit mit 2Б–3А bewertet. Den namenlosen Gipfel benannten sie in Pik Geroya Rossii Andreya Skrjabina um. Abstieg auf dem gleichen Weg. Leiter: Glazov A.P.

Fotoillustration der Route

Die Fotografien wurden am 2. November 2008 von Ryžanov O. aufgenommen.

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  1. Abschnitt R1–R2
  2. R2–R3 img-6.jpeg
  3. R3–R4. Standplatz
  4. R4–R5. img-7.jpeg img-8.jpeg
  5. Beginn des Abschnitts R5–R6. img-9.jpeg img-10.jpeg
  6. Profil der vorgelagerten Gipfelbastion.
  7. Foto vom Gipfel img-11.jpeg

Angehängte Dateien

Quellen

Kommentare

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