Pass

I. Klasse der technischen Aufstiege

  1. Zentralkaukasus

  2. Gipfel JUSCHNAJA USCHBA über die Westwand, Route SLESSOW I.

  3. 5B kat. sl., zweite Begehung

  4. Höhendifferenz: 1770 m, Länge – 2585 m Länge der Abschnitte 5–6 kat. sl. – 920 m, durchschnittliche Steilheit der Hauptabschnitte – 65°

  5. Eingeschlagene Haken: Fels-, Bohr-, Klemm-, Eis-Haken 140, 0, 97, 20 20, 0, 8, 0

  6. Gehzeit der Mannschaft: 57 Std., 5 Tage

  7. Übernachtungen: 1, 3, 4 — Plattformen auf Felsen ausgelegt 2 — sitzende Übernachtung

  8. Leiter: SCHEWTSCHUK ALEKSANDR DENISOWITSCH — KMS Teilnehmer:

  • IWASchtschenko Alexej Sergejewitsch — KMS
  • Meschkow Juri Borissowitsch — KMS
  • RETINSKAJA Tatjana Dmitrijewna — KMS
  • Tscherkunow Alexander Albertowitsch — KMS
  1. Trainer: SCHTSCHUKIN WLADIMIR IWANOWITSCH — Meister des Sports der UdSSR

II. Aufbruch zum Weg: 18. Juli 1984 Gipfel: 21. Juli 1984 Rückkehr: 22. Juli 1984

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Allgemeines Foto des Gipfels

Foto vom Uschba-Gletscher am 18. Juli 1984. Entfernung 1,5 km. "Helios-44-2"/56 mm. Aufnahmeort Nr. 1. Höhe 2900 m.

(1) Route der Mannschaft (2) Route von Artsishevskij (3) Route von Schiwljuk

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Profil der Route

Das Profil der Route rechts. Das Bild wurde unterhalb der Hänge des Gipfels Mazeri am 18. Juli 1984 aufgenommen.

Taktische Aktionen der Mannschaft

Die taktischen Aktionen der Mannschaft wurden auf der Grundlage von Konsultationen mit Artsishevskij Ju. Ju., Lewin M. S. und Beobachtungen des Aufstiegsobjekts vom 15. bis 17. Juli 1984 erstellt.

Die Westwand hat vier charakteristische Abschnitte.

Erster: schnee- und eisbedeckter Anstieg, von einem Felsmassiv mit einer Steilheit von 45° durchbrochen; lawinen- und steinschlaggefährdet. Felsen mittlerer Schwierigkeit, die zu einem hängenden Gletscher führen, auf dem oben ein Schneehang liegt. Zweiter: Wand. Im unteren Teil stark zerstört, der obere Teil ist verschneit. Gesamte Steilheit 70°. Führt unter eine große "rote" Wand. Ein Biwak ist möglich. Dritter: schnee-, eis- und felsbedeckter Hang mit charakteristischen Felsinseln, Steilheit 50°. Felsen zerklüftet. Felsinseln stufenförmig. Lawinen- und steinschlaggefährdeter Abschnitt. Im oberen Teil eine 100-m-Wand. Nach der Wand ein Eishang mit 45–50°; führt zum Schlüsselabschnitt — einer senkrechten 200-m-Wand. Vierter: senkrechte Wand mit wenigen Griffen und Rissen, Steilheit 90–95°. Der schwierigste Abschnitt der Route, endet an Felsen, die zum Gipfel führen.

Begehung der Abschnitte

Abschnitt 1. Begehung früh am Morgen in Seilschaften. Bewegung entlang des gesicherten Seils am Felsmassiv und an steilen Gletscherabschnitten. Übergang: Felsen — hängender Gletscher — sehr vorsichtig. Abschnitt 2. Aufstieg in der Mitte der Wand mit Ausstieg unter die "rote" Felsformation. Unter der Wand große, mit Schnee und Eis bedeckte Plateaus. Möglicher Übernachtungsplatz. Begehung entlang des gesicherten Seils. Abschnitt 3. Der gefährlichste Abschnitt. Die "rote" Wand rechts umgehen auf einem Plateau. Geschützter Abschnitt. Nach oben rechts entlang zerklüfteter, vereister Felsen. Früh am Morgen begehen. Sicherungspunkte in geschützten Orten anlegen. Zu den Felsinseln über einen Eishang gelangen. Gefahr — Steinschlag! Felsen der Inseln verschneit, möglicher Auftausalz. Höchste Aufmerksamkeit! Nach den Felsinseln ein 100-m-Felsgürtel. Übernachtung im oberen Teil des Felsgürtels. Abschnitt 4. Die 200-m-Wand nur mit vorheriger Begehung queren. Bewegung entlang des Felsreliefs an einem Doppelseil: sowohl der Erste als auch die Folgenden, dafür nimmt die Mannschaft eine zusätzliche Seillänge (H+1) mit auf die Route. Der Erste geht am Doppelseil, der Zweite, Vierte und Fünfte — an den Perlen mit Obersicherung. Der Dritte — an den doppelten Perlen. Die Sicherungsstellen werden in von Steinen geschützten Orten gewählt. Das Seil wird an blockierten Haken (zwei oder drei) befestigt.

Die Schlüsselabschnitte der Route sind:

  • schnee- und eisbedeckter Anstieg, der zu den Felsinseln führt (objektiv steinschlaggefährdeter Abschnitt)
  • Wand des vierten Abschnitts

Abstieg vom Gipfel bis zur "Zacke" — entlang der Route 5A kat. sl., weiter nach Westen mit Ausstieg ins Basislager.

Zeitplan

  1. Juli 1984. Aufbruch unter die Route. Übernachtung am Rand der Moräne.
  2. Juli 1984. Aufbruch und Begehung des ersten und zweiten Abschnitts.
  3. Juli 1984. Begehung des dritten Abschnitts, Übernachtung im oberen Teil des 100-m-Felsgürtels.
  4. Juli 1984. Begehung der Wand des vierten Abschnitts.
  5. Juli 1984. Begehung des vierten Abschnitts. Ausstieg auf den Gipfel. Übernachtung auf dem Abstieg.
  6. Juli 1984. Abstieg und Rückkehr ins Basislager.
  7. Juli 1984. Reserve-Tag bei schlechtem Wetter.
FelsKlemmelementeBohrhakenEis-HakenEingeschlagene Haken / BilderBeschreibung des Abschnitts
76--55 Kr80 m, 80°, V+
98--120 m, 65°, V
22--40 m, 65° – V
22--40 m, 60°, IV+
32--40 m, 60°, IV+
----300 m, 35°, II
46--120 m, 55°, IV
---2300 m, 35°, III
74--67 Kr
74--img-3.jpeg60 m, 65°, V
---5img-4.jpeg100 m, 40°, IV+
42--img-5.jpeg30 m, 60°, IV
74--img-6.jpeg110 m, 60°, IV
95--img-7.jpeg60 m, 85°, V
22--img-8.jpeg5 m, 85°, VI
85--img-9.jpeg130 m, 80°, V
3---img-10.jpeg50 m, 60°, IV
img-11.jpeg
img-12.jpeg
5230--137 Krimg-13.jpeg
3--3img-14.jpeg40 m, 50°, V
44-1img-15.jpeg20 m, 85°, V
23-4img-16.jpeg80 m, 40°, IV+
44--img-17.jpeg80 m, 55°, IV+
33--4img-18.jpeg
3--1img-19.jpeg15 m, 90°, V
3---img-20.jpeg40 m, 60°, IV
---4img-21.jpeg25 m, 65°, V
24--img-22.jpeg65 m, 40°, V
----img-23.jpeg20 m, 75°, V
----26 Kr200 m, 90°, VI
117--40 m, 95°, VI
62--160 m, 60°, IV+
----170 m, 30°, III

Beschreibung der Route nach Abschnitten

Der Anmarsch unter die Route erfolgt von den Übernachtungen "Birkenhain" über den Uschba-Gletscher und weiter zum hängenden Gletscher bei der JUSCHNAJA USCHBA. Abschnitt R0–R1: 300 m Eis 35°–40°, gleichzeitige Bewegung an Steigeisen. Im steileren und zerklüfteteren oberen Teil des Gletschers Bewegung entlang des gesicherten Seils. Abschnitt R1–R2: Fels-Wand 120 m 55°, abwechselnde Bewegung. Abschnitt R2–R3: schnee- und eisbedeckter Hang 300 m 35°, gleichzeitige Bewegung an Steigeisen. Im oberen Teil — entlang der gesicherten Seile. Abschnitt R3–R4: Innenwinkel 40 m 60° nass. Abschnitt R4–R5: Felsplatten 3–5 m 60° nass. Länge 40 m. Abschnitt R5–R6: nasse Platten 40 m 65° mit wenigen Griffen. Abschnitt R6–R7: Innenwinkel 120 m 65° mit Auftausalz. Abschnitt R7–R8: glatte Wand 80 m 80° mit wenigen Griffen. Abschnitt R8–R9: Felsgrat 50 m 60°. Übernachtungsplatz. Abschnitt R9–R10: Umgehung der "roten Felsformation" rechts auf einem Plateau, das mit Eis bedeckt ist, 130 m 80°. Abschnitt R10–R11: Kamin 5 m 85°, I.T.O. Abschnitt R11–R12: Wand 60 m 85° mit wenigen Griffen. Abschnitt R12–R13: geneigtes Plateau, bedeckt mit Auftausalz, 110 m 60°. Abschnitt R13–R14: Widderköpfe 30 m 60°. Abschnitt R14–R15: Eis 100 m 40°. Abschnitt R15–R16: Felsplatten stark zerstört, abwechselnd mit Eis, 60 m 65°. Beginn der Felsinseln. Abschnitt R16–R17: Eis 20 m 35°. Abschnitt R17–R18: Platte, bedeckt mit Eis, 20 m 75°. Abschnitt R18–R19: schnee- und eisbedeckter Grat 65 m 40°. Abschnitt R19–R20: Felsplatte 25 m 65°. Abschnitt R20–R21: zerstörte Felsen, bedeckt mit Eis, schnee- und eisbedeckter Grat 40 m 60°. Abschnitt R21–R22: Kamin, bedeckt mit Eis, 15 m 90°, I.T.O. Zerstörte Felsen 25 m 60°. Abschnitt R22–R23: glatte Platten, bedeckt mit Schnee und Eis, 80 m 55°. Abschnitt R23–R24: schnee- und eisbedeckter Grat 80 m 40°, sitzende Übernachtung. Abschnitt R24–R25: stark zerstörte Felsen, bedeckt mit Eis, 20 m 85°. Abschnitt R25–R26: Eis 40 m 50°. Abschnitt R26–R27: Wand mit kleinen Vorsprüngen im unteren Teil, Auftausalz, 200 m 90°, I.T.O. Abschnitt R27–R28: steile Felsen mit überhängenden Abschnitten 40 m 95°. Abschnitt R28–R29: stark zerstörte, mit Eis bedeckte Felsen, 160 m 60°. Abschnitt R29–R30: Felsgrat 170 m 30°, zerstörte Felsen, Schnee, Eis.

Abstieg vom Gipfel entlang der Route 5A kat. sl. in 2 Stunden.

Angehängte Dateien

Quellen

Kommentare

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