Aufstiegspass

I. Aufstiegsklasse: technisch 2. Aufstiegsgebiet: Kaukasus; 2,8; Gletscher Kolka 3. Gipfel, Route: Gipfel Dschimaraichoch (4773 m); I k/f Nordgrat ab Gletscher Kolka 4. Vorgesehene Schwierigkeitskategorie — 3B; Erstbegehung 5. Charakteristik der Route: Höhenunterschied — 2000 m, Streckenlänge — 2800 m, Länge der Abschnitte: 5. Schwierigkeitskategorie — 20 m, 4. Schwierigkeitskategorie — 200 m, durchschnittliche Steilheit des Hauptteils der Route — 40°–45° 6. Eingeschlagene Haken: Eishaken — 50 Stück, Felshaken — 3 Stück, Klemmkeile — keine 7. Anzahl der Gehstunden/Tage — 20/2 8. Anzahl der Übernachtungen: 1. auf dem Anmarsch, 1 auf der Route, 1 auf dem Abstieg 9. Leiter: Lewkowski Juri Wassiljewitsch — 1. sportliche Klasse. Teilnehmer: 1. Gudenko Jewgeni Wladimirowitsch — 3. sportliche Klasse. 2. Kabissow Artur Ruslanowitsch — 3. sportliche Klasse. 3. Lunev Alexander Wladimirowitsch — 3. sportliche Klasse. 4. Surkow Dmitri Anatoljewitsch — 3. sportliche Klasse. 10. Trainer: Proskurjakow Ruslan Pawlowitsch — Meister des Sports. 11. Aufbruch zur Route — 27. August 1995. Rückkehr zum Biwak — 30. August 1995. 12. Organisation: KM FA RSO

Vorbereitung auf den Aufstieg

Bei der Vorbereitung auf den Aufstieg wurde durchgeführt:

  • Erkundung der Anmarschwege zum Gipfel,
  • Festlegung der Routenausrichtung,
  • Vorläufige Beurteilung,
  • Fotodokumentation der Route und des Gebiets,
  • Festlegung der Grundsätze für die Funkverbindung.

Bei der Vorbereitung wurde festgestellt, dass die Verbindung am besten von der Stadt Wladikawkas aus hergestellt werden kann — Route: direkte Sicht, was eine stabile Funkverbindung am Biwak und auf der gesamten Route gewährleistet.

Beschreibung des Anmarsches

Von Wladikawkas bis zum Sanatorium "Karmadon" — Fahrt mit dem Linienbus — 1 Stunde. Weiter — Fahrt auf der Straße durch das Dorf Tmenikau über den Kosh am Fluss Genaldon. Nach 2 Stunden führt die Straße hinab zum Fluss und verschwindet zwischen den Steinen. Auf dem Pfad zwischen den Steinen auf der linken Seite (orogr.) des Flusses aufsteigen zu den heißen Mineralquellen. Vom Sanatorium Karmadon — 3,5–4 Stunden.

Von den Quellen:

  • Trawerse hinab zum Fluss,
  • ihn überqueren nahe dem Beginn der großen Moräne, die vom zentralen Teil der Zunge des Gletschers Maili herabkommt,
  • weiter aufsteigen auf der Moräne,
  • auf den Gletscher Maili in seinem mittleren Teil gelangen,
  • allmählich nach rechts auf die Moränenablagerungen wechseln,
  • auf ihnen zum Beginn eines langen grünen Grates gelangen,
  • zunächst auf ihm aufsteigen,
  • dann nach rechts zum Bach absteigen und auf dem Pfad zur Hütte auf der Lichtung Schelestensko gelangen — 3–4 Stunden.

Von der Hütte:

  • Bewegung auf dem Grat der rechtsseitigen Moräne des Gletschers Kolka,
  • dann Trawerse absteigen,
  • auf den Moränen unter dem großen Lawinenhang, der unter dem Eisbruch des Gletschers Kolka liegt — 2 Stunden.

Hier — Ausgangsbiwak. Höhe — 2800 m.

Kurze Übersicht über das Aufstiegsgebiet

Das Aufstiegsgebiet liegt im östlichen Teil des Zentralkaukasus. Der höchste Gipfel des Gebiets — Dschimaraichoch (4773 m) ist ein Knotengipfel des Vorbergkamms, verbunden:

  • durch einen Grat mit Maili-choch,
  • durch einen Grat mit Schau-choch,
  • durch den Südgrat mit Suatisi-choch.

Nach Westen auf den Gletscher Midagrabin stürzt der steile Eis-Fels-Grat des Westgrats ab, auf dem eine Route der 4A-Schwierigkeitskategorie angelegt ist. Nach Süden auf den Gletscher Suatisi führt eine Route der 3A-Schwierigkeitskategorie. Vom Nordgrat nach Osten zum Gletscher Kolka steigen mehrere unbegangene Fels-Eis-Gegengräte ab. Die Route wurde auf dem I k/f des Nordgrats begangen.

Beschreibung der Route

1. Tag:

Vom Biwak auf der Moräne Bewegung zum Lawinenhang — 30 Minuten. Auf ihm 150–200 m; 30°–40° unter den Eisbruch des Gletschers Kolka. Der Eisbruch fließt aus der N-O-Wand des Gipfels Dschimaraichoch herab, ist von Spalten durchzogen, von der N-O-Wand und I k/f sind Eisschläge und Steinfall möglich. Es ist ratsam, frühmorgens zu passieren. Weiter — gerade aufwärts in den Felsen 40 m; 40° (Firn, Eis), Überquerung des Bergschrunds auf einer Schneebrücke, nach rechts aufwärts schwenken. Nach Überquerung von 2–3 Spalten unter die Eisschutthänge (links) gelangen. Unter ihnen nach rechts schwenken und aufsteigen unter den rechten Winkel des I k/f auf dem steilen Schnee-Eis-Hang 300–400 m; 40°–45°, 2–3. Schwierigkeitskategorie, von Spalten und tiefen Rinnen durchzogen, in denen Steinfall möglich ist. Auf dem I k/f — Hakenversicherung. Weiter — Aufstieg auf einen großen Felsblock. Vom Biwak — 4–5 Stunden. Der Felsblock, ebenso wie der I k/f, besteht aus losem Gestein (Schiefer). Aufstieg auf ihm gerade aufwärts 120–150 m; 45°; 2. Schwierigkeitskategorie, Versicherung erschwert bis zum Ende. Nach links auf die Felsen des I k/f wechseln und auf ihnen nach rechts aufwärts 100–120 m; 50°; 3. Schwierigkeitskategorie, auf den Eis-Hang der rechten Seite des Dreiecks des I k/f gelangen. Aufstieg gerade aufwärts auf dem Eis-Hang 200 m; 40°; 3. Schwierigkeitskategorie, Hakenversicherung. Darüber Steilheit bis 45°; 120 m; 4. Schwierigkeitskategorie, am Ende auf dem Ausstieg auf das Schnee-Eis-Plateau des I k/f — 10 m bis 50°. Auf dem Plateau — Biwak (Plattform im Eis aushauen). Vom Felsblock — 6–8 Stunden.

2. Tag:

Bewegung gerade aufwärts auf dem Eis-Hang der linken Seite des Grats des I k/f — 260 m; 45°; 3–4. Schwierigkeitskategorie unter den Überhang auf dem Grat, der direkt frontal verläuft — 4–5 m; 70°–80°; 5. Schwierigkeitskategorie, Hakenversicherung. Weiter nach links Aufstieg auf dem Grat (Schnee, Firn) (Vorsicht vor großen Überhängen links). Nach 1,5–2 Stunden auf die Felsen des Grats gelangen — 60 m; 45°–50°; 2–3. Schwierigkeitskategorie. Auf den Felsen Aufstieg auf das Plateau des Grats, auf dem ein Biwak möglich ist. Vom Plateau Abstieg 20 m; 35° und dahinter Aufstieg auf der Eiswand 15 m; 50°; 5. Schwierigkeitskategorie. Weiter auf dem nicht steilen Schnee-Grat, am Ende auf verschneiten Felsen der 2. Schwierigkeitskategorie Aufstieg auf den Gipfel Dschimaraichoch. Vom Biwak auf dem Plateau — 6–8 Stunden.

Der einfachste Abstieg vom Gipfel — auf dem Ostgrat zur Hütte auf der Lichtung Schelestensko.

Detaillierung der Routenabschnitte (nach dem Schema)

  • R0–R1 — Lawinenhang; 1. Schwierigkeitskategorie; 150–200 m; 30°–40°
  • R1–R2 — Schnee, Eis; 2. Schwierigkeitskategorie; 200 m; 30°–40°
  • R2–R3 — Firn, Eis; 2–3. Schwierigkeitskategorie; 300–400 m; 40°–45°
  • R3–R4 — zerstörte Felsen; 2. Schwierigkeitskategorie; 120–150 m; 45°
  • R4–R5 — Felsen; 3. Schwierigkeitskategorie; 100–120 m; 50°
  • R5–R6 — Eis; 3. Schwierigkeitskategorie; 200 m; 40°
  • R6–R7 — Eis; 4. Schwierigkeitskategorie; 120 m; 45°
  • R7–R8 — Eis; 3–4. Schwierigkeitskategorie; 260 m; 40°–45°
  • R8–R9 — Überhang; 5. Schwierigkeitskategorie; 4–5 m; 70°–80°
  • R9–R10 — Firn; 1–2. Schwierigkeitskategorie; 300–400 m; 30°
  • R10–R11 — Felsen; 2–3. Schwierigkeitskategorie; 60 m; 45°–50°
  • R11–R12 — Eis, Wand; 5. Schwierigkeitskategorie; 15 m; 50°
  • R12–R13 — Schnee, Felsen; 1–2. Schwierigkeitskategorie; 80 m; 30°–45°

Empfehlungen

Die Route ist in sommerlichen Bedingungen begehbar, in der Winterzeit — lawinengefährdet. Im unteren Teil — Gefahr von Steinfall und Eisschlag. Interessant durch die Schwierigkeit des Aufstiegs auf einen hohen Gipfel, wichtig ist eine korrekte taktische Planung.

Empfohlen für hochqualifizierte Gruppen.

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Blick von Osten

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Blick von Osten

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Blick von Osten

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Blick von Osten

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Beschreibung des Abstiegs

Der Ostgrat ist nicht klassifiziert, von dieser Gruppe als 2B-Schwierigkeitskategorie bewertet.

Vom Gipfel Dschimaraichoch Bewegung weiter auf dem O-Grat abwärts. Der Grat ist einfach, schneebedeckt, mit Ausbrüchen von zerstörten Felsen, 1–2. Schwierigkeitskategorie. Nach 1,5–2 Stunden in eine Schneemulde des O-Grats hinabsteigen. Gutes Biwak. Weiter Abstieg abwärts auf dem Eis-Hang des O-Grats 350–400 m, Steilheit 30°–40° bis zum Auslaufen, Hakenversicherung, Vorsicht vor Eisschlag, im unteren Teil — Spalten. Auf dem auslaufenden Teil Abstieg 1000 m, weiter nach links-abwärts auf dem steilen Schnee-Hang mit tiefem Schnee 40 m; 50° und dann abwärts auf dem flachen, sehr breiten O-Grat (Vorsicht vor Spalten) bis zu einem großen, stark zerstörten Felsblock auf dem Grat. Gutes Biwak. Vom Gipfel — 6–8 Stunden. Von hier Abstieg gerade abwärts auf dem Eis-Hang 250–300 m Steilheit 40°–30° bis zum Ausbruch der Felsen des Fels-Gegengrats. Abstieg abwärts mit dem Seil 40 m auf den steilen zerstörten Felsen auf den nicht steilen Schnee-Hang, auf dem man auf den unteren Teil des Fels-Schutt-Gegengrats gelangt. Von hier abwärts Abstieg auf den Schutthalden bis zur Moräne der rechten Seite des Gletschers Kolka, auf der man zur Hütte auf der Lichtung Schelestensko gelangt. Vom Felsblock — 6–7 Stunden.

Angehängte Dateien

Quellen

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