128. Uipata-Hoch durch die Ostwand

(Die Route ist kombiniert: 45 k.tr.)

Vom Vorobjewskaja-Nachtlager aus nähert man sich der ersten Rinne der Ostwand. Über den Schnee gelangt man unter die Rinne und biegt in deren rechten Abzweigung ein, um dann auf den Felskamm hinauszugelangen. Der Grat besteht aus Monolithen mit Absätzen, auf denen sich viele lose Steine befinden. Besondere Schwierigkeiten bietet der Grat nicht. Die Sicherung ist mittels Haken und Vorsprüngen möglich. Dort, wo am Grat der erste Kontrollturm steht, biegt der Grat nach links ab; man muss sich jedoch nach rechts wenden und eine steile Eisrinne (1 Seil mit Stufenschlag) queren, um auf einen breiten, geneigten Absatz zu gelangen, der sich bis zu den Felsen erstreckt. Weiter geht es über Felsen mittlerer Schwierigkeit mit guten Sicherungspunkten und Absätzen. Orientierungspunkt ist ein links überhängender flacher Stein; man steigt direkt darauf zu, indem man einen Absatz ganz nach links durchquert und dann gerade hinaufsteigt. Die Route ist gut sichtbar, da ringsum senkrechte Wände aufragen.

Auf einem der Absätze wird das Nachtlager eingerichtet. Oberhalb des Nachtlagers beginnen steile Felsen erheblicher Schwierigkeit, 6 Seillängen bis zum überhängenden Felsen. Die Sicherung erfolgt hauptsächlich mittels Felshaken. Die Steilheit der Felsen beträgt 70–80° bei geringer Anzahl von Tritten; die Felsen sind sehr glatt. Den überhängenden Felsen passiert man auf der linken Seite durch eine Spalte. Dieser Abschnitt ist 15 Meter lang. Die Sicherung erfolgt durch eine Reihe von Haken. Hinter dem Felsen erweitert sich die Spalte, und hier kann der Vorausgehende eine Sicherungsstation einrichten. Weiter geht es aufwärts über Felsen mittlerer Schwierigkeit gerade hinauf mit Haken- oder Felsvorsprungssicherung. Der Weg über den Felskamm führt über zerklüftete Felsen, durchsetzt mit Eis. Oberhalb werden die Felsen einheitlicher bei einer Steilheit von 45°; manchmal muss man Haken einschlagen. Oberhalb der Felsen führt ein Eisgrat (im Sommer) 2,5 Seillängen aufwärts. Zur Sicherung werden Eishaken eingeschlagen. Die Steilheit des Hanges flacht allmählich von 45° ab und wird geringer; unterhalb des Gipfels führt der Weg über Felsinseln (5 Seillängen) zum Gipfelturm. Der Abstieg vom Gipfel in den Nordkessel erfolgt über einen schnee- und eisbedeckten Grat von 26 k.tr.

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Quellen

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