Pas­port des Auf­stiegs

  1. Kau­kasus, Cei-Tal, Ab­schnitts­num­mer nach der Klas­si­fi­zie­rungs­ta­bel­le: 2.7.
  2. Chizan (3600 m), über den West­grat von Süden.
  3. Vor­ge­schla­ge­ne Ka­te­go­rie: 2B, Erst­be­stei­gung.
  4. Cha­rak­ter der Rou­te: kom­bi­niert.
  5. Hö­hen­un­ter­schied der Rou­te: 450 m.

Län­ge der Rou­te: 1200 m. Län­ge der Teil­ab­schnit­te:

  • V. Ka­te­go­rie — 0 m
  • VI. Ka­te­go­rie — 0 m. Mitt­le­re Steil­heit des Haupt­teils der Rou­te: 20°, der ge­sam­ten Rou­te: 25°.
  1. Hin­ter­las­se­ne „Haken“ auf der Rou­te: ins­ge­samt 0; da­von Schlam­bur­ger Haken — 0, ein­ge­schla­ge­ne Eis­ha­ken — 1.
  2. Be­gehungs­zeit der Mann­schaft: 9 Stun­den, Ta­ge — 1.
  3. Ab­stieg vom Gip­fel: über die Rou­te der Ka­te­go­rie 1B.
  4. Lei­ter: Glind­zitsch Dmi­tri Pet­ro­witsch, 2. Sport­ka­te­go­rie.

Teil­neh­mer:

  • Nos­ow Alex­an­der Ana­to­lie­witsch, 2. Sport­ka­te­go­rie
  • Swi­ri­dow Ni­ko­lai Wla­di­mi­ro­witsch, 2. Sport­ka­te­go­rie
  • Cho­men­kow Kon­stan­tin Alex­e­je­witsch, 2. Sport­ka­te­go­rie
  • Schel­ko­witsch An­ton Ana­to­lie­witsch, 2. Sport­ka­te­go­rie.
  1. Trai­ner: Schel­ko­witsch Ana­to­li Mi­chai­lo­witsch, 1. Sport­ka­te­go­rie, Nr. 1275, III. Ka­te­go­rie.
  2. Be­ginn der Rou­te: 3 Uhr, 10. Juli 2010.

Er­rei­chen des Gip­fels: 12:00 Uhr, 10. Juli 2010. Rück­kehr zur Über­nach­tung: 15:00 Uhr, 10. Juli 2010.

  1. Or­ga­ni­sa­ti­on: Stadt Minsk, Tou­rismus­ver­ein „Na­dir“.
  2. Ver­ant­wort­li­cher für den Be­richt: Glind­zitsch D.P., E-Mail: hlin­dzich@gmail.comimg-0.jpeg

Fo­to 1. All­ge­mei­ner Blick auf den Gip­fel Chizan und des­sen West­grat von Süden. 9. Juli 2010. Fo­to vom un­te­ren Pla­teau des süd­li­chen Zirkus des Cei-Glet­schers unter­halb der nörd­li­chen Ab­hän­ge des Bergs Za­ramag.

Rechts ist die Rou­te der Erst­be­stei­gung auf den Gip­fel Chizan über den West­grat von Süden ein­ge­tra­gen. Links — die Rou­te der Ka­te­go­rie 2A über den Ost­grat auf den Gip­fel Ni­ko­la­jew.

Mit ei­ner ge­strich­hel­ten Li­nie ist der sicht­ba­re Weg der Be­we­gung auf der Rou­te mar­kiert, mit ei­ner ge­punkteten Li­nie — der nicht sicht­ba­re.

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Fo­to 2. Pro­fil des West­grats von Chizan von Nord­wes­ten. 20. Juli 2010. Fo­to vom obe­ren Pla­teau des nörd­li­chen Teils des Cei-Glet­schers unter­halb der Nord­ost-Ab­hän­ge des Bergs Chan­chachi.

Auf dem Fo­to ist die Rou­te der Erst­be­stei­gung auf den Gip­fel Chizan über den West­grat von Süden ein­ge­tra­gen:

  • Mit ei­ner ge­strich­hel­ten Li­nie ist der sicht­ba­re Weg der Be­we­gung auf der Rou­te mar­kiert
  • Mit ei­ner ge­punkteten Li­nie — der nicht sicht­ba­re.

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Fo­to­pa­no­ra­ma des Ge­biets. Mit ro­ter ge­strich­hel­ter Li­nie ist der Weg der Be­stei­gung auf den Gip­fel Chizan über den West­grat von Süden ein­ge­tra­gen. Blau mar­kiert ist der Weg des Ab­stiegs über die Rou­te der Ka­te­go­rie 1B.

Mit Pfei­len sind die Punk­te, die Be­ob­ach­tungs­rich­tun­gen und die ent­spre­chen­den Num­mern der Fo­tos an­ge­ge­ben.

Sche­ma des Ab­schnitts

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CHARAK­TE­RIS­TI­KA DER TEIL­AB­SCHNIT­TE DER ROUTE

Nr. des Ab­schnittsLän­geSteil­heitCha­rak­ter des Re­liefsKa­te­go­rie der Schwie­rig­keitAn­zahl der Ha­ken
0400 m35°schnee­be­decktI0
170 m20°Fel­senI0
230 m15°Fel­senI0
370 m35°Fel­senI0
470 m20°Fel­senI0
550 m35°Fel­senII0
650 m20°Fel­senI0
73 m60°Fel­senIII0
860 m30°Fel­senII0
9100 m15°Fel­senII0
1050 m35°Fel­senII+0
115 m30°Fel­senIII0
1280 m40°Schnee-Eis-Ge­län­deIII0
134 m60°Schnee-Eis-Ge­län­deIV-1
1440 mFel­senI0
1520 m35°Fel­senII0
1640 m10°Fel­senI0
1730 m15°Fel­senI0

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Fo­to 3. Tech­ni­sches Fo­to der Rou­te. 9. Juli 2010. Auf­ge­nom­men von der Posi­ti­on R2 in Rich­tung des zwei­ten Gendarms.

Kur­ze Be­schrei­bung der Be­ge­hung der Rou­te

Von der Cei-Hüt­te auf den Glet­scher ab­stei­gen und über de­ren rech­ten Teil zum zwei­ten Schnee-Ka­min vor­drin­gen, der zur Über­gangs­zo­ne zwi­schen dem Gip­fel Chizan und dem Gip­fel Ni­ko­la­jew führt.

Den Ka­min (R0) hin­auf­stei­gen und in des­sen obe­rem Teil, oh­ne die Über­gangs­zo­ne zu er­rei­chen (100–150 m), in den rech­ten Arm ab­bie­gen. Oh­ne den Grat zu er­rei­chen, rechts auf die Fel­sen­vor­sprün­ge ab­bie­gen. Von der Hüt­te 1,5–2 Stun­den.

Über ein­fa­che Vor­sprün­ge be­wegt man sich pa­ral­lel zum Grat, oh­ne ihn zu er­rei­chen und um­geht den ers­ten Gendarm von Süden her (R1). Wei­ter durch­quert man ein Schnee­feld (ver­sch­neite Fel­sen) und be­wegt sich über ein­fa­che Fel­sen dia­go­nal auf­wärts zur glat­ten Längs­wand unter­halb des zwei­ten Gen­darm (R2–R3).

Ent­lang der Wand (R4) vor­drin­gend, er­reicht man das Plat­teau des Gen­darm und über ein­fa­che und mit­tel­schwie­ri­ge Fel­sen (R5) steigt man zum lin­ken Rand des Ka­mins ab. Von hier aus be­wegt man sich auf­wärts (R6) über die Fel­sen des lin­ken Teils des Ka­mins (oh­ne den Ka­min selbst zu be­tre­ten!) und über­windet ei­ne 3 m ho­he Wand mit­tel­rer Schwie­rig­keit (R7). Über ein­fa­ches Fel­sen­ge­län­de ent­lang des Ka­mins ge­langt man zur Sen­ke zwi­schen dem zwei­ten und dem drit­ten Gendarm des West­grats von Chizan (R8). Von der Hüt­te 3,5–4 Stun­den.

Auf der Sen­ke nach rechts, Tra­vers über stark zer­klüf­te­te Fel­sen­vor­sprün­ge auf der Nord­sei­te des drit­ten Gen­darm (R9). Steinschlag­ge­fahr („le­ben­di­ge“ Stei­ne (Plat­ten))! Be­we­gung ein­zeln, Si­che­rung über Vor­sprün­ge!

Wei­ter:

  • Über ver­sch­neite Fel­sen mit­tel­rer Schwie­rig­keit steigt man zur Ver­en­gung des Schnee-Eis-Ka­mins ab (R10) (rieseln­de Vor­sprün­ge!),
  • Tra­ver­sie­rung und Über­gang auf die Fel­sen der lin­ken Sei­te des Ka­mins (R11).

Den Ka­min hin­auf (Steig­ei­sen, Si­che­rung über den Eis­ha­ken (Eis­schrau­ben!)) er­klimmt man 70–80 m (R12) bis zu des­sen obe­rem en­gen Teil mit zwi­schen den Wän­den des Ka­mins ein­ge­klemm­ten Fel­sen­plat­ten („Kork“).

Beim Durch­que­ren un­ter­halb des „Korks“:

  • Über­win­dung ei­ner en­gen Eis­wand (3–4 m, 60°, Si­che­rung mit­tels Eis­schrau­ben!)
  • Sich auf die Fel­sen links und rechts stüt­zend, Klet­tern mit über­dursch­nitt­li­cher Schwie­rig­keit — der Schlüssel der Rou­te (R13)
  • Er­reicht wer­den große, fla­che Vor­sprün­ge des West­grats hin­ter dem drit­ten Gendarm.

Hier Sta­ti­on (hin­ter den gro­ßen, ein­zeln lie­gen­den Plat­ten rechts) zur Or­ga­ni­sa­ti­on der Si­che­rung und des Seil­ver­kehrs.

Wei­ter be­wegt man sich über die fla­chen Vor­sprün­ge auf der Süd­sei­te des Grats 30–40 m (R14) und steigt dann über ein­fa­che Fel­sen (even­tu­ell Schnee) auf den Grat (R15). Über ein­fa­che Fel­sen des Grats er­reicht man den Gip­fel (R16–R17). Von der Hüt­te 6–6,5 Stun­den. Ab­stieg über die Rou­te der Ka­te­go­rie 1B.

Nach Mei­nung der Grup­pe ent­spricht die be­gan­ge­ne Rou­te der Ka­te­go­rie 2B.

An­mer­kung 1: Am En­de des Som­mers kann der Schnee-Eis-Ka­min R12–R13 ab­schmel­zen; in die­sem Fall kann sich die Be­ge­hung der Teil­ab­schnit­te R12–R13 än­dern.

An­mer­kung 2: Even­tu­ell stimmt die Rou­te auf den Teil­ab­schnit­ten R11–R17 mit ei­nem Teil der Rou­te der Ka­te­go­rie 3B über die Nord­wand über­ein. In die­sem Fall kann, wie aus der Be­schrei­bung der Rou­te der Ka­te­go­rie 3B her­vor­geht, der ab­ge­schmol­ze­ne Teil R12–R13 ei­nen „steil­en Erd-Ka­min“, 85 m, Ka­te­go­rie III, dar­stel­len.

Der vor­he­ri­ge Weg über den West­grat bis zum Teil­ab­schnitt R11 un­se­rer Rou­te wies kei­ne Spu­ren an­de­rer Be­stei­ger auf.

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Fo­to 4.65. Teil­ab­schnitt R5. Auf­ge­nom­men von der Posi­ti­on R4.img-6.jpeg

Fo­to 5. Teil­ab­schnitt R9. Auf­ge­nom­men vom an­fang des Teil­ab­schnitts R9 in Rich­tung R10 und Schnee-Eis-Ka­min (hin­ter den Stei­nen rechts ver­bor­gen).

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Fo­to 6. Teil­ab­schnit­te R9–R13. Sche­ma­ti­sche Dar­stel­lung des Um­felds des drit­ten Gen­darm von Nor­den. Fo­to unter­halb von Chanchachi (ähn­lich wie Fo­to 2). 20. Juli 2010.

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Fo­to 7. Teil­ab­schnit­te R14–R17. Auf­ge­nom­men vom Gip­fel.img-9.jpeg

Fo­to 8. Grup­pe auf dem Gip­fel von Chizan.

Quellen

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