Pik 25-letija SKGMI (~3840 м)

von Osten 2B + 3A Kat. schwier.

Der Gipfel liegt am äußersten östlichen Ende des Zentralkaukasus, in der Kasbek-Gruppe der Gipfel des Seitenkamms. Der Pik ist der östlichste Gipfel im Nordost-Ausläufer des Kasbek-Firnplateaus, der aus den Gipfeln: Pik "4005 м", Pik Iriston (3969 м), Tschatsch-choch (4098 м), Pik "3850 м", Südliche Kaidschany (3916 м), Nördliche Kaidschany (3969 м), Pik 25-letija SKGMI (~3840 м) besteht. Das Massiv des Piks und seine östlichen Ausläufer trennen die Becken der Nebenflüsse des Terek: im Süden - Koba-chi und weiter flussaufwärts sein Nebenfluss - Tschatsch-chi, im Norden - der Flusses Belaja. An den westlichen und östlichen Hängen des Piks hat sich je ein kleiner, sterbender Kargletscher erhalten. Das Massiv ist hauptsächlich aus Tonschiefern aufgebaut, mit einzelnen Aufschlüssen von Intrusivgesteinen. An den Hängen ist eine erhebliche Schuttdecke vorhanden. Die Erstbegehung erfolgte durch eine Gruppe von Alpinisten des Nordkaukasischen Bergmetallurgischen Instituts unter der Leitung von I. Susaew im Jahr 1956 über die einfachste Route aus der Tschatsch-Schlucht (2A Kat. schwier.). In den folgenden Jahren wurden zahlreiche Aufstiege aus der Tschatsch-Schlucht durchgeführt. Im Juli 1971 führte eine Gruppe von Alpinisten aus Ordschonikidse (SO ASSR) unter der Leitung von Proskurjakow R.P. eine Erstbegehung auf den Pik von Osten, aus der Schlucht des Flusses Belaja, durch. Die Beschreibung der begangenen Route wird unten wiedergegeben. Von Ordschonikidse aus folgt man der Militärstraße nach Georgien bis zum Dorf Werchny Lars (31. km). Unmittelbar vor dem Dorf mündet rechts in den Terek der steil abfallende Fluss Belaja. Am linken (orografisch) Ufer des Flusses führt ein Saumpfad steil hinauf zu seinem Oberlauf; nach 2-2,5 Stunden Gehzeit verlässt man die Enge und gelangt in einen breiten Trog mit zahlreichen Murenablagerungen. In diesem Gebiet gibt es eine Hirtenhütte, in der im Sommer Vieh gehalten wird. In der Nähe der Hütte kann man ein Biwak aufschlagen (2000 м ü. NN). Der Aufstieg von hier mit Abstieg auf die Militärstraße nach Georgien und Abfahrt dauert bei einer gut vorbereiteten Gruppe bei angestrengter Arbeit einen vollen Tag. Wenn man zwei volle Tage zur Verfügung hat, ist es sinnvoll, das Biwak auf eine Höhe von ~2800 м ü. NN auf den Sattel des östlichen Ausläufers des Pik 25-letija SKGMI zu verlegen. Der Aufbruch vom Biwak wird früh (um 3:00 Uhr) empfohlen. In den Oberläufen der Schlucht sind die Gipfel (von rechts nach links) sichtbar: Malaja Kaidschany, Nördliche Kaidschany und Pik 25-letija SKGMI, dessen östlicher Ausläufer die Schlucht des Flusses Belaja im Süden begrenzt. Man bewegt sich aufwärts durch die Schlucht und hält sich dabei an die linken (in Marschrichtung) Hänge der Schlucht. Dabei wird nach 1,5 Stunden Gehzeit die Zone der Murenablagerungen passiert, ein Birkenhain nahe dem Hang des genannten Ausläufers des Piks und eine Schieferhalde (2500 м ü. NN). Beim Aufstieg auf den Ausläufer des Piks muss man auf den alten Saumpfad gelangen und ihm folgen, zunächst links um den Ausläufer herum, dann aufsteigend auf ihm in Serpentinen. Den hügeligen Sattel des Ausläufers (~2800 м) erreicht man nach 3-3,5 Stunden. Auf dem Sattel befinden sich die Ruinen einer Schieferhütte; von hier bietet sich ein ausgezeichneter Blick auf

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Foto 1. Der Gipfelturm des Pik 25-letija SKGMI. Blick vom vorgelagerten Anstieg.

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Foto 2. Blick in die Senke vor dem Turm des Gipfels. Sicht vom Turm.

die Kuppel des Kasbek und die trogförmige Mulde unter den Füßen mit einem See tiefer unten am gegenüberliegenden Hang des Trogtales. Unterhalb der Marke 3700 м ist der Ostgrat des Piks durch den genannten Trog zergliedert und bildet zwei Grate. Vom Sattel des ersten Grates muss man auf den entsprechenden Sattel des zweiten Grates gelangen, indem man auf dem stellenweise verlorenen alten Saumpfad die Hänge des Trogtales traversiert. Die Hänge sind meist Schutthalden, stellenweise grasbewachsen. Der Anstieg des Pfades am Ende des Trogtales führt zu einem Gebiet chaotisch angehäufter Moränenhügel, auf die man steigen muss. Man kann sie links umgehen, indem man auf dem Schnee des Kessels zwischen dem Hang des Grates und der Moräne entlanggeht. Nach 1 Stunde Gehzeit vom ersten Sattel erreicht man das Gebiet des steinernen Gerippes der zweiten Hütte (3100 м). Von hier aus steigt ein sich verengender Trogtal steil aufwärts, das stark mit Moränenschutt angefüllt ist, abwechselnd mit Schneehängen. Möglicherweise hat sich unter der mächtigen Moränendecke ein kleiner Gletscher erhalten. Beim Aufstieg erreicht man nach 1,5-2 Stunden Gehzeit zwei steile Moränenanstiege, die aus "lebendigen" Steintrümmern bestehen. Der Aufstieg ist mühsam. Höhe 3400 м. Auf den Moränen findet man stellenweise Reste des alten Saumpfades. Auf der genannten Höhe steht das steinerne Gerippe der dritten Hütte. Weiter aufwärts führt ein Schneehang von 150 м Länge. In seinem oberen Teil erreicht er eine Steilheit von 40-45°, unter dem Schnee ist stellenweise Eis spürbar. Man bewegt sich in Seilschaften mit gegenseitiger Sicherung. Die steile Felswand in der Mitte der Schlucht wird links umgangen, indem man auf Eis und Fels des Kanten (eventuell mit Stufenhieb) mit Sicherung über Vorsprünge aufsteigt. Nachdem man auf das "Dach" der Wand gelangt ist, bewegt man sich gleichzeitig auf Schnee, dann auf steilen "lebendigen" Schutthalden mit Abschnitten von zerfallenem Fels 200 м und erreicht den schuttbedeckten, zerfallenen Grat auf etwa 3700 м Höhe. Folgt man dem Grat nach links, überwindet man einen Anstieg von zerfallenem, nicht schwierigem Fels (30 м) mit Schneeflächen. Man muss vorsichtig sein: der Hang des Grates fällt rechts steil in die Schlucht des Flusses Belaja ab. Allmählich flach werdend, führt der Grat auf einen breiten felsig-schuttbedeckten Kuppel, stellenweise mit Schneeflächen. Dies ist die Verbindungsstelle der beiden Grate des Ostausläufers des Piks. Nachdem man 100 м auf dem breiten Grat zurückgelegt hat, befindet man sich auf dem vorgelagerten Anstieg (~3800 м), hinter dem sich eine Senke im Grat befindet (Foto 2), und von dem aus man einen Blick auf den felsigen, eindrucksvollen Gipfelturm des Piks hat (Foto 1). Der Abstieg in die Senke erfolgt auf Felsblöcken etwas links der Gratlinie (15 м), dann auf dem schmalen Schneegrat bis zu einem Gendarmen in der Mitte der Senke (30 Meter Perlon-Leiter ausreichend). Der Gendarm wird durch Klettern an seiner linken Wand überwunden, wo sich ein Absatz befindet. Weiter geht es auf dem schmalen Schneegrat, 10 м, der gegen eine Wand eines riesigen Felsblocks des Gipfelturmes stößt, der in Richtung der Senke vorgeschoben ist. Vom Schnee aus steigt man rechts auf eine Platte und aufwärts auf Fels mittlerer Schwierigkeit bis zu einer Nische (bis 10 м, 1 Haken), wo die Erstbegeher einen Kontrollturm auf der Route errichtet haben. Rechts aufwärts steigt man auf Fels mit undeutlich ausgeprägtem Kouloir, das den genannten riesigen Block vom Hauptkörper des Turmes trennt. In der oberen Wandpartie (25 м hoch) liegen viele große Blöcke, das Klettern durch diese erfordert äußerste Vorsicht. Sicherung über Haken und Vorsprünge. Fels mittlerer Schwierigkeit. In der oberen Wandpartie geht man nach links und klettert durch eine "Klaue", die durch den Gipfelblock und den Aufstieg des Turmes gebildet wird. Bequemer Platz für die Sicherung über einen Vorsprung. Von hier aus sind es noch 40 м Klettern bis zum Gipfel. Zunächst geht es nach links um den Aufstieg des Turmes herum, aufwärts auf einen Schiefergrat-"Kamm", auf ihm 5 м und erneut Klettern um den Gipfelaufstieg des Grates herum; das Klettern ist psychologisch schwierig - auf beiden Seiten fällt der Turm mit steilen Wänden ab, der Fels ist von mittlerer Schwierigkeit. Das Perlon-Seil liegt stellenweise günstig in den Spalten der Blöcke, dennoch schlägt man vor dem Gipfel 2 Felshaken. Der Gipfel ist felsig mit einer Plattform für eine kleine Gruppe. Der zugänglichste Hang fällt nach Westen ab, woher die Route 2A Kat. schwier. führt. Höhe laut Höhenmesser ~3840 м. Die Überwindung des technisch schwierigen Abschnitts der Route - der Senke und des Turmes - dauert etwa 2,5-3 Stunden. Vom Biwak bis zum Gipfel benötigt man etwa 10 Stunden Aufstieg. Der Abstieg auf dem beschriebenen Weg bis zur Militärstraße nach Georgien dauert 4-5 Stunden. Die Route ist lang und physisch anstrengend, technisch entspricht sie der 3A Kat. schwier.

Ausrüstung, empfohlen für eine Gruppe von 4 Personen

  1. Hauptseile - 30 Meter lang
  2. Felshaken - 5 Stück
  3. Gruppenkarabiner - 3 Stück

Die Beschreibung wurde erstellt von img-2.jpeg R. Proskurjakow, Meister des Sports der UdSSR Foto R. Proskurjakow, 24. Dezember 1971 img-3.jpeg

img-4.jpeg img-5.jpeg Zur Beschreibung der Erstbegehung auf den Pik 25-letija SKGMI von Osten 2B Kat. schwier.

Die Beschreibung wurde im Frühjahr 1972 der Klassifizierungskommission des Alpinismus-Verbandes (UdSSR) vorgelegt. Die Beschreibung ging auf Gutachten an A. Kausow, der die Aufnahme der Route in die Klassifizierungstabelle der Gipfel verzögerte, weil ihm ein Gesamtüberblick über das Massiv fehlte. Auf dem Foto: Gesamtansicht des Massivs des Pik 25-letija SKGMI von Nordosten. Die Route der Erstbegehung von Osten ist eingezeichnet. Telefoto von Proskurjakow R.P. img-6.jpeg

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Quellen

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