Aufstiegspass
- Aufstiegsklasse: technisch.
- Aufstiegsgebiet: Kaukasus, "Zey".
- Gipfel, seine Höhe; Aufstiegsroute: Gipfel Tschantschachi-Choch, 4450 m, NO-Wand (Erstbegehung).
- Vorgesehene Schwierigkeitskategorie: 5B Kat. sl.
- Charakteristik der Route: Höhenunterschied — 1000 m, mittlere Steilheit — 68°, Länge des Abschnitts — 5–6 km, technisch — 800 m.
- Eingeschlagene Haken: für Versicherung, für Schaffung von ITO: Fels — 153, für Schaffung von ITO — 8, Eis — 0, Bohrhaken — 0.
- Anzahl der Marschstunden — 46.
- Anzahl der Übernachtungen und ihre Charakteristik: liegend — 2, sitzend — 1.
- Nachname, Vorname und Vatersname des Leiters, der Teilnehmer und ihre Qualifikation:
Goloschtschapow Wiktor Michailowitsch, KMS — Leiter
Gontscharow Pjotr Stepanowitsch, MS UdSSR — Teilnehmer
- Babitzki Alexander Wladimirowitsch, MS UdSSR — Teilnehmer
- Owtscharenko Waleri Dawidowitsch, MS UdSSR — Teilnehmer
- Artemenko Grigori Petrowitsch, KMS — Teilnehmer
- Tarassenko Wiktor Wladimirowitsch, KMS — Teilnehmer
- Trainer der Mannschaft — Verdienter Trainer der USwR Mazeiwity J.M.
- Datum des Ausstiegs auf die Route und der Rückkehr: 18. Juli 1980 — Ausstieg vom Plateau des Zey-Gletscherzirkus, 21. Juli 1980 — Rückkehr zum Plateau des Zey-Gletscherzirkus.

Foto-4, 13. Juni 1983. Objektiv Industar-52. Entfernung — 2,5 km. Aufnahmenummer — 4. Aufnahmhöhe — 4600 m.
FOTOPANORAMA DES GEBIETS

- Kisel, 1934, Route 4A Kat. sl.
- Bolizhewski, 1964, Route 5A Kat. sl.
- Polewoi, 1964, Route 5B Kat. sl.
- Rusjajew, 1983, Route 5B Kat. sl.
- Grigorenko-Prigoda, Route 5B.

Profil der Route (vom Gipfel Mamison aufgenommen). Das Profil des Bastions, aufgenommen mit einem Teleobjektiv, ist unten dargestellt (S. 27).

19–20 17–18 15 13

Profil der Route (vom Gipfel Bubis-Choch aufgenommen).
Tabelle
der wichtigsten Charakteristika der Aufstiegsroute auf den Gipfel Tschantschachi durch den linken Bastion der NO-Wand

| Datum | Bez. | Mittl. Steilheit | Länge, m | Charakter des Reliefs | Schwierigkeit | Zustand | Wetterbedingungen | Fels | Eis | Verankerung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.07 | R0–R1 | 50° | 150 | Schneehang mit Bergschrund | 1 | Steinschlaggefahr von oben | gut | 4 | 6 | |
| R1–R2 | 65° | 80 | Felssims in einer Felsklippe | 6 | teilweise vereist | gut | 7 | |||
| R2–R3 | 60° | 40 | Geglättete Felsen | 1 | vereist, Steine von oben | gut | 3 | |||
| R3–R4 | 60° | 50 | Traversieren entlang der Oberkante des Schneehanges | gut | 4 | |||||
| 4.00–12.00. Organisation des Biwaks. Halbsitzende Übernachtung auf Felsen unter einem Überhang. Sicher. Kontrolltour. | ||||||||||
| R4–R5 | 70° | 50 | Wand | Monolith | gut | 6 | 2 | |||
| R5–R6 | 80° | 50 | Kamin | 1 | Wände monolithisch, Boden zerbrochen | gut | 7 | |||
| Abstieg zum Biwak. Insgesamt wurden am 31.07. 11 Marschstunden benötigt. | ||||||||||
| 01.08 | Begehung der am Vortag präparierten Abschnitte R4–R6. | |||||||||
| R6–R7 | 80° | 25 | Wand | 1 | Nasse monolithische Felsen | gut | 4 | |||
| R7–R8 | 100° | 10 | Überhang mit Spalte | 6, A3 | Monolith | gut | 3 | 3 | ||
| R8–R9 | 90° | 10 | Kamin | 1 | gut | 3 | ||||
| R9–R10 | 85° | 20 | Wand | 1 | gut | 2 | 3 | |||
| R10–R11 | 90° | 30 | Innenwinkel | 6, A2 | nasse Felsen | gut | 2 | 3 | ||
| R11–R12 | 95° | 20 | Überhängende Wand | 6, A4 | Monolith. Nasse Felsen | gut | 7 | 5 | ||
| R12–R13 | 90° | 80 | Wand | 1 | gut | 10 | 4 | |||
| Abstieg zum Biwak unter dem Bastion. Insgesamt wurden am 01.08. 11 Marschstunden benötigt. | ||||||||||
| 02.08 | Begehung der präparierten Abschnitte R4–R13. Regen. | |||||||||
| R13–R14 | 70° | 50 | Wand | 1 | Zerbrochene Felsen | Graupel, Nebel | 6 | 3 | ||
| R14–R15 | 60° | 40 | Wand | 4 | 3 | 1 | ||||
| Organisation des Biwaks. Liegende, sichere Übernachtung. | ||||||||||
| R15–R16 | 60° | 200 | Grat | 4–5 | Zerbrochene Felsen | Regen, Graupel, Nebel | 26 | |||
| Abstieg zum Biwak. Insgesamt wurden am 02.08. 13 Arbeitsstunden benötigt. |
Kurze Erläuterung zur Tabelle
Beginn der Route — vom Plateau des Zey-Gletscherzirkus, gegenüber der Felsklippe, die 50 m oberhalb des Bergschrunds (R0–R1) liegt. Man sollte früh starten, da auf diesem Abschnitt und auf dem Abschnitt R2–R3 Steinschlaggefahr von oben besteht. Auf R3–R4 Bewegung entlang der Oberkante eines großen Schneeflecks. Am Ende des Abschnitts unter überhängenden Felsen Biwakplatz, hier auch 1. Kontrolltour der Route. Vom Biwak aus 15–20 Meter zurückkehren und nach oben und etwas nach rechts durch die Wand (R4–R5) aufsteigen. Nach 50 m beginnt ein steiler Kamin, dessen Wände monolithisch sind, aber der Boden viele lose Steine enthält (R5–R6). Am Ende der Abschnitte R5 und R6 gibt es kleine Simse, aber die Möglichkeit einer Übernachtung ist aufgrund von Steinschlaggefahr von oben fraglich. Weiter gerade nach oben durch die steilen, nassen Felsen (R6–R7). Nach 25 m beginnt ein 10 Meter überhängender Abschnitt mit einer breiten Spalte. Aufstieg direkt durch sie (R7–R8). Nach der Spalte Übergang in einen vertikalen 10-Meter-Kamin (R8–R9) zwischen einem Felsabsturz und der Wand. Oben am Kamin eine Überquerung, auf ihr 2. Kontrolltour. Von hier aus auf der Wand gerade nach oben, mit einem leichten Abweichen nach links (R9–R10). Allgemeine Aufstiegsrichtung — in Richtung des Innenwinkels, der durch die schwarze vertikale Kluft und dem Granit gebildet wird (R10–R11). Durch den Innenwinkel fließt Wasser. Er wird mit Hilfe von künstlichen Haltepunkten überwunden. Der obere Teil des Innenwinkels überhängt (R11–R12), hier sind ebenfalls Leitern erforderlich. Die Haken halten gut, es können Verankerungen kleiner und mittlerer Größe verwendet werden. Die Felsen sind fest. Die Versicherungspunkte sind unbequem. Der Abschnitt R12–R13 stellt eine steile, schwierige Wand dar, die auf die Oberkante des Bastions führt. Hier wird die 3. Kontrolltour durchgeführt. Von ihr aus 50 m aufwärts (R13–R14), dann nach rechts-aufwärts (R14–R15) unter den Ansatz des rechten schwarzen Grats. Hier ein bequemer und sicherer Übernachtungsplatz. Weiter Bewegung durch schwierige (4–5 Kat. techn.) Felsen des rechten Grats (R15–R16) bis zu dessen Vereinigung mit dem linken, dann wiederum auf dem Grat (R16–R17) bis zur Schneebrücke (R17–R18). Von ihr aus durch einen Felskamin und einen kurzen Gipfelgrat — Ausgang auf den Gipfel. Es ist zu beachten, dass das obere Drittel der Route (Abschnitte R13–R20) aus weniger festen, zerbrochenen Felsen besteht. Deshalb sollte man auf den Gratabschnitten mit größter Vorsicht aufsteigen.
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