- Klasse: Fels
- Zentralkaukasus
- Pik Schurowski über die Bastion der Nordwand
- 5B Kat. sl.
- Höhendifferenz 825 m, Länge 1109 m.
Länge der Abschnitte der 5.–6. Schwierigkeitskategorie — 626 m. Durchschnittliche Steilheit — 49°, der Bastion — 66°, davon Abschnitte der 6. Kategorie — 116 m.
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Eingeschlagene Haken: Fels — 57, Reserve — 5; Platzierungen — 48, Reserve — 1; Eis — 42, Reserve — 0.
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Laufende Stunden der Mannschaft — 21, Tage — 2.
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Übernachtung am Anfang des Abschnitts R16 auf einem Sims seitlich des möglichen Steinschlagwegs.
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Leiter: Timofejew Wladimir Nikolajewitsch, MS
Teilnehmer:
- Charinjak Iwan Wassiljewitsch, KMS
- Moros Sergei Andrejewitsch, KMS
- Chitrikow Wladimir Andrejewitsch, MS
- Titkin Jewgeni Georgijewitsch, MS
- Gurin Nikolai Iwanowitsch, KMS
- Trainer: Charinjak Iwan Wassiljewitsch.
- Aufbruch zum маршрут: 21. Juli 1984.
Gipfel: 22. Juli 1984 um 13:15 Uhr. Rückkehr: 22. Juli 1984.

Foto Nr. 1. Routen:
- durch die Bastion der N-Wand (M. Chergiani).
- durch die N-Wand (L. Kensitzki).
- durch die NO-Wand (W.A. Abalakow).
Taktische Maßnahmen der Mannschaft
I. Zusammensetzung der Mannschaft nach Seilschaften:
- Timofejew W.N. — Charinjak I.W.
- Moros S.A. — Gurin N.I.
- Chitrikow W.A. — Titkin J.G.
Während der Bewegung auf der Route änderte sich die Zusammensetzung der Seilschaften nicht.
II. Tatsächliche Zeitaufteilung:
21. Juli 1984
1:00 — Aufbruch vom Biwak bei den "deutschen Übernachtungen". 1:50 — die Mannschaft erreichte den Bergschrund. 1:50–5:00 — Abwarten des Wetters unter dem Schutz des Bergschrunds. 9:00 — Erreichen des Felsgürtels am Punkt R5. 11:00 — Erreichen des Fußes der Bastion am Punkt R8. 14:00 — Erreichen der Ersatzübernachtung am Punkt R10. 19:00 — Erreichen der geplanten Übernachtung am Punkt R16. Bearbeitung eines Seils der Route oberhalb der Übernachtungsplätze.
22. Juli 1984
7:00 — Beginn der Arbeit auf der Route am Punkt R17. 11:00 — Erreichen der "Dach" am Punkt R19. 13:15 — Erreichen des Gipfels von Pik Schurowski. 16:40 — Abstieg zu den "deutschen Übernachtungen".
Am 21. Juli 1984 zwang der um 1:30 beginnende Regen mit Schnee die Mannschaft, die Bewegung auf der Route abzubrechen (da der Regen die Wahrscheinlichkeit von Steinschlag auf die Route, die über Eis führte, erhöhte) und das Wetter unter dem Schutz der oberen Wand des Bergschrunds abzuwarten. Um 5:00 hörte der Regen auf und die Mannschaft setzte die Bewegung auf der Route fort. Somit begann die Bewegung vom Bergschrund statt um 2 Uhr erst um 5 Uhr, was natürlich eine Verschiebung des Zeitplans vom 21. Juli 1984 um etwa 3 Stunden zur Folge hatte.
III. Taktik der Bewegung auf der Route.
Die Seilschaften arbeiteten auf den Abschnitten in folgender Reihenfolge:
- R1–R5: Moros — Gurin, Chitrikow — Titkin, Timofejew — Charinjak;
- R5–R9: Chitrikow — Titkin, Timofejew — Charinjak, Moros — Gurin;
- R9–R17: Timofejew — Charinjak, Moros — Gurin, Chitrikow — Titkin;
- R17–R19: Chitrikow — Titkin, Timofejew — Charinjak, Moros — Gurin.
Auf dem Abschnitt R5–R9 — "Dach" der Bastion und bei der Bewegung zum Gipfel über den Gegenfortsatz und Grat wechselten die Seilschaften und die Führenden in den Seilschaften ihre Positionen. Die Sicherung erfolgte gleichzeitig über Vorsprünge und Krümmungen und abwechselnd — über Platzierungen und Vorsprünge. Auf dem Abschnitt R1–R5 bewegten sich die Seilschaften in Steigeisen mit abwechselnder Sicherung an den Haken der ersten Seilschaft ohne Organisation von Seilsicherungen, außer auf den Abschnitten der Traversen. Die Ersten in den Seilschaften gingen mit Eispickeln.
Auf dem Abschnitt R1–R8 musste sich die Gruppe in kurzen Übergängen mit häufigen und relativ langen Stopps unter dem Schutz der Felsvorsprünge bewegen. Von oben kamen regelmäßig Steine, offenbar ausgelöst durch den Regen in der Nacht und die Arbeit der Gruppe auf der Route von Kensitzki oberhalb links.
Auf den Felsen erschwerte das Wasser die Bewegung auf den Abschnitten R2–R3 und R16–R19 erheblich. Der Regen und in den oberen Teilen der Schnee, der tagsüber schmolz, verursachte reichlich Wasser, das nicht nur durch innere Ecken und Kaminen, sondern auch über fast alle Wände der Bastion floss. Das von oben fallende Wasser zerstäubte auf der Route wie feiner Regen, sogar bei Sonnenschein. Zudem traf man in Kaminen und inneren Ecken auf Eis.
Der Erste in der 1. Seilschaft:
- bewegte sich an einem Doppelseil,
- organisierte Seilsicherungen,
- nahm den Partner auf, der sich an den Seilsicherungen mit oberer Sicherung bewegte.
Dabei trug der Zweite das freie Seil für die Organisation der Bewegung des Ersten an einem Doppelseil.
Die Ersten in der zweiten und dritten Seilschaft:
- bewegten sich an einem gesicherten Seil mit Zangen und Prusik-Knoten,
- nutzten untere Sicherung,
- führten ihr Seil in die Karabiner an den Zwischenhaken ein, die von der ersten Seilschaft hinterlassen wurden.
Dann nahmen sie ihre Partner in der Seilschaft auf, die sich an den gesicherten Seilen mit oberer Sicherung bewegten.
Innerhalb der Seilschaft wurden übergeben:
- Haken,
- Abseilösen mit Karabinern,
- freies Seil.
Somit bewegte sich bei der Begehung aller Felsabschnitte der V.–VI. Schwierigkeitskategorie jedes Mitglied der Mannschaft an einem Doppelseil:
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- — mit unterer Sicherung;
- 3, 5. — an Seilsicherungen mit unterer Sicherung;
- 2, 4, 6. — an Seilsicherungen mit oberer Sicherung.
Auf dem Abschnitt R9–R19 bewegte sich der Erste in Galoschen und ohne Rucksack. Das Gewicht seines Rucksacks wurde auf die übrigen Mitglieder der Mannschaft verteilt. Das oben beschriebene Schema der Interaktion der Seilschaften blieb unverändert.
Abschnitte der II.–III. Schwierigkeitskategorie, die auf der Route vorkamen, wurden von der Mannschaft ohne Organisation von Seilsicherungen mit abwechselnder und gleichzeitiger Sicherung über Vorsprünge und Haken passiert.
Die Felsen waren stellenweise stark verwittert. Am Ende des Abschnitts R15 — gute Plattform für Übernachtungen, Kontroll-Tour. In der Tour wurde eine Notiz von Bergsteigern aus dem Jahr 1981 gefunden, die ihrerseits eine Notiz von 1974 entnommen hatten. Am Übernachtungsplatz musste eine Eisschicht abgetragen werden, die die von vorherigen Gruppen ausgelegte Plattform bedeckte. Die Mannschaft führte eine liegende Übernachtung durch. Vom Übernachtungsplatz aus wurde ein Seil bearbeitet.
In der Nacht vom 21. auf den 22. Juli 1984 fiel Schnee, der bis zum Morgen in Regen überging. Die Bewegung am 22. Juli erfolgte bei ständigem Schneefall (Abschnitt R16–R19).
Abweichungen vom taktischen Plan:
Aufgrund des Wartens im Bergschrund wegen des Wetters begann die Bewegung von hier aus statt um 2 Uhr erst um 5 Uhr, was eine Verschiebung des Zeitplans vom 21. Juli 1984 um etwa 3 Stunden zur Folge hatte.
Der Abschnitt R18–R19 wurde nicht bearbeitet, da er einen inneren Winkel mit Eis darstellte, durch den Wasser floss. Das nach der Bearbeitung über Nacht zurückgelassene Seil hätte im Eis festfrieren können.
In der bestehenden Beschreibung von der Übernachtung am Punkt R10 bis zum Punkt R16 (geplante Übernachtung) — drei Seile. Die tatsächliche Entfernung betrug 4 Seile. Infolgedessen erfolgte der Aufbruch zur Übernachtung eine Stunde später als geplant.
IV. Maßnahmen, Mittel und Wege zur Gewährleistung der Sicherheit.
a) Vorbereitung der Mannschaft:
Für eine qualifizierte Vorbereitung auf die Meisterschaft der UdSSR im Alpinismus und zur Gewährleistung der Sicherheit wurden folgende Maßnahmen durchgeführt:
- ein Trainingslager auf der Krim mit Aufstiegen auf Routen der 5B Kat. sl. (Mai 1984);
- Teilnahme von Mannschaftsmitgliedern an republikweiten und allunionsweiten Wettbewerben im sportlichen Klettern;
- Teilnahme von zwei Mannschaftsmitgliedern an einem Winterlager für Kandidaten der Nationalmannschaft der UdSSR im Alpinismus mit Aufstieg auf den Gipfel Schhelda;
- Erarbeitung von Taktik und Interaktion der Seilschaften an den Felsen im Gebiet von Tyrnyaus;
- zwei Trainingsaufstiege der 5B Kat. sl. auf Gipfel in der Umgebung, die hinsichtlich des Reliefs, der Schwierigkeit und der Länge den Routen auf Pik Schurowski und Schhelda ähneln.
b) Mittel und Wege zur Gewährleistung der Sicherheit auf der Route:
- nach Studium der Beschreibung und nach Erhalt von Beratungen erstellte die Mannschaft einen realen taktischen Plan. Der im Plan vorgesehene Tempo gewährleistete maximale Sicherheit und wurde vollständig umgesetzt;
- alle Teilnehmer der Mannschaft bewegten sich an einem Doppelseil, der Erste in der ersten Seilschaft ging an einem Seil mit dem UIAA-Siegel;
- die Ersten in jeder Seilschaft gingen mit Kompensatoren des Systems BPEU;
- Verwendung von Verlängerungen mit Kompensatoren an Zwischenhaken;
- Blockierung aller Haken an den Sicherungsstationen mit einer separaten Schleife und aller Seilsicherungen untereinander;
- Sicherung der Seilsicherungen an 2–3 Zwischenhaken;
- Anwendung von 2 Selbstsicherungen für den Sichernden: im Falle eines Sturzes des Ersten ist ein Ruck unterschiedlicher Richtung möglich;
- vorrangige Verwendung von Platzierungen auf den am stärksten verwitterten Abschnitten der Route.
Beim Aufstieg wurde zur Gewährleistung der Sicherheit auch das natürliche Relief genutzt:
- der gesamte untere Eisabschnitt der Route verlief unter dem Schutz der Felsrippe;
- die steile Hauptbastion schützte die Mannschaft vor Steinen vom "Dach";
- ständige Beobachtung nach oben und der vorausgehenden Teilnehmer verringerte die Möglichkeit von Steinschlag.
Der Erste in der 1. Seilschaft arbeitete auf Felsen der V.–VI. Schwierigkeitskategorie in Galoschen und ohne Rucksack.
V. Funkverbindung.
Die Verbindung mit den Beobachtern erfolgte über das Funkgerät "Lastochka" nach dem Funkplan des Alplagers "Schhelda":
- 7:10
- 11:00
- 14:00
- 19:00
- Notfall 12:00
Es wurde keine Funkverbindung versäumt. Das Funkverbindungsjournal ist beigefügt.

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